General Motors schließt Opel-Werk in Antwerpen

GiNN-BerlinKontor.-General Motors (GM) wird das Opel-Werk ( ca. 2 500 Mitarbeiter) in Antwerpen im Sommer 2010 schließen.  Der neue OPEL-Chef  Nick REILLY erklärte in Brüssel: “GK beabsichtigt, die Produktion in Antwerpen zur Jahresmitte einzustellen, ich weiß nicht, ob im Juni oder Juli”.  Die dortigen Produktionskapazitäten würden nicht mehr gebraucht, sagte der Opel-Chef: “Das hat nichts mit der Leistung der Arbeiter zu tun, es ist eine rein wirtschaftliche Entscheidung” fügte Reilly hinzu. Der bisher in Antwerpen produzierte Opel-”Astra”  könne  “auch an anderen Orten”  hergestellt werden – vermutlich in Bochum.

Reilly sagte, er sei sich bewusst, die diese Ankündigung die Beschäftigten in Antwerpen und ihre Familien schwer treffe und er “fühle mit ihnen”. General Motors werde die flämische Regierung über die Finanzierung von  “Umschulungsprogrammen” für die Belegschaft beraten.

Der Bochumer Opel-Betriebsratsvorsitzende Rainer EINENKEL solidarisierte sich mich den Opelarbeitern in Antwerpen. “Wir wollen keine Werksschließungen und betriebsbedingten Kündigungen, das haben wir immer gesagt und wir bleiben dabei.”  Wenn der Mutterkonzern General Motors (GM) die Schließung nicht zurücknehme, werde das  “Auswirkungen auf den noch zu verhandelnden Sanierungsbeitrag der Opel-Mitarbeiter haben”, so Einenkel.

OPEL-Gesamtbetriebsratschef Klaus FRANZ erklärte, die Belegschaft werde “keinen Cent”  Arbeitnehmerbeiträge für die Schließung des Werkes in Antwerpen leisten.  Er warf General Motors Vertragsbruch vor, weil der Konzern erst vor drei Jahren zugesagt habe, die Auslastung des belgischen Werks mit einem neuen Modell sicherzustellen. Die Beschäftigten in Antwerpen hätten für diese Zusage seit 2007 eine Gegenleistung im Wert von € 26 Millionen jährlich erbracht.

Nun will Opel-Chef Reilly den neuen SUV (Sports Utility Vehicle) in Südkorea bauen – das sei viel “ökonomischer”.  Der SUV ist rein optisch eine Art Geländewagen

Die General Motors-Führung  will die Umstrukturierung bei Opel bis Ende des Monats abschließen. Dabei sollen mehr als 8.300 Jobs der insgesamt 48.000 Stellen bei Opel und der britischen Schwestermarke Vauxhall gestrichen werden. In Deutschland werden rund 4.000 Stellen wegfallen, wie Reilly bestätigte.

Für die Umstrukturierung werden laut Reilly rund € 3,3 Milliarden benötigt. GM habe dafür bereits € 600 Millionen eingebracht, erinnerte Reilly. General Motors bemühe sich weiter um Beihilfen der Staaten mit Opel- und Vauxhall-Standorten. “Wie viel GM letztlich beitragen wird, hängt davon ab, zu welcher Lösung wir mit den verschiedenen Regierungen kommen”, so der Opel-Chef Nick Reilly.

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