Griechenland “kurz vor dem Abgrund”

GiNN-BerlinKontor.—Der griechische Ministerpräsident Giorgos PAPANDREOU sendete einen Notruf aus Athen. Sein Land  stehe kurz vor dem Abgrund.  (“Ein Schritt davon entfernt”).  Griechenland könne bald  “keine Kredite mehr am Kapitalmarkt aufnehmen”.  Seine Regierung  versuche  zu verhindern, dass  “noch für Jahrzehnte Wucherzinsen gezahlt werden müssen”, weil dies Griechenland zu einer langen und tiefen Rezession verurteilen würde.

Der Deutsche-Bank-Chef Josef ACKERMANN warnte vor “dramatischen Folgen eines Bankrotts Griechenlands” für die heimische Finanzindustrie. Auch deutsche Banken hätten  “beträchtliche Milliarden im Feuer”, so  Ackermann. Er forderte dringend,  Griechenland “zu retten”.   Vielen Banken würden  “ein Probleme bekommen”, wenn Griechenland nicht “stabilisiert” würde.  Ackermann betonte, dass sein Bankhaus jedoch nicht betroffen sei.

Bundeskanzlerin Angela MERKEL (CDU) erklärte, auf dem EU-Gipfel  am 25. März werde es keine Entscheidung über EU-Hilfen für Griechenland geben.  Dies stünde nicht auf der Tagesordnung des Gipfels.  Griechenland  brauche dringend Geld, aber die Regierung in Athen habe mehrfach versichert, dass Athen keine Geldforderungen an die EU richte. Die beste Lösung sei – so Merkel -  “wenn Griechenland alleine seine Probleme löst, mit der politischen Unterstützung natürlich der europäischen Staats- und Regierungschefs.“

Bundesfinanzminister Wolfgang SCHÄUBLE sagte dazu in der BILD am SONNTAG (21.03.) , Griechenland unternehme “alle Sparanstrengungen, um die Krise in den Griff zu kriegen”. Nun gehe es darum, die Märkte zu überzeugen und “die Spekulation gegen Griechenland zu brechen”. Die Regierung in Athen habe erklärt, dass sie dafür die Solidarität der anderen Euro-Länder brauche.

Die Finanzmärkte – so Schäuble – müßten davon überzeugt werden,  dass  “der griechische Konsolidierungsweg glaubwürdig ” sei.  Für EU-Hilfen gebe es jedoch “kein Gemeinschaftsinstrument”. Nur “im äußersten Fall”  kämen  “bilateral koordinierte, also freiwillige Hilfen infrage”. Griechenland sehe diesen Fall, aber selbst  “nicht als gegeben”.  Schäuble wies erneut darauf hin, dass  Griechenland  Mitglied des Internationalen Währungsfonds sei und – –  “nach der Rechtslage auch Zugang zu IWF-Hilfen hat.”

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