“Fehlstart” des SPD-Kandidaten

GiNN-BerlinKontor.—Peer STEINBRÜCK, designierter Kanzlerkandidat der SPD, wegen seiner  hohen Vortragshonorare  ”unter Flak”, sagte der BILD am SONNTAG (25.11.): “Natürlich erleichtert ein gewisses Vermögen das Leben ungemein.” Seine Bewerbung um die Kanzlerkandidatur zeige jedoch , dass ihm “dieses politische Engagement” wichtiger sei als Geld.  Die Bundestagswahl nächtes Jahr nannte Steinbrück “ein offenes Rennen”.

Peer Steinbrück, der noch zwei Jahre lang bei der Bundeswehr seinen Wehrdiienst
absolvierte – letzter Dienstgrad Leutnant – wird 66 Jahre alt am 10.01.2013.

Mit den grünen Spitzenkandidaten Jürgen TRITTIN und mit Katrin GÖRING-ECKHARDT will sich Steinbrück natürlich zusammensetzen, um die Strategie des rot-grünen Wahlkampfes abzustimmen: “Ich halte gemeinsame Gespräche für politisch geboten, da beide Parteien gemeinsam regieren wollen.”

Griechenland – weiß der Mann, der Angela Merkel im Kanzleramt ablösen will – werde in den nächsten 8 Jahren nicht auf die Kapitalmärkte zurückkehren. Es brauche daher Brücken. “Für diese Brücken müssen wir sorgen, und das kostet Geld.” Für den Zusammenhalt Europas müssten auch  ”die Deutschen Opfer bringen”.

Steinbrück erinnerte  daran, dass an  Griechenland (bisher) kein Cent geezahlt wurde, wir aber “Garantien” gaben. Es sei jedoch “gut möglich, dass diese Garantien fällig werden.”

Nach den zunächst gescheiterten Gesprächen in Brüssel über den EU-Haushalt am 23.11.sagte Steinbrück, es gehe nicht nur um den EURO. Es sei vielmehr “ganz wichtig, dass wir als stärkstes Land uns nicht selbst isolieren oder isoliert werden.” Steinbrück: “Keine Frage, das ist schon eine Krise.”

Auf die BamS-Frage, warum die Deutschen den Kanzler wechseln sollten, zumal es den Deutschen gut gehe, im Land herrsche doch Rekordbeschäftigung mit steigenden Löhnen und Renten, antwortete der SPD-Kandidat für das Regierungsamt in Berlin: “Die Menschen merken, dass in diesem Land einiges aus dem Lot zu geraten droht. Sie wünschen sich, dass an die Stelle des ICH mehr das WIR in den Blick genommen werden soll. Gesellschaftlicher Zusammenhalt, mehr Miteinander sind gefragt.” Auch müssten “wir aufpassen, dass wir nicht zurückfallen in einen gefährlichen Nationalismus”, so Steinbrück.

Zu seinem “Fehlstart” als SPD-Kanzlerkandidat räumte Peer Steinbrück ein, er hätte damit rechnen müssen, dass die “Debatte” über seine Honorarverträge die Startphase seiner Kandidatur belasten würde. “Ich bleibe aber dabei, dass ich nichts Unrechtes getan und maximale Transparenz hergestellt habe.”

Steinbrück ist überzeugt, dass “die Bürger über Politik und die Themen reden wollen, die ihnen von Energie-Preisen über Niedriglöhne und Bildungsfragen bis hin zu Mieten unter den Nägeln brennen.” Außerdem hätten “die Menschen” nicht vergessen, dass er in der Großen Koalition als Finanzminister “Krisenmanagement erfolgreich betrieben habe”. Er sei sicher, dass “die Bürger meine Leistungen als Politiker in eine angemessene Relation zum Thema Vortragshonorare oder zum Einsatz meiner Bahncard als Abgeordneter zu stellen wissen”, so Steinbrück. Die Veranstaltung bei den Bochumer Stadtwerken, wo Steinbrück ein Vortragshonorar von € 25 000 kassierte, nannte er “einen Fehler, den ich zu spät bemerkt habe.”

Zur Frage, ob er die Entscheidung “gegen Angela Merkel anzutreten”, schon bereut habe, zitierte Steinbrück den 33. US-Präsidenten Harry S. TRUMAN: “Wem es zu heiß ist in der Küche, sollte gar nicht erst reingehen.” Truman hatte wörtlich gesagt: “If you can’t stand the heat, get out of the kitchen.” Auf dem Schreibtisch des Präsidenten stand aber auch der Anti-Korruptionsspruch: “The Buck Stops Here” – das Geld – der Dollar – stoppt hier!

Peer Steinbrück will sich jetzt auf den Nominierungsparteitag der SPD am 9. Dezember und anschließend auf die niedersächsische Landtagswahl im Januar 2013 konzentrieren, sagte er der Bild am Sonntag. Sein Ziel sei es, gemeinsam mit Bündnis90/Die Grünen “Schwarz-Gelb abzuwählen”. Da sei er sich “ganz sicher”.

Es reiche ihnen aber nicht, Angela Merkel aus dem Sattel zu heben: “Wir wollen Rot-Grün! Mit was anderem beschäftigen wir uns nicht.” Dem alten und neuen Blockpartner verpasste der SPD-Kanzler-to-be Steinbrück jedoch eine”Basta-Begrüßungssalve”: “Eine Partei, die doppelt so viele Stimmen oder noch mehr als der kleinere Partner erzielt, wird es nicht an Selbstbewusstsein fehlen lassen.” Das würde natürlich auch für die UNION gelten. (Quelle: BamS)

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