Freihandelsankommen EU-Südkorea

GiNN-BerlinKontor.-—Am 16.09. ist in Brüssel ein Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union  (EU) und der Republik Korea  unterzeichnet  worden. Die  vorläufige Anwendung wurde auf  Anfang Juli 2011 festgelegt,  teilen das Bundseswirtschaftsministerium und das Auswärtige Amt in Berlin mit. Die Verhandlungen waren bereits 2007 unter deutscher EU-Ratspräsidentschaft begonnen worden.

Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Rainer BRÜDERLE (FDP) erklärte dazu:  “Das Freihandelsabkommen mit Südkorea bietet deutschen Unternehmen gute Exportchancen. Bis zuletzt hat Deutschland in Brüssel für die schnelle Unterzeichnung geworben. Dieser Erfolg zeigt auch, dass die Kooperation zwischen Wirtschaftsministerium und Außenministerium zum Wohle der exportorientierten deutschen Wirtschaft sehr gut funktioniert. Ich hätte mir einen früheren Zeitpunkt für den Beginn des Zollabbaus gewünscht. Wichtig ist aber, dass wir das Abkommen jetzt unter Dach und Fach haben. Das Abkommen ist ein klares Bekenntnis für offene Märkte und gegen Protektionismus.”

Bundesaußenminister Guido WESTERWELLE (FDP) sagte:  “Die Unterzeichnung des Freihandelsabkommens mit Südkorea ist ein sehr gutes Ergebnis. Das Freihandelsabkommen mit Südkorea kann Vorbild sein für weitere Handelsabkommen, die Deutschland und die EU mit anderen Partnern in Asien anstreben. Besonders im Bereich des Abbaus nicht-tarifärer Handelshemmnisse haben wir sehr gute Ergebnisse erzielt. Die Bundesregierung hat sich intensiv für einen schnellen Abschluss und für die Interessen der deutschen Unternehmen eingesetzt.”

Mit dem Abkommen ist es erstmals gelungen, einen umfassenden Abbau nicht-tarifärer Handelshemmnisse durchzusetzen. Das wird vor allem die Exportchancen der Automobilwirtschaft verbessern.

Die deutsche Wirtschaft erwartet jetzt zusätzliche Exportchancen im Bereich des Maschinenbaus, der Chemie- und Pharmaindustrie, im Elektrotechniksektor sowie Dienstleistungssektor.

Italien hatte zunächst auf eine Verschiebung des Inkrafttretens bestanden, um zum Beispiel dem  Autokonzern FIAT Gelegenheit zu geben, sich auf den Konkurrenten aus Südkorea “besser einzustellen”.
Das EU-Südkorea-Abkommen soll im Oktober offiziell unterzeichnet werden. Es gilt als Auftakt für weitere Freihandelsverträge mit asiatischen Staaten. Es wird mit einer Steiegrung des Handelsvolumen um € 19 Milliarden gerechnet.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

* Copy this password:

* Type or paste password here:

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>