Gates kündigt schwere Kämpfe in Afghanistan an

GiNN-BerlinKontor.—-US-Verteidigungsminister Robert M. GATES hat auf der Afghanistan-Konferenz der 48-ISAF/NATO-Verteidigungsminister in Brüssel  nachdrücklich vor einem unkoordiniereten, vorschnellen Abzug der Truppen aus Afghanistan gewarnt. Erstmals nahm der neue deutsche Verteidigungsminister Thomas DE MAIZIERE (CDU) an dem Treffen der Verteidigungsminster teil. Den an der International Security Assistance Force (ISAF) beteiligten Regierungen sagte Gates, man solle nicht über einen überstürzten, nationalen Truppenabzug debattieren, sondern sich darauf konzentrieren, wie die Mission in Afghanistan erfolgreich beendet werden kann. (Gates: “There is too much talk about leaving and not enough talk about getting the job done right”). Es gelte nach wie vor der Grundsatz: „Gemeinsam hinein, gemeinsam heraus“ (‘In together, out together”).

Der Joint Afghan-NATO Transition Board – so Gates – habe den einzuhaltenen Fahrplan klar vorgegeben. Gates kündigte jedoch “noch härtere und schwerere Kämpfe” in den kommenden Monaten  an ( “Fierce fighting will come in the months ahead. There will be harder and heavier fighting in Afghanistan”).

Man dürfe jetzt nicht die erkämpften Erfolge gefährden,  mahnte Gates, sondern müsse weiterhin gezielt und koordiniert vorgehen.  Nach der von US-Präsident Barack H. OBAMA verfügten Verstärkung der US-Truppen sei es gelungen, die Taliban in vielen Provinzen aus ihren strategischen Schlüsselpositionen zurückzudrängen.

Gates forderte die NATO-und ISAF-Partner auf, die Unterstützung für die weitere Ausbildung und Ausrüstung der afghanischen Armee und Polizei zu verstärken und zusätzlich jährlich eine Milliarde Euro  für  den Afghan National Army Trust Fund zur Verfügung zustellen. Die US-Regierung investiert  laut Gates US-$ 12,6 Milliarden. Für die US-Streitkräfte in Afghanistan  bewilligte  der US-Kongress US$ 120 Milliarden. “Wenn wir in Afghanistan nicht gewinnen, siegt der Taliban”,  warnte Gates die Alliierten.

Auch NATO-Generalsekretär Anders Fogh RASMUSSEN forderten zur Geschlossenheit der ISAF-Staaten auf. „Es bleibt unser Ziel,  bis Ende 2014 die afghanischen Sicherheitskräfte in eigene Verantwortung für die Sicherheit zu überführen – aber Übergang bedeutet nicht, dass wir Afghanistan verlassen – im Gegenteil: unsere Kräfte werden bleiben, um die Afghanen zu unterstützen und auszubilden.“  (Quelle: American Forces Press Service/DoD))

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