Friedensnobelpreis 2017 an ICAN

GiNN-BerlinKontor.—Der Friedensnobelpreis 2017 geht an die “Internationale Kampagne zur atomaren Abrüstung”=ICAN. Die Organisation erhält die Auszeichnung für “ihre Arbeit, Aufmerksamkeit auf die katastrophalen humanitären Konsequenzen von Atomwaffen zu lenken”, wie das norwegische Nobel-Komitee in Oslo bekanntgab. ICAN (International Campaign to Abolish Nuclear Weapons) habe sich “bahnbrechend um ein vertragliches Verbot solcher Waffe bemüht”.

ICAN wurde 2007 bei der Konferenz des Atomwaffensperrvertrag in Wien von der Organisation Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) und anderen Organisationen ins Leben gerufen und in zwölf Ländern gestartet. 2011 hatte die Kampagne 200 Mitgliedsorganisationen in 60 Ländern.

Der diesjährige Friedensnobelpreis wird am 10. Dezember, dem Todestag des Preisstifters Alfred NOBEL, in Oslo verliehen. In seinem Testament legte der Dynamit-Erfinder fest, die Auszeichnung solle an denjenigen gehen, der “am meisten oder besten für die Verbrüderung der Völker und die Abschaffung oder Verkleinerung  stehender Armeen” gewirkt hat.

Der Stifter des Friedensnobelpreises war der schwedische Chemiker, Ingenieur  und Fabrikant Alfred Bernhard NOBEL -  geboren am 21. Oktober 1833 in Stockholm, gestorben am 10. Dezember 1896 in San Remo. Es wurden ihm insgesamt 355 Patente zugesprochen. Nobel gilt als Entdecker des Sprengstoffs Dynamit.

Alfred Bernhard NOBEL (1833 -1896) wurden insgesamt 355 Patente zugesprochen. Er  hatte in seinem Testament verfügt, dass in seinem Sinne Auszeichnungen für besondere Verdienste auf den Gebieten der Friedenshaltung, der Wissenschaften und der Kultur multinational vergeben werden sollten.

Nobels “dynamisches, gigantisches Zinskapital” sollte erst dann zur Verteilung kommen, wenn sein “Tod unwiderruflich festgestellt” sei. Nobel in seinem Testament: “Ich ordne als meinen ausdrücklichen Wunsch und Willen an, daß mir nach meinem Tode die Pulsadern geöffnet werden und daß – nachdem dies geschehen und von kompetenten Ärzten deutliche Anzeichen des Todes festgestellt worden sind – meine Leiche in einem sogenannten Krematorium verbrannt wird.”

Es war der deutsche Diktator Adolf HITLER, der die Auszeichnung des deutschen Journalisten von  Carl VON OSSIETZKY mit dem Friedensnobelpreis im Jahr 1936 als  “unerhörte Provokation”  bezeichnete, weil Ossietzky unter anderem als Chefredakteur der polit-satirischen WELTBÜHNE über geheime Rüstungsaufträge der Reichswehr berichtet hatte.   Er wurde deswegen 1931 zu 18 Monaten Gefängnis im Konzentrationslager Papenburg verurteilt. Carl von Ossietzky starb 1938 an den  gesundheitlichen Folgen der KZ-Haft.

Hitler hatte damals in Oslo durch seinen Außenminister Konstantin VON NEURATH  gegen die Verleihung des Friedens-Nobel-Preises an Carl von Ossietzky  “scharfen Protest” eingelegt.  Dies sei – so Hitler – “eine bewußte und beleidigende Herausforderung Deutschlands.”  Am 31. Januar 1937 erließ die deutsche Reichsregierung in Berlin eine Verordnung, die – als  “Konkurrenzunternehmen”  zu dem Nobel-Preis – eine “Stiftung Deutscher Nationalpreis” einführte.  Hitlers Begründung:  “…um für alle Zukunft beschämenden Vorgängen vorzubeugen”. Die Annahme eines Nobel-Preises wurde allen Deutschen untersagt.

Nach der Auszeichnung von Ossietzky 1936 erhielt Hitler jedoch Schützenhilfe von den Nachkommen Nobels. In Stockholm ließen Hajlmar Nobel, Ludwig, Nobel und Ingeborg Rodderstobbe-Nobel mitteilen:  “Wir mißbilligen nach unserer Einstellung die Zuteilung des Friedens-Nobel-Preises an den von deutschen Gerichten wegen Landesverrates rechtskräftig verurteilten Carl von Ossietzky auf das Schärfste und sind der Auffassung, daß diese Zuteilung sich mit den Absichten des Stifters, einen Preis für Männer auszusetzen, die sich um den Frieden in der Welt verdient gemacht haben, nicht vereinbaren läßt. 29.11.1936 zu Stockholm.”

Diese Reaktion zeigt, wie sehr die Menschen zur Zeit des Dritten Reiches”  – selbst im neutralen Schweden – vom Ungeist der Nazis intoxikiert waren.  Richtig ist jedoch, dass die Friedens-Nobel-Preise wohl nicht immer an Frauen und Männer  “im Sinne des Stifters Nobel” verliehen wurden. (Quelle.globalinetnews-berlinkontor)

 

 

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

* Copy this password:

* Type or paste password here:

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>