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	<title>BerlinKontor.de</title>
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	<description>Das Wissens- und Meinungsportal</description>
	<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 13:15:40 +0000</pubDate>
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		<title>FDP will soziale Effizienz steigern</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 12:47:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>d.peters</dc:creator>
		
	<category>News</category>
	<category>Innenpolitik</category>
	<category>Wirtschaft &amp; Finanzen</category>
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		<description><![CDATA[GiNN-BerlinKontor.&#8212;Die FDP hat am 10.03. ein Thesenpapier mit dem Titel  „Aufstiegschancen schaffen – soziale Effizienz steigern: Deutschland vor der Neuausrichtung der Sozialpolitik“  vorgestellt.  FDP-Generalsekret&#228;r CHRISTIAN LINDNER  erl&#228;uterte die Vorschl&#228;ge der Liberalken  zur Sozialpolitik, in dem es unter anderem hei&#223;t:   &#8220;Die von Guido Westerwelle eingeleitete Diskussion &#252;ber die Wirksamkeit des Sozialstaats und &#252;ber die soziale Balance [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>GiNN-BerlinKontor</em>.&#8212;Die FDP hat am 10.03. ein Thesenpapier mit dem Titel  „A<em>ufstiegschancen schaffen – soziale Effizienz steigern: Deutschland vor der Neuausrichtung der Sozialpolitik“ </em> vorgestellt.  FDP-Generalsekret&#228;r CHRISTIAN LINDNER  erl&#228;uterte die Vorschl&#228;ge der Liberalken  zur Sozialpolitik, in dem es unter anderem hei&#223;t:   &#8220;Die von Guido Westerwelle eingeleitete Diskussion &#252;ber die Wirksamkeit des Sozialstaats und &#252;ber die soziale Balance in Deutschland bietet nun die Chance, nach der &#8216;Agenda 2010&#8242; einen zweiten Anlauf zu unternehmen, den Sozialstaat von den konkreten Bed&#252;rfnissen und Aufstiegschancen der Menschen her neu zu denken. Die starke Resonanz auf Guido Westerwelle belegt, dass diese Debatte &#252;berf&#228;llig war.&#8221;<a id="more-11558"></a></p>
<p>Weiter hei&#223;t es in dem FDP-Papier, die Politik h&#228;tte den  &#8220;Realismus der Menschen vielfach untersch&#228;tzt, ihre Alltagserfahrungen ausblendet&#8221; und  sei insgesamt zu stark &#8220;den alten Mustern des Verteilungsstaates verhaftet.&#8221;</p>
<p>Die FDP setze zuerst auf Aufstiegschancen und auf eine Bildungspolitik, die  &#8220;Chancengerechtigkeit sichert, Leistungsbereitschaft anerkennt und Kompetenzen vermittelt.&#8221;  Die Liberalen wollten eine Wirtschafts- und Finanzpolitik, die &#8220;nachhaltiges Wachstum f&#246;rdert, auf den Erhalt und die Zunahme von Arbeitspl&#228;tzen f&#252;r alle angelegt ist und die Rechte k&#252;nftiger Generationen im Blick hat.&#8221;</p>
<p>&#8220;Wir wollen eine <em>Familienpolitik,</em> die der notwendigen fr&#252;hen Pr&#228;gung der Kinder Rechnung tr&#228;gt, ihnen eine sie f&#246;rdernde Entwicklung erm&#246;glicht und ihnen so alle Chancen in dieser Gesellschaft er&#246;ffnet. Wir wollen eine <em>Sozial- und Arbeitsmarktpolitik</em>, die die Menschen auff&#228;ngt, ihnen zugleich und sogleich aber neue Perspektiven er&#246;ffnet, die eigenen F&#228;higkeiten zu erkennen und sich f&#252;r die &#220;berwindung der eigenen Problemlage tatkr&#228;ftig einsetzen zu k&#246;nnen.&#8221;</p>
<p>Perspektivisch strebt die FDP die  &#8220;Verwirklichung des liberalen B&#252;rgergeldes&#8221; an. Das B&#252;rgergeld pauschaliere Leistungen und fasse diese zusammen. &#8220;Damit achtet es einerseits die W&#252;rde des Einzelnen, weil es ihn vor der mehrfachen und unn&#246;tigen Rechenschaftspflicht gegen&#252;ber einer Vielzahl an staatlichen Stellen bewahrt. Andererseits vermeidet das liberale B&#252;rgergeld so eine unn&#246;tige und teure B&#252;rokratisierung des Sozialstaates, durch die wertvolle personelle und finanzielle Mittel den auf Hilfe Angewiesenen verloren gehen. Durch Pauschalierungen von Leistungen nimmt das liberale B&#252;rgergeld die Betroffenen in ihrer F&#228;higkeit zur Eigenverantwortung ernst. Es bevormundet sie nicht und bel&#228;sst ihnen die Freiheit und Verantwortung f&#252;r eigene Entscheidungen.&#8221;</p>
<p>&#8220;Auf dem Weg zu einem fairen Sozialstaat  bringt die FDP in die laufenden Beratungen und in der Koalition&#8221; folgende Vorschl&#228;ge ein, die <em>GiNN-BerlinKontor</em> im folgenden dokumentiert:</p>
<p>1. Neuordnung der Grundsicherung (ALG II)</p>
<p>Die FDP will die Grundsicherung f&#252;r erwerbsf&#228;hige Hilfebed&#252;rftige (ALG II) neu ordnen. Das Bundesverfassungsgericht hat die noch von der rot-gr&#252;nen Vorg&#228;ngerregierung zu verantwortende Herleitung des Bedarfs insbesondere bei Kindern verworfen. Auf der Grundlage der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe muss jetzt ein transparentes sowie sachgerechtes Verfahren gew&#228;hrleistet werden. Ziel ist eine transparente und nachvollziehbare Ausgestaltung der Regels&#228;tze f&#252;r Erwachsene, die das materielle Existenzminimum gew&#228;hrt und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben erm&#246;glicht.</p>
<p>Transferbezug darf nicht erblich werden, soziale Ungleichheit darf sich nicht &#252;ber die Generationen verfestigen. Alle Kinder m&#252;ssen deshalb einen freien Zugang zu Bildung und kultureller Teilhabe haben – unabh&#228;ngig von Herkunft und Einkommen der Eltern. Auf dieses Ziel wollen die Liberalen die unterschiedlichen Unterst&#252;tzungsangebote der Solidargemeinschaft fokussieren. Geldleistungen als Hilfe zum Lebensunterhalt ziehen wir im Prinzip vor, weil sie eine eigenverantwortliche Lebensf&#252;hrung in Freiheit auch f&#252;r Bed&#252;rftige erlauben. In Familien, die Leistungen aus der Grundsicherung erhalten, m&#252;ssen die Bed&#252;rfnisse der Kinder jedoch nicht vollst&#228;ndig &#252;ber Transferzahlungen gesichert werden. Durch eine Verbindung von Geld- und erg&#228;nzenden Sachleistungen – in Form beispielsweise von Gutscheinen f&#252;r die Teilnahme an kulturellen Angeboten oder der freien Mittagsverpflegung in der Schule – werden die Kinder direkt erreicht und bleiben die Leistungsanreize f&#252;r die Eltern unber&#252;hrt.<br />
Die Kosten der Unterkunft sollen nach dem Willen der FDP durch einen pauschalierten Festbetrag gedeckt werden, der allerdings regionale Unterschiede im Wohnungsmarkt ber&#252;cksichtigen muss. Wir st&#228;rken so zum einen die Selbstbestimmung der Leistungsempf&#228;nger, die frei entscheiden k&#246;nnen, zu welche Preisen sie Wohnraum und Heizbedarf erwerben wollen. Zum anderen schaffen wir so mehr Rechtssicherheit f&#252;r alle Beteiligten und entlasten die Mitarbeiter der Sozialhilfetr&#228;ger vor Ort sowie die Sozialgerichte, indem wir die bestehende Klageflut eind&#228;mmen: Von den rund 200.000 Klagen gegen ALG-II-Bescheide betrifft schlie&#223;lich die weit &#252;berwiegende Zahl diesen Komplex.</p>
<p>Das Schonverm&#246;gen, das der Altersvorsorge dient, wird wie geplant verdreifacht, um Eigenverantwortung endlich zu belohnen, statt zu bestrafen. Die selbst genutzte Immobilie soll dem staatlichen Zugriff im Fall der Bed&#252;rftigkeit entzogen werden. Der Wohnkostenzuschuss soll hier ebenfalls als pauschalierter Festbetrag ausgezahlt werden.</p>
<p>Die FDP diskutiert, ob vollj&#228;hrige zusammenlebende Partner jeweils den vollen Regelsatz des ALG II erhalten sollten. Die gegenw&#228;rtig bestehenden Anreize zur scheinbaren oder faktischen Trennung von Bedarfsgemeinschaften w&#252;rden so teilweise beseitigt, die f&#252;r alle Beteiligten w&#252;rdelose Pr&#252;fung der Anspruchsberechtigung bis in den Intimbereich w&#228;re dann entbehrlich. Gepr&#252;ft werden muss allerdings, ob die entstehenden Entlastungen bei den Kosten der Unterkunft und in der Verwaltung zur Finanzierung dieser Ma&#223;nahme allein ausreichend w&#228;ren.</p>
<p>2. Zuverdienst als Br&#252;cke in den Arbeitsmarkt</p>
