Friedensnobelpreis 2013

GiNN-BerlinKontor.—Der Friedensnobelpreis 2013 geht an die Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW=Organisation for the Prohibition of Chemical Weapons). Das Nobel-Komitee unterstrich ausdrücklich den Einsatz der OPCW-Inspektoren und -Experten zur Vernichtung der chemischen Waffen in Syrien. Die OPCW ist seit 1997 zuständig für die Umsetzung der Chemiewaffen-Konvention, der bisher 189 Staaten beigetreten sind. Am 14.10. soll nun auch Syrien Mitglied werden.

Der deutsche Außenminister Guido WESTERWELLE  erklärte zur Entscheidung des Osloer Nobelpreiskomitees: “Dieser Friedensnobelpreis wird der Abrüstung weltweit neuen Schub verleihen. Die Entscheidung des Nobelpreiskomitees ist eine Ermutigung für alle diejenigen, die sich weltweit für Abrüstung und Nichtverbreitung von Massenvernichtungswaffen engagieren. Der Friedensnobelpreis für die Organisation zum Verbot Chemischer Waffen ist eine verdiente Auszeichnung für langjährige erfolgreiche Arbeit und mutiges Engagement in einem zentralen Bereich der Abrüstungspolitik.

Gerade in diesen Tagen leistet die OVCW mit ihrem Einsatz in Syrien einen enormen wichtigen Beitrag zur Kontrolle und Vernichtung von chemischen Waffen. Deutschland unterstützt die Arbeit und den Einsatz der OVCW in Syrien und weltweit mit ganzer Kraft.” (Quelle: AA)

 

Die OPCW hat den Auftrag, die Chemiewaffenbestände der Vertragsstaaten zu überprüfen und deren Vernichtung zu veranlassen und zu kontrollieren. Dabei arbeitet sie eng mit den Vereinte Nationen (UNO) zusammen. Nach OPCW-Angaben wurden bisher rund 58.000 Tonnen chemischer Kampfstoffe vernichtet.

DIE WELT kommentierte, es wäre “eigentlich besser gewesen, die Organisation hätte den Nobelpreis erst nach Bestehen ihrer ersten wirklichen Bewährungsprobe erhalten. Denn mit dem Prinzip Hoffnung ist das Nobelpreiskomitee ja schon einige Male zuvor böse auf die Nase gefallen.”

Wir dokumentieren die Nobelptreis-Erklärung von 11. Oktober 2013:“The Norwegian Nobel Committee has decided that the Nobel Peace Prize for 2013 is to be awarded to the Organization for the Prohibition of Chemical Weapons (OPCW) for its extensive efforts to eliminate chemical weapons.

During World War One, chemical weapons were used to a considerable degree. The Geneva Convention of 1925 prohibited the use, but not the production or storage, of chemical weapons. During World War Two, chemical means were employed in Hitler’s mass exterminations. Chemical weapons have subsequently been put to use on numerous occasions by both states and terrorists. In 1992-93 a convention was drawn up prohibiting also the production and storage of such weapons. It came into force in 1997. Since then the OPCW has, through inspections, destruction and by other means, sought the implementation of the convention. 189 states have acceded to the convention to date.

The conventions and the work of the OPCW have defined the use of chemical weapons as a taboo under international law. Recent events in Syria, where chemical weapons have again been put to use, have underlined the need to enhance the efforts to do away with such weapons. Some states are still not members of the OPCW. Certain states have not observed the deadline, which was April 2012, for destroying their chemical weapons. This applies especially to the USA and Russia.

Disarmament figures prominently in Alfred Nobel’s will. The Norwegian Nobel Committee has through numerous prizes underlined the need to do away with nuclear weapons. By means of the present award to the OPCW, the Committee is seeking to contribute to the elimination of chemical weapons.”

“Das norwegische Nobelkomitee hat entschieden, dass der Friedensnobelpreis 2013 verliehen wird an die Organisation für das Verbot von Chemiewaffen für ihre umfangreiche Arbeit zur Vernichtung chemischer Waffen. Während des Ersten Weltkriegs wurden chemische Waffen in erheblichem Umfang eingesetzt. Die Genfer Konvention von 1925 hat den Einsatz chemischer Waffen verboten, aber nicht die Produktion oder die Lagerung chemischer Waffen.

Während des Zweiten Weltkriegs wurden chemische Waffen von Hitler bei der Massenvernichtung von Menschen, bei der Massentötung eingesetzt. Sie wurden mehrfach eingesetzt von Staaten und Terroristen. 1992 bis 1993 wurde eine Konvention verabschiedet, die auch die Produktion und Lagerung chemischer Waffen verbot. Die wurde 1997 in Kraft gesetzt. Seitdem hat die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) die Aufgabe, Inspektionen durchzuführen für die Implementierung dieser Konvention.” (Quelle: nobelprize.org-en/d)

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