Friedrich: Terrorgefahr nicht gebannt

GiNN-BerlinKontor.—Zum Tod des Al-Qida-Anführers, Osama bin Laden, erklärte der deutsche Innenminister Hans Peter FRIERICH in Berlin: “Osama bin Laden steht symbolisch für den Massenmord an tausenden von Menschen, für einen Terrorismus der Menschenverachtung und der Unmenschlichkeit. Daher glaube ich, dass jeder, der die Bilder vom 11. September 2001 noch vor Augen hat, heute die Freude, die die ganze westliche Welt aber vor allem unsere amerikanischen Freunde empfinden, nachvollziehen kann.”

Der Tod von Osama bin Laden zeigt, dass am Ende Freiheit und Gerechtigkeit siegen. Bin Laden war eine Identifikationsfigur des menschenverachtenden Terrorismus. Wir haben  die Hoffnung, dass nun auch diejenigen, die sich mit seiner Ideologie bislang verbunden fühlten, einsehen, dass am Ende Freiheit und Gerechtigkeit den Sieg davontragen.

Trotz alledem ist es verfrüht zu glauben, dass mit dem Tod Osama bin Ladens die Gefahr durch den internationalen Terrorismus gebannt ist.

In den letzten 10 Jahren haben sich Netzwerke von terroristischen Zellen gebildet, die nach wie vor existieren. Das Al-Qaida-Netzwerk ist jetzt möglicherweise geschwächt. Wir hoffen, dass es entscheidend geschwächt ist. Aber in jedem Fall besteht die Bedrohung durch den Terrorismus weiterhin. Und deswegen ist es notwendig, dass wir auch weiterhin wachsam sind.

Freiheit setzt immer voraus, dass man wachsam ist. Je mehr Bewegungsfreiheit man in den einzelnen Ländern schafft und  Kontrollen abbaut, desto mehr ist auch die Wachsamkeit der ganzen Bevölkerung gefragt und gefordert. Es gilt, unsere Freiheit gerade gegen diejenigen zu verteidigen, die menschenverachtend in der Art und Weise der Terroristen der al Qaida agieren.

Die internationale Zusammenarbeit gegen den Terrorismus ist sehr wichtig. Das ist auch der Grund dafür, dass ich jetzt auf dem Weg in die Vereinigten Staaten bin, wo ich meine Gegenüber auf US-Seite, sowohl den Justizminister, als auch die Ministerin für Heimatschutz treffen werde, die für den Bereich der Terrorismusbekämpfung zuständig sind.

Wir haben eine enge Kooperation mit unseren amerikanischen Freunden. Und ich glaube, dass dieses internationale Netzwerk gegen Schwerverbrecher und Terroristen auch weiterhin von großer Bedeutung sein wird.”

Vom 2. bis 4. Mai besucht Bundesinnenminister Friedrich die USA, um sich mit seinen amerikanischen Kollegen über die Terrorbekämpfung, die Sicherheitslage in Nordafrika und die Bekämpfung von Kinderpornografie und Internetkriminalität auszutauschen. Die aktuellen Ereignisse um den Tod von Osama Bin Laden werden im Rahmen der Gespräche zur Terrorbekämpfung eine Rolle spielen.

In Washington D.C. wird Friedrich mit US-Heimatschutzministerin Janet Napolitano, mit Justizminister Eric Holder sowie dem stellvertretenden Nationalen Sicherheitsberater der USA, John Brennan, zusammentreffen. Auch ein Besuch im National Center for Missing & Exploited Children (Internationales Zentrum für vermisste und ausgebeutete Kinder) steht auf dem Programm. (BMI-Bund)

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