G8-Gipfel in Deauville/Frankreich

GiNN-BerlinKontor.—Die Entwicklung in Nordafrika und im Nahen Osten, die Sicherheit der Kernenergie sowie die Lage der Weltwirtschaft: Dies sind die zentralen Themen des bevorstehenden G8-Gipfels in Deauville/Frankreich). Bundeskanzlerin Angela MERKEL (CDU) begrüßte ausdrücklich die Agenda der französischen G8-Präsidentschaft: Diese legt einen Fokus auf außen- und sicherheitspolitische Themen. Sie widmet den Gipfel ganz besonders auch der Beschäftigung mit den aktuellen Entwicklungen in der arabischen Welt und Nordafrika.

Die Gruppe der 8 (G8) ist ein informelles Forum der Staats- und Regierungschefs aus acht Industrieländern. Sie ist – wie die G20 – keine internationale Organisation, sie besitzt weder einen eigenen Verwaltungsapparat noch eine permanente Vertretung ihrer Mitglieder.  Auf Grund der informellen Strukturen spielt die jeweilige G8-Präsidentschaft eine besonders wichtige Rolle, in ihren Händen liegen die Organisation sowie die Agenda des Gipfels. 2011 hat Frankreich sowohl die G8- als auch die G20-Präsidentschaft inne. Dieses Jahr finden Gespräche mit Partnern aus Nordafrika und dem südlichen Afrika statt. So nehmen etwa die Premierminister aus Ägypten und Tunesien teil.

Im Themenkomplex “Weltwirtschaft” spielt der Abschluss der aktuellen Verhandlungsrunde der Welthandelsorganisation (so genannte “Doha-Runde”) eine wichtige Rolle. Die G8 streben, wie auch schon beim letzten Gipfel in Kanada 2010 bekräftigt, einen erfolgreichen Abschluss der Doha-Runde an.

Ende 2011 findet im südafrikanischen Durban die COP 17-Klimakonferenz statt. Präsident Zuma aus Südafrika wird beim G8-Gipfel über den aktuellen Stand der Verhandlungen berichten. Deutschland setzt sich dafür ein, in der G8 der Umwelt- und Klimapolitik weiterhin einen hohen Stellenwert einzuräumen.

Angesichts der Atomkatastrophe in Japan ist die Behandlung des Themas nukleare Sicherheit besonders wichtig. Wie können weltweit höchstmögliche Standards bei Kerkraftwerken eingehalten werden? Auch diese Frage wird die Staats- und Regierungschefs beschäftigen. (BPA)

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