General Motors verzichtet auf Bürgschaften

GiNN-BerlinKontor.—EIL__EIL__EIL:_Der US-Auto-Konzern  General Motors  (GM) will alle Anträge auf staatliche Bürgschaften für seine Europa-Tochter OPEL zurückziehen.  GM verzichtet auf staatliche Hilfen aus Deutschland, England, Spanien und  Österreich.  Wie aus Detroit gemeldet wird, will der Konzern die Sanierung in Europa nun doch ausschließlich mit eigenen Mitteln durchführen.  Ein großer “Triumpf” für Bundeswirtschaftsminister Rainer BRÜDERLE (FDP),  der die von Deutschland geforderte Milliarden-Bürgschaft für den  “wieder gesunden Konzern” strikt abgelehnt hatte.

Bundeswirtschaftsmninister Brüderle erklärte in Berlin:  “Ich fühle mich in meiner Einschätzung bestätigt: General Motors hat die Mittel für eine Opel-Sanierung. Das war einer der wichtigsten Gründe, warum ich mich gegen staatliche Opelhilfen entschieden habe. Die Reaktion von Opel und General Motors zeigt auch: Eine marktwirtschaftliche Grundhaltung zahlt sich aus. Sie schont den Steuerzahler und sorgt für faire Wettbewerbsbedingungen.
General Motors  hat von seinem Recht als Eigentümer Gebrauch gemacht. Heute kann man sagen: GM scheint bereit zu sein, auch von seiner Eigentümerverantwortung gegenüber der Tochter Opel Gebrauch machen. Ich begrüße das sehr.”
Zusätzliche Werkschließungen oder Entlassungen bei Opel-Europa sollen nicht geplant sein. “Die Verträge über Standort-, Beschäftigungs- und Investitionszusagen sind rechtsverbindlich”, sagte der Vorsitzende des Opel-Betriebsrates, Klaus FRANZ. “Sie bleiben auch jetzt gültig.”

GM will europaweit jedoch 8300 der 48.000 Stellen abbauen. Ein Opel-Werk in Antwerpen/Belgien wird gechlossen.  Die deutschen Opel-Werke in Bochum, Rüsselsheim,  Eisenach und Kaiserslautern sollen erhalten bleiben.  Die Bundesländer mit Opel-Fabriken  – Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Thüringen – hatten nach dem Nein aus Berlin Opel  finanziellen Hilfe in Aussicht gestellt.

Opel-Chef Nick REILLY äußerte Kritik an der Entscheidung der Bundesregierung, dem Unternehmen keine Staatsbürgschaft zu gewähren. “Die Entscheidung der deutschen Regierung lwar eine Enttäuschung für uns”, sagte er und fügte hinzu: “Man hatte uns deutlich gemacht, dass die Bürgschaften, die andere europäische Unternehmen im Rahmen eines EU-Programms zur Abmilderung der gegenwärtigen Wirtschaftskrise erhalten haben, genauso für OPEL zur Verfügung stehen würden. Nach einem sehr langen, von den Regierungen vorgegebenen Prozess, stellt sich nun heraus, dass dies nicht der Fall ist.” Neue zeitaufwändige, komplexe Verhandlungen und eine weiterhin ungesicherte Finanzierung könne sich OPEL aber nicht erlauben, so der  Opel-CEO Reilly.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

* Copy this password:

* Type or paste password here:

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>