<p>Die FDP wird die Zuverdienstm&#246;glichkeiten f&#252;r Empf&#228;nger der Grundsicherung verbessern und so den Menschen den Weg aus der Bed&#252;rftigkeit ebnen. Das bestehende System gew&#228;hrt den Betroffenen gerade einmal ein Taschengeld und missachtet ihre Eigeninitiative, weil Arbeit sich f&#252;r sie nicht lohnt. Die Anreize f&#252;r die Aufnahme einer gering bezahlten, aber existenzsichernden Besch&#228;ftigung sind in Deutschland zu schwach. Die OECD hat dies j&#252;ngst erneut moniert: Im Vergleich zu anderen europ&#228;ischen L&#228;ndern muss ein deutscher Arbeitnehmer mit zwei Kindern ein deutlich h&#246;heres Einkommen erwirtschaften, n&#228;mlich &#252;ber 60 Prozent des Durchschnittslohns, bis sich seine Arbeit gegen&#252;ber dem Transferbezug sp&#252;rbar lohnt.</p>
<p>Durch diese Strukturprobleme geraten viele Betroffene auf dem Weg in die finanzielle Selbstst&#228;ndigkeit ins Stocken. Ausdr&#252;cklich hat die OECD bem&#228;ngelt, dass die derzeitigen Freibetragsregelungen im ALG II vor allem auf geringf&#252;gige Besch&#228;ftigung konzentriert sind. Hier wurden Fehlanreize gesetzt. So verdienen etwa 140.000 Menschen exakt 100 Euro, also den verrechnungsfreien Grundfreibetrag. Nach dieser Grenze werden die Anreize f&#252;r die teilweise Arbeitsaufnahme geringer. Diese Privilegierung kleiner Einkommen ist indes statistisch von der Bundesagentur f&#252;r Arbeit widerlegt: Menschen verbleiben signifikant seltener im Transferleistungsbezug, wenn sie parallel ein Brutto-Einkommen &#252;ber 800 Euro erzielen. Fast 90 Prozent gelingt es dann binnen zweier Jahre, die Bed&#252;rftigkeit vollst&#228;ndig zu verlassen.</p>
<p>Dennoch privilegiert die Sozialpolitik gegenw&#228;rtig kleinere Einkommen gegen&#252;ber h&#246;heren. Den geringsten Anreiz bietet das aktuelle System sogar, die 800-Euro-Schwelle zu &#252;berwinden. Dies verfestigt Langzeitarbeitslosigkeit mit kleinem Zuverdienst. Diese Situation will die FDP aufbrechen, indem wir die Zuverdienstm&#246;glichkeiten neu regeln und den Anreiz zur Arbeitsaufnahme bei zunehmendem Einkommen verst&#228;rken. Das ist fair, macht jeden Schritt aus der Abh&#228;ngigkeit heraus attraktiver und f&#252;hrt im Ergebnis zu einem Sog in voll sozialversicherungspflichtige Besch&#228;ftigung<br />
.<br />
Die FDP diskutiert konkret zwei Gestaltungsvarianten:<br />
<em>Variante 1<br />
</em><br />
Der Grundfreibetrag von 100 Euro bleibt erhalten.</p>
<p>Zwischen 100 und 1000 Euro bleiben 40 Prozent des Einkommens anrechnungsfrei. Danach bleiben wie beim heutigen ALG II bis 1200 bzw. bis 1500 Euro 10 Prozent des Einkommens anrechnungsfrei.</p>
<p>Die Anrechnungsverh&#228;ltnisse sind wie bisher auf das Nettoeinkommen anzuwenden.<br />
<em>Variante 2</em></p>
<p>Der Grundfreibetrag soll auf 40 Euro reduziert werden.</p>
<p>Zwischen 40 und 200 Euro wird das Einkommen mit dem ALG II komplett verrechnet. Danach bleibt das Einkommen bis 400 Euro zu 40 Prozent anrechnungsfrei, danach bis 1000 Euro zu 50 Prozent. Au&#223;erdem bleiben wie beim heutigen ALG II bis 1200 bzw. bis 1500 Euro 10 Prozent anrechnungsfrei.</p>
<p>Die Anrechnungsverh&#228;ltnisse sind wie bisher auf das Nettoeinkommen anzuwenden.</p>
<p>Das <em>Institut der deutschen Wirtschaft (IW)</em> beziffert die Kosten der beiden Varianten bei einem normierten Indexwert von 100 (bezogen auf den Status quo) f&#252;r Variante 1 auf ein Kostenniveau von 110 und f&#252;r Variante 2 auf ein Kostenniveau von 101. Variante 1 w&#252;rde folglich zu merklichen Zusatzkosten f&#252;hren, w&#228;hrend Variante 2 ann&#228;hernd kostenneutral w&#228;re.</p>
<p>Die FDP lehnt die Stigmatisierung des erg&#228;nzenden Teilbezugs von ALG II zu einem Erwerbseinkommen ab: „Aufstocken“ darf kein Schimpfwort sein. Arbeit ist entscheidend f&#252;r die pers&#246;nliche Entfaltung, das Selbstwertgef&#252;hl und die gesellschaftliche Teilhabe. Wegen dieser besonderen Bedeutung f&#252;r die Pers&#246;nlichkeitsentwicklung w&#228;re Vollzeitbesch&#228;ftigung f&#252;r uns auch dann zu begr&#252;&#223;en, wenn jemand gleichzeitig erg&#228;nzende Leistungen bezieht. Oft sind Aufstocker indes in Teilzeit besch&#228;ftigt. Ihr Stundenlohn &#252;bertrifft in vielen F&#228;llen den individuellen &#196;quivalenzlohn, der bei einer Vollzeitt&#228;tigkeit das Ende ihrer Bed&#252;rftigkeit markiert. Ihre Aufstiegsperspektive ist deshalb die Ausweitung der Arbeitszeit. Eine Verbesserung der positiven Anreize zum Herauswachsen aus einem Mini-Job oder einer Teilzeitt&#228;tigkeit durch bessere Zuverdienstm&#246;glichkeiten ist somit auch in dieser Hinsicht notwendig.</p>
<p>Geringverdiener sollten durch eine Absenkung der Sozialabgaben entlastet werden. Dazu tr&#228;gt die Effizienzsteigerung der sozialen Sicherungssysteme bei. Auch die im Koalitionsvertrag vereinbarte Gesundheitsreform dient diesem Ziel. Dar&#252;ber hinaus pr&#252;fen wir konkret die Erh&#246;hung der Grenze sozialversicherungspflichtiger Midi-Jobs auf 1000 Euro. Der Anstieg der Sozialversicherungsbeitr&#228;ge bis zur vollen Belastung wird entsprechend gestreckt.</p>
<p>Mehr als ein Viertel aller Alleinerziehenden, n&#228;mlich 27 %,  erhalten Leistungen aus der Grundsicherung. Um ihnen eine Erwerbsperspektive zu er&#246;ffnen, muss die Kinderbetreuung verbessert werden: F&#252;r alle Altersgruppen muss ein qualitativ hochwertiges Angebot bestehen, das die beruflichen Bed&#252;rfnisse erwerbst&#228;tiger Eltern ber&#252;cksichtigt.</p>
<p>Ebenso bleibt auch die ideelle St&#228;rkung der Motivation der Betroffenen eine wichtige Aufgabe, der auch eine die Stigmatisierung &#252;berwindende Umbenennung der Grundsicherung dienen w&#252;rde.</p>
<p>3. Bek&#228;mpfung der Schwarzarbeit</p>
<p>Die FDP will die Schwarzarbeit st&#228;rker als bisher bek&#228;mpfen. Schwarzarbeit vernichtet sozialversicherungspflichtige Arbeitspl&#228;tze, enth&#228;lt dem Staat Einnahmen vor und belastet die ehrlichen B&#252;rger sowie die Sozialsysteme. Lie&#223;en sich alle durch Schwarzarbeit geleisteten Arbeitsstunden in die Legalit&#228;t &#252;berf&#252;hren, so w&#252;rden dadurch rund 1.000.000 sozialversicherungspflichtige Arbeitspl&#228;tze entstehen. Die j&#228;hrlichen Mindereinnahmen des Staates werden auf rund 17 Milliarden Euro gesch&#228;tzt.</p>
<p>Die Alltagserfahrung zeigt, dass in bestimmten F&#228;llen Schwarzarbeit und missbr&#228;uchlicher Sozialleistungsbezug verbunden werden. Deshalb sind die Erh&#246;hung der Zuverdienstgrenzen und die Bek&#228;mpfung der Schwarzarbeit korrespondierende Ma&#223;nahmen. Neben der gewerblichen Schwarzarbeit muss auch – zumindest stichprobenartig – der Sozialmissbrauch kontrolliert werden. Die Wirkungen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) auf den Schwarzarbeitsmarkt m&#252;ssen durch Evaluationsinstrumente messbar werden. Zus&#228;tzlich soll der Zoll Verbindungsbeamte bereitstellen, die als direkte Ansprechpartner f&#252;r die Mitarbeiter der Sozialverwaltung bzw. der Leistungstr&#228;ger zur Verf&#252;gung stehen. Die Kontrollen k&#246;nnen so besser vernetzt und im Ergebnis wirksamer werden.</p>
<p>4. Zusammenf&#252;hrung von Leistungen</p>
<p>Die Vielzahl der Sozialleistungen ist inzwischen zu einem Dschungel gewachsen. Er ist f&#252;r Bed&#252;rftige wie den Staat selbst nicht mehr durchschaubar. Die Wirksamkeit der Instrumente und ihr Zusammenwirken sind zu oft nicht bekannt. Im schlimmsten Fall schaffen sie Fehlanreize und behindern statt zu helfen. Die FDP bekr&#228;ftigt deshalb ihre Forderung nach einer Gesamt&#252;bersicht und -evaluation aller sozialen Leistungen mit dem Ziel ihrer B&#252;ndelung. Diese Aufgabe der Bundesregierung ist im Koalitionsvertrag verankert und muss nun mit Leben gef&#252;llt werden.<br />
Das Wohngeld und der Kinderzuschlag sind Leistungen au&#223;erhalb des ALG II, die mit diesem nicht abgestimmt sind. Deshalb sollen sie nach dem Willen der FDP langfristig in der Grundsicherung aufgehen. Das Sozialgeld soll in die Sozialhilfe integriert werden. Langfristiges Ziel bleibt die Zusammenlegung von ALG II und Sozialhilfe.</p>
<p>Durch die Zusammenlegung von Beh&#246;rden k&#246;nnen Effizienzreserven gehoben und gleichzeitig Qualit&#228;ten verbessert werden: Insbesondere die Familienkassen – Statistiken beziffern sie auf 12.000 –, Sozialhilfetr&#228;ger und weitere Beh&#246;rden k&#246;nnen zusammengefasst werden. Dadurch werden zugleich Verfahrensm&#228;ngel beseitigt. Familienkassen und Grundsicherungstr&#228;ger koordinierten beispielsweise zu Beginn des Jahres nicht ihre Zahlungen, sodass am Ende viele Familien sogar Gelder zur&#252;ckzahlen mussten. In der Perspektive strebt die FDP eine noch weitere Fokussierung der &#246;ffentlichen Verwaltungen an. In den Niederlanden zieht etwa das Finanzamt nicht nur Steuern ein, sondern zahlt auch Sozialleistungen an die B&#252;rger aus.</p>
