Finanzwirtschaft gibt Athen über € 8 Mrd

GiNN-BerlinKontor.—Mit großer Mehrheit hat der Deutsche Bundestag am 08.05. dem Hilfspaket für Griechenland zugestimmt, mit dem die Zahlungsunfähigkeit Griechenlands aufgefangen werden soll.  Von den anwesenden 601 Bundestagsabgeordneten stimmt 390 zu, 139 enthielten sich und 72 MdBs stimmten mit Nein.  Die SPD-Fraktion übte Stimmenthaltung, Die Linke stimmte geschlossen dagegen. Deutschland sagt Griechenland im Rahmen des “Nothilfepakets” der Euro-Staaten und des Internationalen Währungsfonds (IWF) Kredite im Volumen von € 22 Milliarden über drei Jahre zu.  Bundesfinanzminister Wolfgang SCHÄUBLE (CDU) hatte vor der Abstimmung erklärt, es gehe um eine Entscheidung „im Interesse unserer Chancen für eine Zukunft in Frieden, soziale Sicherheit und stabile, nachhaltiger Verhältnisse“. 

Der Beitrag der deutschen Kredit- und Versicherungswirtschaft zur Aufrechterhaltung der Finanzierung der Hellenischen Republik für die nächsten drei Jahre  beläuft sich auf ein Volumen an Krediten und Anleihen von gut € 8 Milliarden.  Dies bestätigte das Bundesfinanzministerium. Zunächst waren knapp € 2 Mrd im Gespräch. Die Branche wird vermutlich unter anderem Anleihen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zeichnen und Kredite für den griechischen Staat und griechische Firmen nicht kündigen.

Die Finanzwirtschaft hatte am  04. Mai  nach einem Gespräch mit dem Bundesfinanzminister eine Beteiligung am griechischen Hilfspaket zugesagt. Banken und Versicherungen hatten sich bereit erklärt, bestehende Kreditlinien und das Anleihe-Engagement für die dreijährige Laufzeit des Hilfsprogramms aufrecht zu erhalten.

Europa steht nach Ansicht des Chefs der Deutschen Bank, Josef ACKERMANN, vor einem Wendepunkt. Er sehe eine größere europäische Integration, wenn in der derzeitigen Finanzkrise um Griechenland alles richtig gemacht werde, sagte Ackermann dem Schweizer Fernsehen. „Ich sehe ein großes Risiko, wenn andere Länder noch mit einbezogen werden in die krisenhafte Entwicklung. Dann kann es sein, dass Europa in den Grundfesten erschüttert wird“, so Ackermann.

Den Euro sieht der Deutsche Bank-Chef derzeit noch nicht gefährdet.  Ackermann: „Die Emotionen werden schnell korrigiert, wenn die Problematiken Griechenlands und anderer südeuropäischer Länder gelöst sind“.

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