Finanzkrise: Schweizer Zentralbank greift ein

GiNN-BerlinKontor.—Die Nationale Notenbank (SNB)  strebt wegen der “gegenwärtig massiven Überbewertung des Schweizer Frankens” und der “akuten Bedrohung für die Schweizer Wirtschaft”, welches “das Risiko einer deflationären Entwicklung birgt”, eine deutliche und dauerhafte Abschwächung des Frankens an. Die SNB toleriert  am Devisenmarkt ab sofort keinen Euro-Franken-Kurs unter dem Mindestkurs von 1.20.

Die Schweizer Zentralbank will den Mindestkurs “mit aller Konsequenz durchsetzen” und ist bereit, unbeschränkt Devisen zu kaufen, so die SNB am 06.09.

Der EURO, der zuvor auf US-$ 1,406 gesackt war, erholte sich schnell auf 1,4220. Auch zu den  Währungen Yen oder britisches Pfund notierte der EURO fester.

Die Europäische Zentralbank(EZB)  reagierte so: “Der Rat der Europäischen Zentralbank wurde von der Schweizerischen Nationalbank über deren Entscheidung informiert, ab sofort keinen EUR/CHF-Wechselkurs unter dem Mindestkurs von 1,20 CHF zu tolerieren.  Der EZB-Rat nimmt diese von der Schweizerischen Nationalbank in eigener Verantwortung getroffene Entscheidung zur Kenntnis.” (bundesbank.de)
Der Franken sei auch bei 1.20 pro EURO hoch bewertet – heißt es -  und sollte sich über die Zeit weiter abschwächen. Falls die Wirtschaftsaussichten und die deflationären Risiken es erfordern, will die SNB weitere Massnahmen ergreifen. (Quelle: snb.ch)

Der Goldpreis erreichte nach Bekanntwerden der SNB-Aktion die Rekordhöhe von über US-$ 1900 pro Unze. Im August 2011 hatte die Schweizer Zentralbank die Frankenstärke bereits auf fast Null gesenkt. “Die massive Überbewertung des Schweizer Frankens stellt eine Bedrohung für die Wirtschaftsentwicklung in der Schweiz dar und hat die Abwärtsrisiken für die Preisstabilität weiter erhöht”, hieß es. Die Folge: Investoren in aller Welt rasten in die Schweizer Währung und den japanischen Yen.

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