<p>5. Vermittlung in den Arbeitsmarkt</p>
<p>Jeder von Arbeitslosigkeit Betroffene hat einen Anspruch auf eine wirksame Unterst&#252;tzung beim Wiedereinstieg in den Beruf. &#220;bergeordnetes Ziel aller Ma&#223;nahmen ist, die Betreuung vor Ort schneller und zielgenauer zu machen, um die Menschen so wieder in Besch&#228;ftigung zu bringen und niemanden zur&#252;ckzulassen oder aufzugeben. Dazu geh&#246;rt die Unterst&#252;tzung bei der Suche nach einem Arbeitsplatz, die passgenaue Beratung der Arbeitgeber und die n&#246;tige Qualifizierung der Arbeitssuchenden. Daher wollen wir die Fachkompetenz und Motivation der Mitarbeiter in der Arbeitsvermittlung vor Ort f&#246;rdern. Wir wollen eine anerkennende, leistungsbezogene Entlohnung pr&#252;fen und ihre Qualifizierung verbessern. Die Dauer des Einarbeitungsprogramms f&#252;r neu eingestellt Arbeitsvermittler sollte verl&#228;ngert werden, denn die vermittelten Kenntnisse reichen f&#252;r kompetente Vermittlung und sichere Rechtsanwendung heute oft nicht aus. Schlie&#223;lich ist zu pr&#252;fen, ob eine bessere Relation zwischen Vermittlern und Kunden erreicht werden muss und ob eine kostenneutrale Erh&#246;hung der Qualifizierungsmittel m&#246;glich ist. Um jede Chance auf einen Arbeitsplatz zu nutzen, muss zudem die Zusammenarbeit mit privaten Arbeitsvermittlungen im Alltag weiter vereinfacht werden.<br />
Die Qualifizierungsarbeit der Bildungstr&#228;ger muss verbessert werden. Zur Zertifizierung der Tr&#228;ger und Ma&#223;nahmen ist eine unabh&#228;ngige Stelle einzurichten oder zu beauftragen, die nicht in Konkurrenz mit potenziellen Tr&#228;gern steht. Die FDP spricht sich f&#252;r ein Ranking der Qualifizierungsma&#223;nahmen aus, das von einer unabh&#228;ngigen Stelle verwaltet wird.</p>
<p>Wir wollen im Zuge der Neuorganisation der Aufgabenwahrnehmung im Rechtskreis des SGB II ein klares Transparenzsystem einf&#252;hren. Die Arbeitsergebnisse der unterschiedlichen Leistungserbringer m&#252;ssen vergleichbar sein. Transparenz und Benchmarking des Erfolges der jeweiligen Kreise und Leistungstr&#228;ger in der Arbeitsvermittlung sind Grundlage f&#252;r einen produktiven Wettbewerb untereinander. Die hierf&#252;r notwendige Datenerhebung muss durch eine unabh&#228;ngige Stelle, z. B. das Statistische Bundesamt, &#252;berpr&#252;ft werden. Eine Zuweisung von Bundeszusch&#252;ssen in Form von Pauschalen k&#246;nnte dar&#252;ber hinaus zuk&#252;nftig in Form eines Bonus- wie Malussystems den Erfolg von Ermittlungsarbeit vor Ort mit finanziellen Anreizen versehen.</p>
<p>Wir wollen dem Grundsatz <em>„Keine Leistung ohne Gegenleistung“</em> &#252;berall Geltung verschaffen. Demjenigen, der arbeitsf&#228;hig ist und die Aufnahme einer Arbeit verweigert, werden die Leistungen f&#252;r den Lebensunterhalt durch eine konsequente Anwendung der bestehenden Rechtslage gek&#252;rzt. Die extreme Spreizung der Sanktionsquoten – in Bayern wird zu gut 50 % &#246;fter sanktioniert als in Bremen – ist auch ein Indiz daf&#252;r, dass die Rechtsanwendung unterschiedlich erfolgt und mancherorts verbesserungsw&#252;rdig ist.</p>
<p>Arbeitsgelegenheiten wie <em>1-Euro-Jobs</em> sollten nach Auffassung der FDP dort angeboten werden, wo sie der Qualifizierung und Integration in den Arbeitsmarkt von Langzeitarbeitslosigkeit dienen. Sie sind jedoch keine regul&#228;re Gegenleistung f&#252;r den Leistungsbezug, insbesondere da dies sozialversicherungspflichtige Besch&#228;ftigung massiv gef&#228;hrden w&#252;rde. Dies zeigt auch der einschl&#228;gige Bericht des Bundesrechnungshofs aus dem Jahr 2008. Bei 80 % der 1-Euro-Jobs wurde beanstandet, dass sie nicht zus&#228;tzlich, sondern anstatt solcher Aufgaben stattfanden, die eigentlich durch regul&#228;re Besch&#228;ftigung abgedeckt werden m&#252;ssten. Aktuelle Forderungen nach einem so genannten gemeinwohlorientierten Arbeitsmarkt sind deshalb volkswirtschaftlich sch&#228;dlich – und verdecken, dass Menschen Chancen auf regul&#228;re Arbeit durch die Verriegelung eines Niedriglohnsektors vorenthalten bleiben sollen.</p>
<p>Die Mitnahme von Sozialleistungen ist verantwortungslos und darf von der Gesellschaft nicht toleriert werden – das gilt f&#252;r Leistungsbezieher genauso wie f&#252;r Arbeitgeber. Mit ehrlichen Kaufmannstugenden, auf denen nach &#220;berzeugung der FDP unsere Wirtschaftsordnung basiert, ist nicht vereinbar, wenn einzelne Arbeitgeber beispielsweise systematisch mit einem erg&#228;nzenden Sozialleistungsbezug ihrer Vollzeitkr&#228;fte kalkulieren, Subventionen mitnehmen oder missbr&#228;uchlich von Kriseninterventionen wie dem Kurzarbeitergeld profitieren wollen. Es w&#228;re aber falsch, die Gesamtheit der deutschen Unternehmen unter einen Generalverdacht zu stellen. Dennoch muss auch hier der Sozialstaat durch wirksame Kontrolle und Evaluation Exzesse verhindern. Insbesondere wenn einzelne Arbeitgeber die Ausweitung der Zuverdienstm&#246;glichkeiten f&#252;r Lohndumping nutzen wollen, werden wir diesen Missbrauchsversuchen wirksam Einhalt gebieten.</p>
<p>6. Tarifautonomie statt staatlicher Lohnpolitik</p>
<p>Einen gesetzlichen Mindestlohn lehnen wir strikt ab, weil er naturgem&#228;&#223; nicht flexibel w&#228;re, eine f&#252;r viele Grundsicherungsempf&#228;nger kaum zu &#252;berwindende Marktzugangsbarriere errichten und insgesamt Arbeitsm&#246;glichkeiten in gro&#223;em Umfang vernichten w&#252;rde. Die FDP sieht die Gefahr, dass ein staatlicher Mindestlohn Gegenstand eines &#220;berbietungswettbewerbs in Wahlk&#228;mpfen werden w&#252;rde – und sich dann von der Entwicklung der Produktivit&#228;t in unserer Volkswirtschaft in gef&#228;hrlicher Weise abkoppeln k&#246;nnten.<br />
Die Rechtsprechung zum <em>Verbot sittenwidriger L&#246;hne</em> werden wir gesetzlich verankern und das bestehende branchenbezogene Allgemeinverbindlichkeitsinstrumentarium evaluieren. (FDP)
</p>
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		<title>IfW: Arbeitsmarkt in &#8220;erstaunlich guter Verfassung</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 12:14:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>d.peters</dc:creator>
		
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	<category>Wirtschaft &amp; Finanzen</category>
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		<description><![CDATA[GiNN-BerlinKontor.&#8212;Das Institute f&#252;r Wirtschaftsforschung in Kiel sieht eine &#8220;moderate Erholung&#8221; der deutschen Wirtschaft.  Der Arbeitsmarkt sei in &#8220;erstaunlich guter Verfassung. Nach einem deutlichen Produktionsumschwung im Sommer 2009 sei die konjunkturelle Erholung in Deutschland ins Stocken geraten. Im ersten Quartal 2010 d&#252;rfte das reale Bruttoinlandsprodukt aufgrund der ungew&#246;hnlich kalten Witterung sogar gesunken sein.

Das Kiel Institute for [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>GiNN-BerlinKontor</em>.&#8212;Das <em>Institute f&#252;r Wirtschaftsforschung </em>in Kiel sieht eine &#8220;moderate Erholung&#8221; der deutschen Wirtschaft.  Der Arbeitsmarkt sei in &#8220;erstaunlich guter Verfassung. Nach einem deutlichen Produktionsumschwung im Sommer 2009 sei die konjunkturelle Erholung in Deutschland ins Stocken geraten. Im ersten Quartal 2010 d&#252;rfte das reale Bruttoinlandsprodukt aufgrund der ungew&#246;hnlich kalten Witterung sogar gesunken sein.</p>
<p><a id="more-11557"></a><br />
Das <em>Kiel Institute for the World Economy</em>  glaubt jedoch, dass  &#8220;die  Einbu&#223;en im weiteren Jahresverlauf aufgeholt werden&#8221; .  Das IfW bleibt bei seiner Prognose f&#252;r den Anstieg des Bruttoinlandsprodukts. Er bleibe  2010 unver&#228;ndert bei 1,2 %. Die Zunahme im Jahr 2011 setzt das IfW  mit 1,8 % etwas niedriger an als in der Prognose vom Dezember (2,0 Prozent),  &#8220;vor allem weil die f&#252;r 2011 geplante Senkung der Einkommensteuer geringer ausfallen d&#252;rfte als damals erwartet&#8221;.</p>
<p>Die Zahl der Arbeitslosen werde 2010 deutlich weniger zunehmen als bisher prognostiziert, 2011 werde sie sogar &#8220;sp&#252;rbar sinken&#8221;, so das IfW Kiel.
