Große EZB-Geldkanone

GiNN-BerlinKontor.-–Am 05.06. senkte die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins im EURO-Raum von 0,25 % auf 0,15%. Der EZB-Rat beschloss zudem einen Straf-Zins von minus 0,1 % für Bankeinlagen. Nach dem EZB-Entscheid übersprang der DAX (Deutscher Aktien-Index) zum ersten Mal in seiner 26 jährigen Geschichte die Rekordmarke von 10.000 Punkten.

Am 11.06. informierte EZB-Präsident Mario DRAGHI Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Berlin in einem”vertraulichen Gespräch. Die Bundesregierung erklärte lediglich, dass in dem “vertraulichen Meinungsaustausch “die ganze Bandbreite der wirtschafts- und finanzpolitischen Themen unter besonderer Berücksichtigung der EURO-Zone erörtert wurde”. Man achte die Unabhängigkeit der Europäischen Zentralbank, die “in unseren Augen ein hoher Wert ist.” Daher wolle man nicht kommentieren, “welche Maßnahmen die EZB im Rahmen ihres Mandates ergreift”, die Bundesregierung habe “vollstes Vertrauen” in die EZB-Entscheidungen

Bundesfinanzminister Wolfganf SCHÄUBLE (CDU) lobte dagegen unumwunden die geldpolitischen Entscheidungen der EZB und sagte in Frankfurt/Main, der EZB-Rat habe einen “exzellenten Job” gemacht, der derzeitige Kurs sei “angemessen”.

Lars FELD, Leiter des Walter Eucken Instituts, erklärte im Deutschlandradio,  Mario Draghi wolle “weitere € 400 Milliarden in das europäische Bankensystem pumpen” und dies sei “bei einer Inflationsrate von 0,5 % verständlich.” Die Maßnahmen, die ergriffen wurden, seien “zum Teil kosmetisch”. Er sei “relativ wenig” verursacht worden”. Ein paar Pünktchen nach dem Komma – so Feld – würden die Investoren nicht anregen, mehr zu investieren, und es werde auch den Banken letztlich keinen Anreiz geben, mehr Geld auszuleihen. Dennoch werde die EZB-Maßnahme sicherlich mehr verursachen, mehr Effekt haben, und das sei eben die “Kreditkanone, die Mario Draghi ausgepackt hat”

Die € 400 Milliarden seien ja mit der Auflage für die Banken dieses Geld an die Unternehmen zu verleihen, “und wenn sie das nachweisen können, dann müssen sie es eben nicht zurückzahlen.”

Unmittelbar vor dem Treffen Draghi-Merkel sagte der Präsident des CDU-Wirtschaftsrats, Kurt LaAUK ( Präsident von Globe Capital Partners): “Letztlich ist zu erwarten, dass sich der EURO auf einen Wechselkurs von € 1,30 zum US-$ entwickeln soll. Dies hilft der Exportfähigkeit der Südländer und schadet der deutschen Wirtschaft nicht.” Lauk fügte hinzu, die Zinssenkung diene zwar dem deutschen Bundeshaushalt, Schaden nähmen jedoch die deutschen Sparer. Merkel und Schäuble seien entschlossen, “den EURO auf Kosten der deutschen Sparer zu retten.”  (Quellen: DLF/BMF/bundesregierung.de/ eucken.de/cdu-wirtschaftsrat.de)

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