Fiskus kassierte € 552 Mrd

GiNN-BerlinKontor.-–Im Kalenderjahr 2012 betrugen die bei Bund und Ländern eingegangenen Steuereinnahmen € 551,8 Milliarden – das sind € 24,5 Mrd oder 4,7 % mehr als im Jahr 2011. Die Wachstumsdynamik hat dabei mit 2,1 % im 4. Quartal 2012 – nach 2,9 % beziehungsweise 8,1 % im 2. und 3. Quartal 2012 – deutlich nachgelassen, so das Bundesfinanzministerium.

Die gemeinschaftlichen Steuern übertrafen ihr Vorjahresergebnis im Kalenderjahr 2012 um 5,6 %. Im gesamten Berichtszeitraum 2012 wiesen die veranlagte Einkommensteuer, die nicht veranlagten Steuern vom Ertrag und die Körperschaftsteuer die höchsten Zuwachsraten aus, während die Lohnsteuer und die Steuern vom Umsatz mit hohen absoluten Zunahmen gegenüber dem Vorjahr maßgeblich zum Mehraufkommen beitrugen.

Das Kassenaufkommen aus der Lohnsteuer stieg im Kalenderjahr 2012 um 6,7 % und profitierte dabei auch von der abnehmenden Zahl der Kindergeldkinder und der somit aus dieser Steuer zu leistenden Kindergeldzahlungen, die das Vorjahresniveau nur unwesentlich überschritten (0,2 %). Bei der Altersvorsorgezulage ist ein leichter Rückgang um 0,7 % festzustellen. Hier kam es insbesondere zu Jahresbeginn zu verstärkten Rückforderungen gezahlter Leistungen an nicht anspruchsberechtigte Personen für zurückliegende Jahre. Maßgeblich für den kräftigen Anstieg des Lohnsteueraufkommens sind jedoch die deutlich verbesserte Lage auf dem Arbeitsmarkt mit einer Zunahme der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Arbeitnehmer sowie die tariflichen Lohnerhöhungen und die Besoldungsanpassungen im 3. Quartal 2012.

Die veranlagte Einkommensteuer brutto lag im Berichtszeitraum 2012 um 8,8 % über dem Vorjahresniveau. Da die vom Bruttoaufkommen in Abzug gebrachten Arbeitnehmererstattungen nach § 46 Einkommensteuergesetz (EStG) den Vorjahresstand nur um 0,6 % übertrafen – während die Zahlungen von Eigenheimzulagen sich durch den Wegfall eines weiteren Förderjahrgangs um 42,6 % reduzierten -, stieg das Kassenaufkommen der veranlagten Einkommensteuer um 16,5 % gegenüber dem Vorjahresergebnis. Die Vorauszahlungen haben im Gesamtjahr 2012 ein sehr hohes Niveau erreicht. Hieraus kann auf eine anhaltend gute Ertragslage der Selbständigen, der Einzelunternehmer und der Personengesellschaften geschlossen werden.

Die Energiesteuer als die aufkommensstärkste Bundessteuer musste im Kalenderjahr 2012 Mindereinnahmen von 0,7 Mrd. € beziehungsweise 1,8 % hinnehmen. Während das Aufkommen aus der Energiesteuer auf Heizöl noch um 2,6 % stieg, sanken die Einnahmen aus der Energiesteuer auf Erdgas um 12,8 %. Bei Letzterer spielt allerdings die hohe Vorjahresbasis eine Rolle; zum anderen dürften die hohen Energiepreise und der bislang eher milde Winter das Ergebnis beeinflussen. Die beiden Teilkomponenten der Energiesteuer machen allerdings nur circa ein Zehntel des Gesamtaufkommens aus. Die den Großteil des Aufkommens generierende Besteuerung des Kraftstoffverbrauchs unterschritt das Vorjahresniveau um 1,0 %.

Der Solidaritätszuschlag konnte dank des Zuwachses bei seinen Bemessungsgrundlagen Lohnsteuer, veranlagte Einkommensteuer, Körperschaftsteuer, nicht veranlagte Steuern vom Ertrag und Abgeltungsteuer auf Zins und Veräußerungserträge im Berichtszeitraum 2012 Mehreinnahmen von 6,6 % verzeichnen. Auch die Versicherungsteuer (+ 3,6 %) meldete hohe Zuwächse. (Quelle: BMF)

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