</p>
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		<title>Debatte &#252;ber &#8220;Europ&#228;ischen W&#228;hrungsfonds&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 11:59:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>d.peters</dc:creator>
		
	<category>News</category>
	<category>Außen- und Sicherheitspolitik</category>
	<category>Wirtschaft &amp; Finanzen</category>
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		<description><![CDATA[GiNN-BerlinKontor.&#8212;Deutschland und Frankreich halten an der m&#246;glichen Gr&#252;ndung eines Europ&#228;ischen W&#228;hrumngsfonds (EWF) fest.  Auch Luxembourg signalisierte Zustimmung.  Wegen der Finanzkrise Griechenlands hatte Bundesfinanzminister Wolfgang Sch&#196;UBLE  (CDU) den Aufbau einer solchen Einrichtung nach dem Vorbild des Internationalen W&#228;hrungsfonds (IWF) ins Gespr&#228;ch gtebracht,  um L&#228;nder mit gravierenden Schuldenproblemen innerhalb der Eurozone stabilisieren zu k&#246;nnen. Bundeskanzlerin Angela MERKEL [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>GiNN-BerlinKontor.</em>&#8212;Deutschland und Frankreich halten an der m&#246;glichen Gr&#252;ndung eines Europ&#228;ischen W&#228;hrumngsfonds <em>(EWF)</em> fest.  Auch Luxembourg signalisierte Zustimmung.  Wegen der Finanzkrise Griechenlands hatte Bundesfinanzminister Wolfgang Sch&#196;UBLE  (CDU) den Aufbau einer solchen Einrichtung nach dem Vorbild des <em>Internationalen W&#228;hrungsfonds (IWF)</em> ins Gespr&#228;ch gtebracht,  um L&#228;nder mit gravierenden Schuldenproblemen innerhalb der Eurozone stabilisieren zu k&#246;nnen. Bundeskanzlerin Angela MERKEL (CDU) sekundierte mit dem Hinweis, ein EWF w&#228;re die &#8220;Ultima Ration&#8221;. Sie betonte jedoch zugleich,  f&#252;r die L&#246;sung des Griechenland-Problems sei der EWF  jeodch nicht gedacht. Die griechische Finanzkrise habe jedoch gezeigt, dass die bisherigen Instrumente unzureichend seien.<a id="more-11556"></a></p>
<p>Der Fonds d&#252;rfe &#8220;nicht ein Instrument sein, das den Eindruck erweckt, nun sei der Stabilit&#228;ts- und Wachstumspakt der EU nicht mehr g&#252;ltig&#8221;, so die Bundeskanzlerin. Es m&#252;sse aber &#252;ber eine &#8220;Kaskade von Sanktionen&#8221; nachgedacht werden. Als m&#246;gliche Strafma&#223;nahme deutete Merkel an, dem betroffenen Land bei wichtigen EU-Entscheidungen vor&#252;bergehend die Stimmrechte zu entziehen.</p>
<p>Bundesbank-Pr&#228;sident Axel WEBER reagierte skeptisch. Es sei wichtiger, den Stabilit&#228;ts- und Wachstumspakt zu st&#228;rken, statt &#252;ber neue EU-Institutionen zu debattieren, sagte er in Frankfurt/M.  Ein W&#228;hrungsfonds in Europa sei nur dann akzeptabel, wenn damit eine strengere &#220;berwachung von Defizitverst&#246;&#223;en und eine strikte Einhaltung der finanzpolitischen Regeln verbunden w&#228;ren. Geld d&#252;rfe jedoch keines flie&#223;en. &#8220;Entscheidend ist der Wille der EU, die Einhaltung der bestehenden Regeln voranzubringen&#8221;, unterstrich Weber. &#8220;Wenn dieser Wille fehlt, wird eine weitere Institution nichts bringen. Angesichts der Konsolidierungsbem&#252;hungen Griechenlands sei die Debatte um einen solchen Fonds zudem &#8220;v&#246;llig kontraproduktiv&#8221;.</p>
<p>EZB-Pr&#228;sident Jean-Claude TRICHET schickte seinen Chefvolkswirt J&#252;rgen STARK vor, der erkl&#228;rte, die EZB sehe keinen Raum f&#252;r einen solchen Fonds in Europa: Ein EWF w&#228;re  mit der Gesch&#228;ftsgrundlage der Europ&#228;ischen W&#228;hrungsunion nicht , so Stark im Handelsblatt.</p>
<p>Frankreichs Regierungschef François FILLON sagte nach einem Gespr&#228;ch mit der deutschen Bundeskanzlerin in Berlin, den Mitgliedern der Eurozone m&#252;ssten  &#8220;neue Instrumente&#8221;  an die Hand gegeben werden, um k&#252;nftig auf finanzielle Spannungen zu reagieren, „die eine Gef&#228;hrung f&#252;r die W&#228;hrungsstabilit&#228;t sein k&#246;nnten“.</p>
<p>Merkel und Fillon erkl&#228;rten, dass ein europ&#228;ischer W&#228;hrungsfonds keine Konkurrenz zum Internationalen W&#228;hrungsfonds (IWF) in Washington D.C. darstelle. Nach Ansicht der Kanzlerin m&#252;sse man neben dem EWF auch &#252;ber Sanktionen nachdenken, „die etwas mehr Z&#228;hne haben“ als der europ&#228;ische Stabilit&#228;tspakt. Zuvor hatte sie angedeutet, dass Euro-Mitgliedsl&#228;nder notfalls durch einen vor&#252;bergehenden Entzug des Stimmrechts im EU-Ministerrat vom Schuldenmachen abgehalten werden k&#246;nnten. Man m&#252;sse mit allen Mitteln verhindern, dass sich eine Situation wie die Griechenland-Krise im Euroraum wiederhole, so Merkel.</p>
<p>Der franz&#246;sische Premierminister Fillon sagte in einerfc Rede vor der Humboldt-Universit&#228;t, eine Hilfe durch einen europ&#228;ischen W&#228;hrungsfonds sei nur akzeptabel, „wenn die Staaten, die in finanziellen Schwierigkeiten stecken, gleichzeitig alles tun, um ihre Strukturprobleme zu bew&#228;ltigen und ihre Finanzen zu sanieren“.</p>
<p>Bundeswirtschaftsminister Rainer BR&#220;DERLE (FDP) schlug vor,  einen EWF als unabh&#228;ngige Institution aufzustellen, die ausschlie&#223;lich L&#228;ndern der Eurozone und allein bei einer drohenden Zahlungsunf&#228;higkeit mit Krediten und Garantien helfen w&#252;rde. Zu &#252;berlegen sei, ob der Fonds im „&#228;u&#223;ersten Notfall“ mit hohen Abschl&#228;gen Schulden von Probleml&#228;ndern aufkaufen k&#246;nne. Br&#252;derle pl&#228;dierte daf&#252;r, Hilfen des vorgeschlagenen EWF mit Bedingungen und harten Auflagen zu verbinden. „Eine entscheidende Voraussetzung f&#252;r ein Eingreifen des EWF w&#228;re, dass f&#252;r das betroffene Land eine Finanzierung am Kapitalmarkt ausgeschlossen ist“.</p>
<p>Der Pr&#228;sident des Instituts f&#252;r Weltwirtschaft in Kiel (IfW),  Dennis SNOWER, empfiehlt, dass die Schaffung eines Europ&#228;ischen W&#228;hrungsfonds durch eine Schuldenkommission erg&#228;nzt werde. Die vorgeschlagene Kombination aus Hilfsprogrammen, Kontrollen und Sanktionen sei ungeeignet, um die Probleme von in Finanzn&#246;te geratenen L&#228;ndern wie aktuell Griechenland zu l&#246;sen.<br />
„Wenn man gegen ein in Not geratenes Land auch noch Strafen ausspricht, macht man das Problem nur noch gr&#246;&#223;er“, so Snower. „Das w&#228;re das gleiche, wie wenn die Feuerwehr statt einen Brand zu l&#246;schen ein zweites Feuer legt.“ Besser als eine solche Drohkulisse sei eine Art Sprinkleranlage, die automatisch anspringe, sobald ein Feuer ausbricht. Diese Sprinkleranlage k&#246;nne eine unabh&#228;ngige Schuldenkommission sein, die den Regierungen von in Not geratenen L&#228;ndern einen Finanzrahmen vorgibt und so dazu beitr&#228;gt, die Probleme zu l&#246;sen.<br />
„Genau wie eine unabh&#228;ngige Zentralbank daf&#252;r sorgt, dass Inflationen verhindert werden, muss diese Kommission verhindern, dass die Neuverschuldung explosionsartig zunimmt“, erl&#228;utert Snower. Dabei k&#246;nne die aus 10 bis 15 Finanzexperten bestehende Schuldenkommission in Rezessionszeiten durchaus eine hohe Neuverschuldung erlauben und so Steuersenkungen und erh&#246;hte Staatsausgaben erm&#246;glichen. In „guten Jahren“ m&#252;sse die Kommission dann jedoch neue Schulden untersagen und daf&#252;r sorgen, dass der Schuldenberg abgetragen werde. „Eine antizyklische Finanzpolitik ist sinnvoll. Dazu muss aber auch sichergestellt sein, dass in Krisenzeiten angeh&#228;ufte Schulden anschlie&#223;end zur&#252;ckgezahlt werden“, erkl&#228;rt Snower.<br />
Vielfach seien Regierungen aus Angst vor ihren W&#228;hlern gel&#228;hmt und k&#246;nnten notwendige Ma&#223;nahmen nicht umsetzen. Daher m&#252;sse dies durch ein Votum der unabh&#228;ngigen Schuldenkommission gew&#228;hrleistet werden, so Snower. Anpassungsprogramme sollten dabei jedoch der jeweiligen Regierung innerhalb des vorgegebenen Finanzrahmens &#252;berlassen werden und nicht – wie derzeit in der Diskussion – von einem Europ&#228;ischen W&#228;hrungsfonds &#252;bernommen werden. „Alles andere w&#228;re ein unn&#246;tiger und unvertretbarer Eingriff in den demokratischen Prozess“, meint der IfW-Pr&#228;sident.
