George W. Bush und seine Republikaner stark wie nie zuvor

GiNN/BerlinKontor.—Während die John F. Kerry-Anhänger immer noch ihre Wunden lecken, wird das tatsächliche Ausmaß des Wahlsieges von George W. Bush sichtbar. Zum ersten Mal seit über 100 Jahren gewann ein republikanischer, wiedergewählte Präsident der USA gleichzeitig eine Mehrheit im Senat und im Abgeordnetenhaus. Und: von den 51 US-Staaten werden 28 von Republikanern regiert.

Die Demokraten und die US-Medien haben es bisher vermieden, die Wahlen in dieser Richtung zu analysieren – aber auch die Republikaner liessen sich von den „Wishfull-Thinkern“, die sich einen Präsidenten Kerry ersehnt hatten, zeitweise beeinflussen. Nur zögernd sahen sie ihren Kandidaten „W“ als uneingeschränkten Wahlsieger.

THE WALL STREET JOURNAL erinnerte sie nun zwei Monate nach den Wahlen daran, das George W. Bush bei seiner Wiederwahl mehr Stimmen gewinnen konnte, als die gesamte Bevölkerung Frankreichs ausmacht.

Die „konservativ-christliche Bush-Agenda“ kam offensichtlich bei der Mehrheit der US-Amerikaner an. Nun kann/will Bush auch seine sozialen Programme „umsetzen“. Sogar die teilweise Privatisierung der Social Security kann er jetzt in Angriff nehmen – ein Unternehmen, vor dem ein Ronald Reagan noch zurückschreckte, das Bush auch mit den Demokraten endlich durchsetzen will – ebenso wie eine Vereinfachung des Steuerrechts.

Neueste Wahlanalysen zeigen: Bushs Republikaner konnten erstmals in Bevölkerungsschichten Punkte sammeln, die traditionsgemäß demokratisches Territorium waren. Die gebildeten Amerikaner, Afro-Amerikaner, Latinos und auch die Frauen wählten dieses Mal mehrheitlich die Republikaner. Bill Clinton konnte noch 16 % der Frauenstimmen gewinnen, Gore nur noch 11 % und John F. Kerry lediglich 3 %. Die meisten Frauen sahen offenbar in der liberalen Politik des John Kerry einen “weiteren moralischen Niedergang“. Sie unterstützten mehrheitlich nicht dessen Abtreibungspolitik und auch nicht seine Haltung zum Schwulen- und Lesben-Recht.

Die spanisch sprechenden Latinos wählten 1996 nur zu 21 % republikanisch. Bush, der seine Wahlkampfreden auch in Spanisch halten konnte, überredete im Jahr 2004 jedoch 44 % Latinos.

Auch die mehrheitlich “demokratisch orientierten” Juden in USA, entschieden sich bei der letzten Präsidentenwahl zu 44 % für George W. Bush.

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