Friedensnobelpreis 2016

GiNN-BerlinKontor.—Der Friedensnobelpreis 2016 geht an den kolumbianischen Präsident Juan Manuel SANTOS für seine Bemühungen um den Frieden in dem Land, so das norwegische Nobelpreiskomitee am 07.10.2016. “The Norwegian Nobel Committee has decided to award the Nobel Peace Prize for 2016 to Colombian President Juan Manuel Santos for his resolute efforts to bring the country’s more than 50-year-long civil war to an end, a war that has cost the lives of at least 220 000 Colombians and displaced close to six million people.”

Stifter des Friedensnobelpreises war der schwedische Chemiker, Ingenieur und Fabrikant Alfred Bernhard NOBEL (geboren am 21. Oktober 1833 in Stockholm, gestorben am 10. Dezember 1896 in San Remo). Es wurden ihm insgesamt 355 Patente zugesprochen. Nobel gilt als Entdecker des Sprengstoffs Dynamit.

Alfred Bernhard NOBEL (1833 -1896)  wurden insgesamt 355 Patente zugesprochen. Er hatte in seinem Testament verfügt, dass in seinem Sinne Auszeichnungen für besondere Verdienste auf den Gebieten der Friedenshaltung, der Wissenschaften und der Kultur multinational vergeben werden sollten.

Nobels “dynamisches, gigantisches Zinskapital” sollte erst dann zur Verteilung kommen, wenn sein “Tod unwiderruflich festgestellt” sei. Nobel in seinem Testament: “Ich ordne als meinen ausdrücklichen Wunsch und Willen an, daß mir nach meinem Tode die Pulsadern geöffnet werden und daß nachdem dies geschehen und von kompetenten Ärzten deutliche Anzeichen des Todes festgestellt worden sind meine Leiche in einem sogenannten Krematorium verbrannt wird.”

Es war der deutsche Diktator Adolf HITLER, der die Auszeichnung des deutschen Journalisten von Carl VON OSSIETZKY mit dem Friedensnobelpreis im Jahr 1936 als “unerhörte Provokation” bezeichnete, weil Ossietzky unter anderem als Chefredakteur der polit-satirischen WELTBÜHNE über geheime Rüstungsaufträge der Reichswehr berichtet hatte. Er wurde deswegen 1931 zu 18 Monaten Gefängnis im Konzentrationslager Papenburg verurteilt. Carl von Ossietzky starb 1938 an den gesundheitlichen Folgen der KZ-Haft.

Hitler hatte damals durch seinen Außenminister Konstantin VON NEURATH gegen die Verleihung des Friedens-Nobel-Preises an Carl von Ossietzky “scharfen Protest” eingelegt. Dies sei so Hitler “eine bewußte und beleidigende Herausforderung Deutschlands.”

Am 31. Januar 1937 erließ die deutsche Reichsregierung in Berlin eine Verordnung, die als “Konkurrenzunternehmen” zu dem Nobel-Preis eine “Stiftung Deutscher Nationalpreis” einführte. Hitlers Begründung: “…um für alle Zukunft beschämenden Vorgängen vorzubeugen”. Die Annahme eines Nobel-Preises wurde allen Deutschen untersagt.

Nach der Auszeichnung von Ossietzky 1936 erhielt Hitler jedoch Schützenhilfe von den Nachkommen Nobels. In Stockholm ließen Hajlmar Nobel, Ludwig, Nobel und Ingeborg Rodderstobbe-Nobel mitteilen: “Wir mißbilligen nach unserer Einstellung die Zuteilung des Friedens-Nobel-Preises an den von deutschen Gerichten wegen Landesverrates rechtskräftig verurteilten Carl von Ossietzky auf das Schärfste und sind der Auffassung, daß diese Zuteilung sich mit den Absichten des Stifters, einen Preis für Männer auszusetzen, die sich um den Frieden in der Welt verdient gemacht haben, nicht vereinbaren läßt. 29.11.1936 zu Stockholm.”

Diese Reaktion zeigt, wie sehr die Menschen zur Zeit des Dritten Reiches” selbst im neutralen Schweden vom Ungeist der Nazis intoxikiert waren. Richtig ist jedoch, dass die Friedens-Nobel-Preise wohl nicht immer an Frauen und Männer “im Sinne des Stifters Nobel” verliehen wurden. (Quellen: noberprize.org/berlinkontor.de)

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