</p>
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		<title>Arbeitsstunde verteuerte sich um 4,1 %</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 11:22:59 +0000</pubDate>
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	<category>Wirtschaft &amp; Finanzen</category>
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		<description><![CDATA[GiNN-BerlinKontor.-&#8211;Wegen des starken Abbaus von &#220;berstunden und der erh&#246;hten Kurzarbeit sind die Kosten f&#252;r eine Arbeitsstunde 2009  auf Rekordniveau gestiegen. Im vergangenen Jahr verteuerte sich eine Arbeitsstunde um 4,1 %. Dies war der st&#228;rkste Anstieg seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1996. Wie das Stastische Bundesamt mitteilt, hatte  2008 der Zuwachs 2,6 % und 2007 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>GiNN-BerlinKontor.-</em>&#8211;Wegen des starken Abbaus von &#220;berstunden und der erh&#246;hten Kurzarbeit sind die Kosten f&#252;r eine Arbeitsstunde 2009  auf Rekordniveau gestiegen. Im vergangenen Jahr verteuerte sich eine Arbeitsstunde um 4,1 %. Dies war der st&#228;rkste Anstieg seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1996. Wie das Stastische Bundesamt mitteilt, hatte  2008 der Zuwachs 2,6 % und 2007 lediglich 0,7 % betragen.</p>
<p><a id="more-11555"></a></p>
<p>Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, sind im vierten Quartal 2009 die Arbeitskosten je geleistete Arbeitsstunde  im Vergleich zum dritten Quartal 2009 saison- und kalenderbereinigt um 0,5% gesunken. Damit setzte sich der Trend aus dem dritten Quartal 2009 (– 0,2%) fort.  &#8220;Der mit Beginn der Wirtschaftskrise im vierten Quartal 2008 (+ 2,3%) und im ersten Quartal 2009 (+ 1,4%) festgestellte deutliche Anstieg der Arbeitskosten ist gestoppt.&#8221;</p>
<p>Weiter hei&#223;t es: Auch im Vergleich vom vierten Quartal 2009 zum vierten Quartal 2008 stiegen die kalenderbereinigten Arbeitskosten mit 1,6% deutlich schw&#228;cher an als in den vorangegangen vier Quartalen, in denen die Wachstumsraten des Arbeitskostenindex zwischen 4,3% und 5,3% lagen. F&#252;r die Arbeitgeber ist neben den Arbeitskosten auch die Anzahl der von den Arbeitnehmern geleisteten Arbeitstunden bedeutend. Mit Beginn der Wirtschaftskrise blieb das Volumen der Arbeitskosten nahezu unver&#228;ndert, durch den Abbau von &#220;berstunden auf Arbeitszeitkonten sowie verst&#228;rkte Kurzarbeit arbeiteten und produzierten die Arbeitnehmer aber weniger. Dies verteuerte aus Sicht des Arbeitgebers den Produktionsfaktor Arbeit. Im Jahr 2009 stiegen die Arbeitskosten je geleisteter Stunde im Vergleich zum Vorjahr um 4,1% an. Dies war der st&#228;rkste Anstieg seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1996.</p>
<p>Die Ergebnisse des Arbeitskostenindex wurden nach Vorliegen zus&#228;tzlich verf&#252;gbarer Datenquellen r&#252;ckwirkend bis zum ersten Quartal 2009 &#252;berarbeitet. Die kalenderbereinigte Wachstumsrate der Arbeitskosten f&#252;r das erste Quartal 2009 im Vergleich zum ersten Quartal 2008 wurde von + 5,8% auf + 5,3%, f&#252;r das zweite Quartal 2009 von + 5,7% auf + 5,3% und f&#252;r das dritte Quartal 2009 von + 4,8% auf + 4,4% revidiert.</p>
<p>Europaweit liegen Ver&#228;nderungsraten der Arbeitskosten in der Privatwirtschaft f&#252;r das dritte Quartal 2009 vor. Nach diesen Ergebnissen verteuerte sich in Deutschland eine Stunde Arbeit im Vergleich zum dritten Quartal 2008 kalenderbereinigt um 4,1%. Der durchschnittliche Anstieg der Arbeitskosten in der Europ&#228;ischen Union war im dritten Quartal 2009 mit + 3,1% niedriger als in Deutschland. Von 2001 bis 2008 wies Deutschland stets eine der niedrigsten Wachstumsraten in der Europ&#228;ischen Union auf. Der aktuell vergleichsweise hohe Anstieg der Arbeitskosten je Stunde ist wie bereits in den drei Vorquartalen auf die durch die Wirtschaftskrise sinkende Anzahl geleisteter Stunden zur&#252;ckzuf&#252;hren. Die h&#246;chsten Wachstumsraten verzeichneten Griechenland (+ 11,2%), Bulgarien (+ 10,4%) und Rum&#228;nien (+ 9,6%). Sinkende Arbeitskosten hatten dagegen Litauen (– 10,9%), Estland (– 4,3%) und die Niederlande (– 0,8%). F&#252;r das dritte Quartal 2009 liegen Daten von 24 der 27 Mitgliedsstaaten der Europ&#228;ischen Union vor. Die Ver&#228;nderungsraten der Arbeitskosten von Staaten au&#223;erhalb des Euro-W&#228;hrungsgebiets sind in der jeweiligen Landesw&#228;hrung gemessen und daher nicht w&#228;hrungsbereinigt. (Destatis
</p>
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		<title>BA: &#220;bernahme der Zusatzbeitr&#228;ge f&#252;r Arbeitslose</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 13:02:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>d.peters</dc:creator>
		
	<category>News</category>
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		<description><![CDATA[GiNN-BerlinKontor.&#8212;-Zur Ank&#252;ndigung Verschiedener Krankenkassen k&#252;nftig Zusatzbeitr&#228;ge zu erheben, teilt die Bundesagentur f&#252;r Arbeit (BA) mit: &#8220;Der Zusatzbeitrag kann f&#252;r Bezieher von Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld durch die Grundsicherungsstellen &#252;bernommen werden, wenn der Wechsel zu einer Krankenkasse, welche keine zus&#228;tzlichen Beitr&#228;ge erhebt, eine besondere H&#228;rte darstellt. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn die bisherige Krankenkasse [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>GiNN-BerlinKontor</em>.&#8212;-Zur Ank&#252;ndigung Verschiedener Krankenkassen k&#252;nftig Zusatzbeitr&#228;ge zu erheben, teilt die Bundesagentur f&#252;r Arbeit (BA) mit: &#8220;Der Zusatzbeitrag kann f&#252;r Bezieher von Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld durch die Grundsicherungsstellen &#252;bernommen werden, wenn der Wechsel zu einer Krankenkasse, welche keine zus&#228;tzlichen Beitr&#228;ge erhebt, eine besondere H&#228;rte darstellt. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn die bisherige Krankenkasse spezielle erforderliche Behandlungsformen anbietet, Anwartschaftszeiten f&#252;r Pr&#228;mienzahlungen verloren gehen oder der Leistungsbezug in absehbarer Zeit beendet wird&#8221;.<a id="more-11554"></a></p>
<p>In Abstimmung mit dem Bundesministerium f&#252;r Arbeit und Soziales werden weitere H&#228;rtef&#228;lle beschrieben, die einen Krankenkassenwechsel nicht zwingend erfordern. Dies gilt demnach unter anderem auch, wenn:</p>
<p>- die bisherige Krankenkasse bereits bestimmte Leistungen bewilligt hat, wie zum Beispiel eine Reha-Ma&#223;nahme oder Kur,</p>
<p>- bestimmte Sachleistungen oder Hilfsmittel f&#252;r Schwerbehinderte zur&#252;ckgegeben werden m&#252;ssten oder</p>
<p>- dies den Abbruch einer begonnenen Dauerbehandlung bedeuten w&#252;rde.</p>
<p>Die &#8220;besondere H&#228;rte&#8221;  m&#252;sse durch den Leistungsempf&#228;nger nachgewiesen werden.</p>
<p>Erzielt ein Bezieher von Arbeitslosengeld II Einkommen, welches auf das Arbeitslosengeld II angerechnet wird, kann der Zusatzbeitrag, wie die allgemeinen Beitr&#228;ge zur gesetzlichen Krankenversicherung, vom Einkommen abgesetzt werden, so die BA.lgt in diesen F&#228;llen keine Erstattung durch die Grundsicherungsstellen.</p>
<p>Eine &#220;bernahme der Kosten bei Arbeitslosengeld I-Empf&#228;ngern durch die Agentur f&#252;r Arbeit ist generell nicht m&#246;glich.Der Zusatzbeitrag ist deshalb direkt von dem Versicherten an die Krankenkasse zu zahlen.
