Gabriel setzt auf Diplomatie

GiNN-BerlinKontor.—Der deutsche Außenminister Sigmar GABRIEL (SPD) hat am 21.09. in seiner Rede vor der UNO-Vollversammlung in New York vor “nationalem Egoismus” gewarnt. Keine Nation könne am Ende gewinnen, wenn sie versuche, nur die eigenen Interessen durchzusetzen. Gabriel will, dass im Konflikt um das nordkoreanische Atom- und Raketenprogramm weiterhin konsequent auf Diplomatie gesetzt wird.

Mit deutlicher Zielrichtung auf den US-Präsidenten Donald J. TRUMP (“America First”) sagte Außenminister Gabriel: “Nicht “Germany first”, sondern der Vorrang von europäischer und internationaler Verantwortung habe Deutschland Frieden und Wohlstand verschafft. Deutschland habe nach zwei schrecklichen Weltkriegen gelernt, in seinen ehemaligen Feinden Nachbarn und Partner zu erkennen und mit ihnen gemeinsam Verantwortung für das friedliche Miteinander zu übernehmen.

Nationaler Egoismus sehe “die Welt als eine Arena, eine Art Kampfbahn, in der jeder gegen jeden kämpft, und in der man allein oder in Zweckbündnissen seine Interessen gegen andere durchsetzen muss”, unterstrich Gabriel. In dieser Weltsicht herrsche das Recht des Stärkeren und nicht die Stärke des internationalen Rechts. “Ich bin sicher, dass wir uns dieser Weltsicht entgegenstellen müssen”, so der deutsche Außenminister.”Wir brauche mehr internationale Zusammenarbeit und weniger nationalen Egoismus und nicht umgekehrt.”

Gabriel: “Globale Probleme lassen sich nicht durch Konfrontation, sondern nur durch das oftmals mühsame Herausarbeiten gemeinsamer Interessen lösen. Am Ende gewinnt kein Land, keine Nation, wenn sie nur versucht die eigenen Interessen durchzusetzen. Denn wenn das alle tun würden, steigen die Konfrontationen und Konflikte und sinkt der Wohlstand.”

Das Motto Unser Land – so Gabriel weiter – führe nur zu mehr nationalen Konfrontationen und zu weniger Wohlstand. Am Ende gebe es nur Verlierer.

“Unserer historischen Erfahrung als Deutsche ist eine ganz andere: Erst seit wir nach zwei schrecklichen Weltkriegen gelernt haben, in unseren ehemaligen Feinden Nachbarn und Partner zu erkennen, mit denen wir gemeinsam Verantwortung für das friedliche Miteinander übernehmen wollen, erst seit dem geht es auch unseren eigenen Bürgern in Deutschland besser.”

Die Deutschen hätten gelernt, nicht Germany first” habe die Bundesrepublik “stark und wohlhabend gemacht, sondern nur ‘european and international responsibility first‘ hat auch uns Deutschen Frieden und Wohlstand verschafft, sagte Gabriel in seiner vielbeachteten Rede vor der UNO. In der internationalen Zusammenarbeit verliere niemand Souveränität, “sondern wir gewinnen alle zusammen neue Souveränität, die wir alleine als Nationalstaaten in der Welt von heute gar nicht mehr haben.” (Quelle: auswaertiges-amt.de)

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