Gesundheitskarte für Flüchtlinge

GiNN-BerlinKontor.—Der Deutsche Bundestag hat am 15. Oktober 2015 umfangreiche Verschärfungen im Asylrecht verabschiedet. Dazu gehört auch die optionale Einführung der Gesundheitskarte. Die Länder und Landkreise können nun für die medizinische Versorgung der Asylsuchenden mit den Kassen direkt Verträge schließen. Fraglich ist, inwieweit diese Möglichkeit genutzt wird.

gesundheit-adhoc kündigt eine WOKWISSEN-Fachkonferenz an. Die Krankenhäuser klagen zudem über Probleme bei der Leistungserstattung. Die Zuständigkeiten sind nicht eindeutig und die Antragsverfahren schwierig. Opportunitäts- (verschobene OPs) und Zusatzkosten wie beispielsweise der erhöhte Zeitaufwand oder Dolmetscherhonorare werden nicht adäquat vergütet.

Darf man künftig z.B. bei einer afghanischen Patientin eine Notsectio machen, auch wenn der Ehemann strikt dagegen ist? Und wie erklärt man syrischen Eltern die Anwendung von Zäpfchen für ihr Kleinkind? Die Liste der Alltagsprobleme bei der medizinischen Versorgung von Flüchtlingen scheint schier endlos.

Und den aktuellen Meldungen zufolge stehen wir erst am Anfang. Über kurz oder lang müssen sich alle Krankenhäuser mit der Thematik beschäftigen. Änderungen bei den Räumlichkeiten, eine andere Personaleinteilung, Schutz vor Infektionen, interkulturelles Training für die Mitarbeiter – vieles sollte bedacht werden. (Quellen: gesundhet adhoc de/wokwissen de)

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