</p>
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		<title>FDP-Gesundheitsminister will billigere Medikamente</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 12:30:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>d.peters</dc:creator>
		
	<category>News</category>
	<category>Innenpolitik</category>
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		<description><![CDATA[GiNN-BerlinKontor.&#8212;Bundesgesundheitsminister Dr. med. Philipp R&#214;SLER (FDP) will die pharmazeutischen Unnternehmen durch Gesetz zwingen, die Medikamentenpreise in Deutschland   zu senken.  Er werde jetzt  &#8220;hart an die Pharmaindustrie und deren Preise herangehen&#8221;. Das Einsparpotenzial bezifferte der Minister in BILD (10.03.) auf ca. € 2  Milliarden. Die Krankenkassen  sollen mit den Pharmakonzernen die k&#252;nftigen, Preise &#8220;aushandeln&#8221;.  Bayerns Gesundheitsminister [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>GiNN-BerlinKonto</em>r.&#8212;Bundesgesundheitsminister Dr. med. Philipp R&#214;SLER (FDP) will die pharmazeutischen Unnternehmen durch Gesetz zwingen, die Medikamentenpreise in Deutschland   zu senken.  Er werde jetzt  &#8220;hart an die Pharmaindustrie und deren Preise herangehen&#8221;. Das Einsparpotenzial bezifferte der Minister in <em>BILD (10.03.)</em> auf ca. € 2  Milliarden. Die Krankenkassen  sollen mit den Pharmakonzernen die k&#252;nftigen, Preise &#8220;aushandeln&#8221;.  Bayerns Gesundheitsminister Markus S&#214;DER (CSU) sprach sich daf&#252;r aus, die Preise von Arzneimitteln f&#252;r das laufende Jahr &#8220;einzufrieren&#8221;. Die von R&#246;sler geplante Senkung der Arzneimittelkosten sei &#8220;ein erstes Signal&#8221;.<a id="more-11553"></a></p>
<p>R&#246;sler sagte in dem <em>BILD</em>-Interview, viele Medikamente seien in Deutschland &#8220;viel zu teuer&#8221;. Deshalb werde sein Ministerium per Gesetz  &#8220;die Pharmafirmen zu Vertragsverhandlungen mit den Krankenkassen auffordern.  &#8220;Wenn Hersteller ihre Produkte auf den Markt bringen, m&#252;ssen sie zudem &#252;ber eine Studie den Zusatznutzen f&#252;r Patienten wissenschaftlich belegen. Das wird dann noch mal genau gepr&#252;ft. So k&#246;nnen wir erkennen, ob es schon vergleichbare Medikamente gibt.&#8221;, k&#252;ndigte R&#246;sler an.</p>
<p>Um dauerhaft Verbesserungen zu erzielen, m&#252;sse man an die  &#8220;Struktur des Arzneisystems&#8221; herangehen.  Der Minister: &#8220;Ich sorge daf&#252;r, dass Pharmahersteller und Kassen zuk&#252;nftig kurz nach Markteinf&#252;hrung eines Medikamentes &#252;ber den Preis verhandeln. Bis es soweit ist, muss es kurzfristige Kostenbremsen geben. Das sind Zwangsrabatte und Preismoratorien.&#8221;</p>
<p>Weiter sagte R&#246;sler, seine Vorg&#228;nger im Amt h&#228;tten  &#8220;einzig auf kurzfristige Kostend&#228;mpfung gesetzt&#8221;. Er denke  weiter: &#8220;Ich m&#246;chte ein System schaffen, in dem die Preise dauerhaft besser im Griff sind. Mit dem Mix aus kurzfristigen und langfristigen Ma&#223;nahmen handele ich f&#252;r Gegenwart und Zukunft.&#8221;</p>
<p>Nach R&#246;slers Plan w&#252;rden Krankenkassen durch die Arzneima&#223;nahmen  &#8220;wirklich sehr viel Geld sparen&#8221;.. Das helfe am Ende auch den Krankenversicherten.  F&#252;r die Menschen sei es zudem  eine &#8220;gro&#223;e Beruhigung, dass die Medikamente f&#252;r ihre Gesundheit auch in Zukunft bezahlbar bleiben&#8221;</p>
<p>Der Gesundheitsexperte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jens SPAHN (CDU), begr&#252;&#223;te die Initiative des Bundesgesundheitsministers. Es sei &#8220;grunds&#228;tzlich richtig, die Beweislast umzudrehen und die Hersteller dazu zu verpflichten, genau zu begr&#252;nden, warum ein neues Medikament besser und damit auch teurer sein soll als ein &#228;lteres Pr&#228;parat“, so Spahn im <em>NDR Info.</em> Allerdings sei dies nur eine Stellschraube, an der man drehen k&#246;nne, um die Kosten im Gesundheitswesen zu senken. „Ein weiterer Schritt wird sein, die &#228;rztliche Versorgung und die Honorargestaltung der Mediziner auf den Pr&#252;fstand zu stellen“, sagte der CDU-Politiker an.</p>
<p>Der Sprecher der Arbeitsgruppe Gesundheit der SPD-Bundestagsfraktion  Prof. Dr. med. Karl LAUTERBACH sagte dem <em>K&#246;lner Stand-Anzeiger (10.03.):</em> „Die Pharmahersteller werden mit Preisforderungen in die Verhandlungen gehen, in denen der Rabatt schon einberechnet ist. Sie lassen sich also einen von vornherein einkalkulierten Preisnachlass &#8216;abhandeln&#8217; und umgehen damit dauerhaft die Pr&#252;fung durch das Institut f&#252;r Qualit&#228;t und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)“.&#8221; . R&#246;slers Konzept spare also „keinen Cent“. Vereinbarungen mit der Pharmabranche h&#228;tten noch nie zu Kostensenkungen gef&#252;hrt, so der Sozialdemokrat.</p>
<p>Die Hauptgesch&#228;ftsf&#252;hrerin des Verbandes Forschender Arzneimittelhersteller  (VFA). Cornelie YZER  warnte vor schnellen Sparma&#223;nahmen zu Lasten der Arzneimittelhersteller. Die Branche k&#246;nnte so &#8220;in eine Krise schlittern&#8221;, so die Ex-Parlamentarische Staatssekret&#228;rin und CDU-Politikerin Yzer..
</p>
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		<item>
		<title>Frankreich will &#8220;Renaissance der Atom-Energie&#8221;</title>
		<link>http://www.berlinkontor.de/10.03.2010/frankreich-will-renaissance-der-atom-energie.html</link>
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		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 11:42:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>d.peters</dc:creator>
		
	<category>News</category>
	<category>Außen- und Sicherheitspolitik</category>
	<category>Wirtschaft &amp; Finanzen</category>
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		<description><![CDATA[GiNN-BerlinKontor.&#8212;Frankreichs Staatspr&#228;sdent Nicolas SARKOZY hat auf der OECD-Konferenz in Paris eine weltweite &#8220;Renaissance der Atomenergie&#8221; gefordert und die internationale Gemeinschaft aufgefordert, &#8220;Hindernisse f&#252;r den Bau von Atomkraftwerken in Schwellenl&#228;ndern zu beseitigen&#8221;.  An der Konferenz der Organisation f&#252;r Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), die ihren Sitz in Paris hat, nahm auch derChef der Internationalen Atomenergiebeh&#246;rde (IAEA) [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>GiNN-BerlinKontor.&#8212;Frankreichs Staatspr&#228;sdent Nicolas SARKOZY hat auf der OECD-Konferenz in Paris eine weltweite &#8220;Renaissance der Atomenergie&#8221; gefordert und die internationale Gemeinschaft aufgefordert, &#8220;Hindernisse f&#252;r den Bau von Atomkraftwerken in Schwellenl&#228;ndern zu beseitigen&#8221;.  An der Konferenz der Organisation f&#252;r Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), die ihren Sitz in Paris hat, nahm auch derChef der Internationalen Atomenergiebeh&#246;rde (IAEA) Yukiya AMANO teil, der erkl&#228;rte, die Stromerzeugung aus Kernkraft k&#246;nne einen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung leisten und &#8220;den Klimawandel abschw&#228;chen&#8221;.<a id="more-11552"></a></p>
<p>Der franz&#246;sische Pr&#228;sident  erkl&#228;rte, die Franzosen seien bereit, ihre nuklearen Erfahrungen mit anderen L&#228;ndern zu teilen. Um den Klimawandel einzud&#228;mmen, brauche man  sowohl die zivile Nutzung der Atomkraft wie die Erneuerbaren Energien.  Sarkozy: &#8220;Wir brauchen beides.“  Die Atomenergie k&#246;nne „zum Kitt einer neuen internationalen Solidarit&#228;t“ werden. Frankreich deckt 80 % seines Strombedarfs mit Atomkraftwerken ab.</p>
<p>Frankreich will ein &#8220;Internationales Instituts f&#252;r Kernenergie“ gr&#252;nden, um hier &#8220;f&#252;hrende Nuklearforscher zu versammeln, die ihre Forschungsergebnisse und Expertisen an Ingenieure und Techniker aus dem In- und Ausland weitergeben.&#8221;</p>
<p>Entwicklungsl&#228;nder d&#252;rften nicht ausgeschlossen werden, forderte Sarkozy und kritisierte die „egoistische“ Auffassung der Industriestaaten, wonach arme L&#228;nder kein Recht auf Atomtechnologie h&#228;tten, weil sie nicht die Sicherheit gew&#228;hrleisten k&#246;nnten. Damit schlie&#223;e man &#228;rmere Staaten vom Fortschritt und einem besseren Leben aus, beklagte Sarkozy.  Bei der Finanzierung von Atomprojekten sollten die internationalen Finanzinstitutionen eine zentrale Rolle spielen, forderte der franz&#246;sische Staatspr&#228;sident. Er bedauerte, dass die <em>Weltbank</em> und die <em>Europ&#228;ische Bank f&#252;r Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) </em>die Unterst&#252;tzung beim Bau von Atomkraftwerken &#8220;ge&#228;chtet&#8221; habe. Die Entwicklungsbanken m&#252;ssten sich &#8220;entschlossen bei der Finanzierung engagieren&#8221;.</p>
<p>Frankreich wolle mit allen L&#228;ndern kooperieren, die zivile Nukleartechnik nutzen, unterstrich Sarkozy auf der OECD-Konferenz, an der nach franz&#246;sischen Angaben 65 Staaten und internationalen Organisationen teilnahmen. Vertreter aus dem Iran und Nordkorea wurden nicht eingeladen - wohl aber Syrien, das im letzten IAEA-Bericht wegen fehlender Kooperationsbereitschaft kritisiert worden war.</p>
<p>Auch IAEA-Chef Amano betonte in Paris, der Zugang zur Atomkraft d&#252;rfe nicht &#8220;exklusives Privileg der reichen L&#228;nder&#8221; bleiben. Die Internationale Atomenergiebeh&#246;rde erwarte, dass &#8220;10 bis 25 neue L&#228;nder bis 2015 ihr erstes Atomkraftwerk in Betrieb nehmen&#8221;.</p>
<p>Die <em>World Nuklear Association (WNA</em>), der &#252;ber 180 Staaten angeh&#246;ren, gab die &#8220;Erlaubnis&#8221;, bis 2010 weltweit 450 neue Atomreaktoren zu bauen. Der Marktwert wird auf € 100 Milliarden gesch&#228;tzt. Frankreich, wo drei Viertel des Stroms aus Kernenergie stammen, strebt beim internationalen Handel mit AKWs den Ausbau seiner Spitzenstellung an.</p>
<p>EU-Kommissionspr&#228;sident José Manuel BARROSO warnte, nicht nur Europa m&#252;sse Sicherheitsvorkehrungen treffen, um die  Weitergabe von nuklearen Produkten zu verhindenn. Entsprechende &#8220;Sicherheitsvorgaben&#8221; m&#252;ssten bei der Weitergabe von Atomtechnik international &#8220;angehoben&#8221; w&#252;rden.</p>
<p>Die Sprecherin von <em>Sortir du Nucléaire</em> erkl&#228;rte in <em>France 24:</em> &#8220;Wir sind dar&#252;ber beunruhigt, dass Atomkraftwerke &#252;berhaupt nicht daf&#252;r ausgelegt sind, mit unterschiedlichen Intensit&#228;ten umzugehen. Das kann zu Kontrollschwierigkeiten und gar zu einem Kontrollverlust f&#252;hren, einem Unfall des Typs, wie er in Tschernobyl passiert ist. Das ist eine wahre Bombe, das ist sehr explosiv.&#8221;</p>
<p>Hans-Josef FELL, energiepolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion B&#252;ndnis 90/ Die Gr&#252;nen, erkl&#228;rte in Berlin, ein Ausbau der Atomenergie sei mit Blick auf den wachsenden Internationalen Terrorismus  z.B. mit Hilfe eines entf&#252;hrten Verkehrsflugzeugs,  oder der Gefahr von neuartigen Waffensystemen  &#8220;mehr als verantwortungslos&#8221;. Sarkozys Pl&#228;ne seien &#8220;nicht nur ein Hochsicherheitsrisiko, sondern f&#246;rdert auch die  Energieabh&#228;ngigkeiten einiger L&#228;nder drastisch, obwohl beide Probleme mit heimischen Erneuerbaren Energien gel&#246;st werden k&#246;nnten.&#8221;  Besonders abenteuerlich sei, dass nun auch &#8220;ausgerechnet Israel mit dem Bau von Atomreaktoren im eigenen und Nachbarl&#228;ndern seine Verwundbarkeit drastisch versch&#228;rfen will.&#8221;</p>
<p>Fell vermisst eine &#8220;offensive Regierungsinitiative f&#252;r die deutsche Solar- und Windenergiebranche&#8221;. Die Bundesregierung riskiere &#8220;mit den drastischen Verg&#252;tungsk&#252;rzungen die technologische Vorreiterrolle Deutschlands  in der Solarwirtschaft zu verlieren.&#8221; Damit werde nicht nur ein gro&#223;e Chance f&#252;r die exportorientierte Branche der Erneuerbaren Energien verpasst, &#8220;sondern eben auch f&#252;r eine sicherere Welt.&#8221;</p>
<p>Das Bundeskabinett hatte am 03.03. die Formulierungshilfe f&#252;r den Entwurf eines Gesetzes zur &#196;nderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes beschlossen. Ziel des Gesetzes ist es, einen dynamischen Ausbau der Solarenergie bei gleichzeitig sinkenden Verg&#252;tungen und damit Kosten sicherzustellen. Die Formulierungshilfe wird nun von den Regierungsfraktionen in das parlamentarische Gesetzgebungsverfahren eingebracht.</p>
<p>Bundeskanzlerin Angela MERKEL (CDU) empfing m 10.03. den franz&#246;sischen Premierminister François FILLON zu einem Gespr&#228;ch im Berliner Bundeskanzleramt.
