GAZPROM droht erneut Kiew

iNN-BerlinKontor.—Moskau droht erneut mit einer Drossellung russischer Gaslieferungen nach West-Europa. Putin will offensichtlich die noch größere Abhängigkeit der deutschen Stromversorgung von Russland. Deutschland bezieht bereits ca. 40 % seines Gases aus der Russischen Föderation. GAZPROM droht gleichzeitg erneut mit einem sofortigen Lieferstopp in die Ukraine, weil Kiew angeblich nicht genug zahlt. Laut Gazprom-Chef Alexej MILLER führt dies “unweigerlich” zum Stopp russischer Gaslieferungen in die Ukraine in zwei Tagen. Das schaffe “erhebliche Risiken für Gaslieferungen nach Europa”, warnt Miller. Die Erdgas-Pipelines führen über die Ukraine nach Deutschland.

Vyacheslav KRPENKOV, Hauptgeschäftsführer der GAZPROM Germania GmbH, kritisierte nachdrücklich den “unkoordinierten und willkürliche Ausbau der erneuerbaren Energien” in Deutschland. Zwei Jahre nach der Energie-Wende werde sichtbar, dass es nicht nur um “ein paar Windräder oder Solarzellen” gehe , sondern um den kompletten Umbau des Energie-Systems. Seit der energiepolitischen Kehrtwendung durch die deutsche Bundesregierung sei jedoch nicht viel passiert.

Die Energiewende – so der Gazprom-HGF – hat bisher nur zu steigenden Preisen, weniger Versorgungssicherheit und vor allem zu einem wachsenden CO2-Ausstoß geführt. Darüber hinaus gehe der Ausbau der erneuerbaren Energien unbegrenzt weiter, “die Kosten ufern aus.”

Krpenkov wirbt nachdrücklich für Putins Machtkeule:  “Erdgas verdient die volle Anerkennung der Energie-Politik. Denn Erdgas ist nicht nur umweltfreundlich, sondern eignet sich auch als ein flexibles Sicherheitsnetz zum Ausgleich für erneuerbare Energie.”

Krpenkov: “Kanzlerin Merkel hat Recht mit ihrer Kritik, dass klimaschädliche Kohle-kraftwerke heute besser dastehen als neu gebaute Gaskraftwerke. Ersetzte man Kohlestrom durch Gas, verringerte sich der CO2-Ausstoß sofort um 50 bis 60 %. Denn erinnern wir uns: vor Fukushima war der Klimaschutz das höchste Ziel in Deutschland und in der EU. Davon hört man heute nichts mehr.”

Weiter heißt es, die Energie-Wende sei viel zu schnell und ohne Berücksichtigung internationaler Zusammenhänge beschlossen worden. “Die Nachbarstaaten Deutschlands kritisieren zunehmend, dass die Überproduktion des deutschen Ökostroms die Netzstabilität bedroht. Polen musste zum Beispiel deutsche Windenergie aufnehmen und über Tschechien weiterleiten, damit der Strom in Süddeutschland verbraucht werden kann. Das ist planlos und unwirtschaftlich.” Die “Orientierungslosigkeit” in der energiepolitischen Debatte müsse beendet werden.

Als einer der wichtigsten Erdgas-Lieferanten unterstütze GAZPROM die Energiewende mit besten Kräften. Deutschland sei traditionell Russlands wichtigster Partner und größter ausländischer Gas-Abnehmer. Jährlich würden rund 34 Milliarden Kubikmeter Erdgas nach Deutschland geliefert, erinnert Gazprom Germania.

GAZPROM Germani :”Wir möchten daher an die deutsche Politik appellieren, das Potential von Erdgas anzuerkennen und Rahmenbedingungen für eine bezahlbare und klimaschonende Energiewende zugleich zu ermöglichen.” (Quelle: gazprom-germania.de/

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