</p>
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		<title>Streit mit USA &#252;ber Airbus-Tankflugzeuge</title>
		<link>http://www.berlinkontor.de/09.03.2010/streit-mit-usa-ueber-airbus-tankflugzeuge.html</link>
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		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 19:12:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>d.peters</dc:creator>
		
	<category>News</category>
	<category>Außen- und Sicherheitspolitik</category>
	<category>Wirtschaft &amp; Finanzen</category>
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		<description><![CDATA[GiNN-BerlinKontor.&#8212;Die USA haben - wie angek&#252;ndigt - den bereits fest vereinbarten Vertrag &#252;ber den Bau von Milit&#228;r-Tankflugzeuge durch die European Aeronautic Defence and Space Company (EADS)  &#8220;annuliert&#8221;. Den US-$ 35-Milliarden-Auftrag  f&#252;r den Bau von 179 Tankflugzeugen soll nun die US-amerikanische Firma BOING erhalten und nicht - wie vereinbart - die europ&#228;ische EASD, die auch den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>GiNN-BerlinKontor</em>.&#8212;Die USA haben - wie angek&#252;ndigt - den bereits fest vereinbarten Vertrag &#252;ber den Bau von Milit&#228;r-Tankflugzeuge durch die European Aeronautic Defence and Space Company (EADS)  &#8220;annuliert&#8221;. Den US-$ 35-Milliarden-Auftrag  f&#252;r den Bau von 179 Tankflugzeugen soll nun die US-amerikanische Firma BOING erhalten und nicht - wie vereinbart - die europ&#228;ische EASD, die auch den AIRBUS baut.  Die USA begr&#252;ndeten den Ausstieg mit angeblichen &#8220;unfairen Wettbewerbs- und Ausschreibungsbedingungen&#8221;. EADS und Northrop Grumman kritisierten die neuen  Modalit&#228;ten der Ausschreibung, die eindeutig Boeing  bevorzuge. &#8220;Die US-Luftwaffe wei&#223;, dass wir bei weitem das bessere Produkt anbieten&#8221;, sagte selbstbewusst und entt&#228;uscht Airbus-Chef Thomas ENDERS.<a id="more-11551"></a></p>
<p>Nach dem R&#252;ckzug des europ&#228;ischen EADS-Konzerns aus dem Bieterrennen f&#252;r US-Milit&#228;rflugzeuge hat sich die EU eingeschaltet. &#8220;Die EU-Kommission w&#228;re extrem besorgt&#8221;, falls sich herausstellen sollte, dass die Ausschreibungsbedingungen einen offenen Wettbewerb verhindert haben, erkl&#228;rte EU-Handelskommissar Karel DE GUCHT. &#8220;Es ist h&#246;chst bedauerlich, wenn ein wichtiger potentieller Anbieter sich au&#223;erstande f&#252;hlt, f&#252;r einen Vertrag dieser Art zu bieten&#8221;, erkl&#228;rte De Gucht. Offene Beschaffungsm&#228;rkte garantierten einen besseren Wettbewerb und setzten das Geld des Steuerzahlers besser ein. Die Kommission werde nun &#8220;weitere Entwicklungen in dem Fall sehr genau verfolgen&#8221;.</p>
<p>Die allgemeine Entr&#252;stung &#252;berrascht, denn es war klar, dass die US-Regierung  - genauer: der US-Rechnungshof -. intervenieren w&#252;rde und einen Milliarden-Auftrag an ein europ&#228;ische Unternehmen &#8220;unterbinden&#8221; werde.</p>
<p>Am 01.03.2008 hatte <em>GiNN-BerlinKontor </em>gemeldet:  Die US-Luftwaffe hat beim EADS-Partner “Northrop Grumman Corp” 179 Tankflugzeuge vom Typ KC-45A bestellt. Der fliegendeTreibstofftanker ist eine milit&#228;rische Variante des AIRBUS-Gro&#223;flugzheugs A330 und basiert auf der A330 MRTT (Multi Role Tanker Transport) von EADS. Mit diesem 35 Milliarden US-Dollar-Auftrag wird “EADS seine industrielle Pr&#228;senz in den USA deutlich ausbauen und zugleich seine Bedeutung als Zulieferer der US-amerikanischen Streitkr&#228;fte wesentlich steigen”, hei&#223;t es in einer Mitteilung des Airbus-Konzerns.  Das US-Verteidigungsministerium gab die Entscheidung mit den Worten bekannt: “The contract calls for up to 179 new KC-45A tankers to be built over the next decade or so at a cost of around $35 billion. Tanker aircraft are used to refuel other aircraft while in flight.”</p>
<p>Im August 2008 hiess es beriets, der Grossauftrag des US-Verteidigungsministeriums an die EADS=European Aeronautic Defence and Space Company f&#252;r den Bau von 179 Tankflugzeugen m&#252;sse neu ausgeschrieben werden. Die neuen Gebote m&#252;ssten bis zum 1. Oktober vorgelegt werden. Der bisherige Auftraggeber - US-Air Force - mu&#223;te die Federf&#252;hrung an das US-Verteidigungsminsiterium (Pentagon)  abgeben.</p>
<p>Der US-Konkurrent BOEING hatte Beschwerde beim US-Rechnungshof  eingelegt - “wegen schwerer Fehler bei der Auftragsvergabe”. Der Forderung des Airbus-Konkurrenten Boeing nach einer  &#8220;Wiederholung der Ausschreibung&#8221; wurde stattgegeben. Der sp&#228;tere Pr&#228;sident Barack H. OBAMA  unterst&#252;tzte damals die Forderungen der US-Firma BOEING.  Auch US-Verteidigungsminister Robert GATES verlangte, den Auftrag an EADS &#8220;neu auszuschreiben” (”reopen the bidding”).</p>
<p>Bei dem Gro&#223;flugzeug handelt es sich um eine Entwicklung des EADS-Gesch&#228;ftsbereichs &#8220;Milit&#228;rische Transportflugzeuge&#8221;. Mit diesem System sollen auch die von Gro&#223;britannien, Australien, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten bestellten Tankflugzeuge ausger&#252;stet werden. F&#252;r das KC-45-Tankerprogramm war die EADS-Tochter Northrop Grumman zust&#228;ndig.</p>
<p>Der fliegendeTreibstofftanker ist eine milit&#228;rische Variante des Airbus-Gro&#223;flugzheugs A330 und basiert auf der A330 MRTT (Multi Role Tanker Transport) von EADS. Der angebotene Tankausleger ARBS verf&#252;gt &#252;ber eine Fly-by-Wire-Steuerung und eine automatische Lastabminderung, die einen erh&#246;hten Treibstoffumschlag und eine st&#228;rkere Kontrolle in der Bedienung erm&#246;glichen. Die maximal umzuschlagende Treibstoffmenge betr&#228;gt 1,200 Gallonen pro Minute.</p>
<p>Die A330 MRTT hatte sich in f&#252;nf Wettbewerben durchgesetzt. Bundeskanzlerin Angela MERKEL (CDU) bezeichnete damals den Milliardenauftrag der US-Air Force an den europ&#228;ischen Luftfahrt- und R&#252;stungskonzern als “Riesenerfolg” f&#252;r AIRBUS und die europ&#228;ische Luftfahrtindustrie. “Dass EADS in diesem fairen und offenen Verfahren den Zuschlag erhalten hat, ist nicht nur ein Beleg f&#252;r die technologische Leistungs- und Wettbewerbsf&#228;higkeit von AIRBUS. Es ist zugleich ein Zeichen f&#252;r die gute und vertrauensvolle sicherheitspolitische Zusammenarbeit mit den USA”, so die Kanzlerin.</p>
<p>Bundeswirtschaftsminister Rainer BR&#220;DERLE (FDP) sprach jetzt von Protektionismus. Der EADS-Konkurrent Boeing werde bei dem Auftrag f&#252;r Tankflugzeuge der US-Luftwaffe deutlich bevorzugt. Als einziger Anbieter erhalte der US- Flugzeugbauer wirtschaftliche und finanzielle Vorteile, ohne dass die Luftwaffen das beste Produkt erhalten w&#252;rde. &#8220;Auch bei der Beschaffung von R&#252;stungsg&#252;tern sollte der freie Wettbewerb nicht einseitig eingeschr&#228;nkt werden&#8221;, so Br&#252;derle.  Gerade in der aktuellen Wirtschaftskrise schadeten &#8220;schon Anzeichen von Protektionismus&#8221;.</p>
<p>Der Luftfahrtexperte Heinrich Gro&#223;bongardt  sagte im n-tv,  EADS und Northrop Grumman h&#228;tten in USA bis zu 48.000 Arbeitspl&#228;tze  schaffen wollten. &#8220;Ein gro&#223;er Teil der Wertsch&#246;pfung w&#228;re in jedem Fall in den USA entstanden&#8221;, so Gro&#223;bongardt. &#8220;Northrop Grumman sagt sogar, mehr als in dem Falle der Boeing-Entscheidung. Von daher glaube ich, Protektionismus spielt eine Rolle, aber sicherlich nicht die entscheidende.&#8221;</p>
<p>EADS schloss unterdessen einen Alleingang ohne Northrop Grumman aus. EADS plane nicht, ohne den US-Partner ein erneutes abzugeben, sagte er. Der Konzern werde aber seine Strategie &#8220;mit Blick auf den amerikanischen Markt nicht &#228;ndern. Wir wollen unsere Pr&#228;senz in den USA erh&#246;hen.&#8221;</p>
<p>Der Luftfahrtkoordinator der Bundesregierung, Peter HINTZE (CDU)  rief die US-Regierung zum &#220;berdenken ihres Angebotsverfahrens auf.  Forget it! in USA gilt die Parole: &#8220;Buy American!&#8221;</p>
<p>Der Chef der EADS-Tochter AIRBUS, Thomas ENDERS, warf der US- Regierung vor, voreingenommen zu agieren. &#8220;Die Folge ist, dass die USA nicht das beste Flugzeug bekommen werden, das es gibt&#8221;, sagte EADS-Chef Louis GALLOIS. Sollten die USA die Ausschreibung allerdings &#228;ndern, werde EADS eine Bewerbung pr&#252;fen.</p>
<p>Die SPD ging bereits auf anti-amerikanischen Kurs: &#8221; Das ist ein skandal&#246;ser Vorgang&#8221;, so der wirtschaftspolitiuscher Sprecher der SPD-BT-Fraktion Garreit DUIN. &#8220;Die Amis agieren auf Taschenspielertrikck.Niveau.&#8221;</p>
<p>EADS hatte noch unter der Regierung von Ex-Pr&#228;sident George W. BUSH den Zuschlag f&#252;r das Gesch&#228;ft erhalten.</p>
<p><em>Detlef  R. Peters </em>
</p>
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		<title>Merkel: Europ&#228;ischer W&#228;hrungsfonds &#8220;Ultima Ratio&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 14:45:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>d.peters</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[GiNN-BerlinKontor.&#8212;Die deutsche Bundeskanzlerin Angela MERKEL (CDU) will gemeinsam mit Frankreich, Luxemburg und Griechenland  k&#252;nftige Finanzspekulationen stoppen.  Sie fordert &#8220;neue Richtlinien&#8221; f&#252;r die einen  Europ&#228;ischen W&#228;hrungsfonds (EWF). Dies sei die &#8220;Ultima Ratio&#8221;. Dabei m&#252;sse auch &#252;ber eine &#8220;Kaskade von Sanktionen&#8221; nachgedacht werden, um Euro-L&#228;nder vom Schuldenmachen abzuhalten. &#8220;Wir sind uns einig&#8221;, sagte Merkel nach einem Treffen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>GiNN-BerlinKontor.</em>&#8212;Die deutsche Bundeskanzlerin Angela MERKEL (CDU) will gemeinsam mit Frankreich, Luxemburg und Griechenland  k&#252;nftige Finanzspekulationen stoppen.  Sie fordert &#8220;neue Richtlinien&#8221; f&#252;r die einen  Europ&#228;ischen W&#228;hrungsfonds (EWF). Dies sei die &#8220;Ultima Ratio&#8221;. Dabei m&#252;sse auch &#252;ber eine &#8220;Kaskade von Sanktionen&#8221; nachgedacht werden, um Euro-L&#228;nder vom Schuldenmachen abzuhalten. &#8220;Wir sind uns einig&#8221;, sagte Merkel nach einem Treffen mit dem luxemburgischen Ministerpr&#228;sidenten und Eurozonen-Vorsitzenden Jean-Claude JUNCKER in Luxemburg.<a id="more-11550"></a></p>
<p>Laut Merkel soll damit unter anderem der Handel mit Kreditausfallversicherungen (sogenannten Credit Default Swaps, CDS) eingegrenzt werden. &#8220;Wir sind der Meinung, dass die anhaltende Spekulation gegen L&#228;nder des Euroraums Anlass gibt, das schnellstm&#246;glich umzusetzen&#8221;, so die Bundeskanzlerin..Die CDS ganz verbieten will man allerdings nicht,  da die Wirtschaft sie  &#8220;zur Absicherung&#8221; ben&#246;tige. Darauf h&#228;tten Vertreter des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) hingewiesen.</p>
<p>Hintergrund: Bei ungedeckten Leerverk&#228;ufen ver&#228;u&#223;ern Banken oder Investmentfonds Aktien, die sie gar nicht besitzen, mit dem Ziel, den B&#246;rsenkurs zu dr&#252;cken und die Papiere dann g&#252;nstig einzukaufen. Mit einem CDS k&#246;nnen sich K&#228;ufer einer Staats- oder Firmenanleihe gegen einen Bankrott des Gl&#228;ubigers versichern. Die Papiere werden aber immer h&#228;ufiger eingesetzt, um losgel&#246;st von ihrem eigenen Zweck auf die Pleite eines Staates oder Unternehmens zu wetten. Aktuelles Beispiel ist Griechenland.</p>
<p>Wie die <em>S&#252;ddeutschen Zeitung</em>  berichtet, wollen die EU-Regierungschefs Merkel, Sarkozy, Juncker und Papandreou  - wenn wichtige G-20-Partner wie die USA und China nicht mitziehen -  notfalls auch einen europ&#228;ischen Alleingang starten.   Die CDS ganz verbieten will man allerdings nicht, G&#228;nzlich verboten werden sollten die CDS allerdings nicht, da die Wirtschaft sie zur Absicherung ben&#246;tige. Darauf h&#228;tten Vertreter des Bundesverbands der Deutschen Industrie hingewiesen.</p>
<p>Bundesfinanzminister Wolfgang SCH&#196;UBLE (CDU) hatte zuvor im Deutschen Bundestag als Konsequenz auf die griechische Finanzklrise vorgeschlagen, an den Aufbau eines <em>Europ&#228;ischen W&#228;hrungsfonds zu denken </em>- nach dem  Vorbild des <em>Internationale W&#228;hrungsfonds (IWF)</em> in Washington D.C.   Nach diesen &#220;berlegungen k&#246;nnte es bei k&#252;nftigen Schuldenkrisen Unterst&#252;tzung f&#252;r Euro-Mitgliedsstaaten geben, die jedoch an strikte Auflagen gebunden sein m&#252;ssten. In welchem Umfang und ob &#252;berhaupt geholfen wird,  m&#252;sste die Euro-Gruppe einstimmig entscheiden -nat&#252;rlich unter Ausschluss des betroffenen EU-Mitglieds.
</p>
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		<title>Bundesbank mit € 4,1 Milliarden &#220;berschuss</title>
		<link>http://www.berlinkontor.de/09.03.2010/bundesbank-mit-e-41-milliarden-ueberschuss.html</link>
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		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 14:06:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>d.peters</dc:creator>
		
	<category>News</category>
	<category>Wirtschaft &amp; Finanzen</category>
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		<description><![CDATA[GiNN-BerlinKontor .&#8212;-Einen &#220;berschuss von € 4,1 Milliarden erwirtschaftete die Deutsche Bundesbank im Krisenjahr 2009 und &#252;berwies davon € 3,5 Milliarden an den Bund.  2008 waren es noch  € 6,3 Milliarden.   Vom Jahres&#252;berschuss werden € 600 Millionen verwendet, um die durch die Konjunkturpakete entstandenen Schulden zu tilgen.   &#8220;Der R&#252;ckgang gegen&#252;ber dem Vorjahr ist vor allem auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>GiNN-BerlinKontor </em>.&#8212;-Einen &#220;berschuss von € 4,1 Milliarden erwirtschaftete die Deutsche Bundesbank im Krisenjahr 2009 und &#252;berwies davon € 3,5 Milliarden an den Bund.  2008 waren es noch  € 6,3 Milliarden.   Vom Jahres&#252;berschuss werden € 600 Millionen verwendet, um die durch die Konjunkturpakete entstandenen Schulden zu tilgen.   &#8220;Der R&#252;ckgang gegen&#252;ber dem Vorjahr ist vor allem auf niedrigere Zinsertr&#228;ge in Euro zur&#252;ckzuf&#252;hren. Grund hierf&#252;r waren die in der Eurozone historisch niedrigen Leitzinsen&#8221;, erkl&#228;rte der deutsche Notenbank-Pr&#228;sident Axel WEBER. Der Leitzins blieb  seit Mai 2009 auf 1 %.<a id="more-11549"></a></p>
<p>Den bisher h&#246;chsten Gewinn erzielte die Deutsche Bundesbank 1997 mit € 12,4 Milliarden .   Die Ertr&#228;ge der Bundesbank h&#228;ngen ab von der Wertentwicklung der Gold- und Devisenbest&#228;nde  und von den Einnahmen aus den Refinanzierungsgesch&#228;ften mit den Gesch&#228;ftsbanken.</p>
<p>Das Staatsdefizit wurde 2009 wegen sinkender Steuereinnahmen und steigender Ausgaben mehr als verdreifacht. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte wuchs das Minus im Kernhaushalt des Bundes 2009 auf  € 37,2 Milliarden. Das waren  € 25,4 Milliarden  mehr als ein Jahr zuvor. Dabei seien die mit der Finanz- und Wirtschaftskrise verbundenen Belastungen wie der Finanzmarktstabilisierungsfonds noch gar nicht eingerechnet.</p>
<p>Die Ausgaben im Kernhaushalt des Bundes stiegen im vergangenen Jahr um 5 % Prozent auf  e 319,8 Milliarden,  w&#228;hrend die Einnahmen um 3,5 % auf € 282,6 Milliarden Euro sanken. Hauptgrund f&#252;r den R&#252;ckgang waren nach Angaben der Statistiker stark r&#252;ckl&#228;ufige Einnahmen bei der Einkommens- und K&#246;rperschaftssteuer.</p>
<p>Die Kernhaushalte der Bundesl&#228;nder wiesen 2009 einen Fehlbetrag von € 25,8 Milliarden  auf. 2008 hatten die L&#228;nder noch einen leichten &#220;berschuss von € 0,6 Milliarden.  Die Ausgaben der L&#228;nder stiegen auf € 285,6 Milliarden. Hauptgrund f&#252;r den Anstieg um 4,3 %  war der Statistik zufolge die &#8220;Rettung&#8221;  der Bayerischen Landesbank durch den Freistaat Bayern.  Starke Einnahmen-Verluste verzeichneten auch die Bundesl&#228;nder  Sie gingen um 5,4 % auf  € 259,7 Milliarden zur&#252;ck.  Auch hier werden die stark gesunkenen Steuereinnahmen als Hauptgrund genannt - insbesondere bei der Einkommen- und K&#246;rperschaftsteuer.
</p>
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