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	<title>BerlinKontor.de</title>
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	<description>Das Wissens- und Meinungsportal</description>
	<pubDate>Fri, 10 Sep 2010 12:29:49 +0000</pubDate>
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		<title>Neue Hetzjagd auf  Erika Steinbach</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Sep 2010 12:17:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>d.peters</dc:creator>
		
	<category>News</category>
	<category>Außen- und Sicherheitspolitik</category>
	<category>Innenpolitik</category>
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		<description><![CDATA[GiNN-BerlinKontor.&#8212;Erika STEINBACH, Pr&#228;sidentin des Bundes der Vertriebenen (BdV),, zieht sich aus der CDU-F&#252;hrung zur&#252;ck. &#8220;Ich werde nicht mehr erneut f&#252;r den Parteivorstand kandidieren&#8221;,  sagte sie in DIE WELT (10.09.).  Sie h&#228;tte dort - so Steinbach -  &#8220;nur noch eine Alibi-Funktion, die ich nicht mehr wahrnehmen m&#246;chte. Ich stehe dort f&#252;r das Konservative, aber ich stehe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>GiNN-BerlinKontor</em>.&#8212;Erika STEINBACH, Pr&#228;sidentin des Bundes der Vertriebenen (BdV),, zieht sich aus der CDU-F&#252;hrung zur&#252;ck. &#8220;Ich werde nicht mehr erneut f&#252;r den Parteivorstand kandidieren&#8221;,  sagte sie in DIE WELT (10.09.).  Sie h&#228;tte dort - so Steinbach -  &#8220;nur noch eine Alibi-Funktion, die ich nicht mehr wahrnehmen m&#246;chte. Ich stehe dort f&#252;r das Konservative, aber ich stehe immer mehr allein&#8221;, betonte die CDU-Politikerin. Ihre Partei - die CDU -  habe sich stets als einzige Kraft den Vertriebenen angenommen.  Die Debatte um die Stiftung &#8220;Flucht, Vertreibung, Vers&#246;hnung&#8221; habe sie jedoch desillusioniert: Der Weg zu dieser Stiftung   sei &#8220;extrem hart&#8221; gewesen.  Steinbach warnte ihre Partei: &#8220;Meine CDU ist nicht auf einem guten Weg. Denn mit Anpassung zieht man keine W&#228;hler an&#8221;.<a id="more-12022"></a></p>
<p>Erika Steinbach hatte vor ihren Partei&#8221;freunden&#8221; auf die historisch korrekte Tatsache hingewiesen, dass Polen bereits im M&#228;rz 1939 die Mobilmachung angeordnet hatte, was so ausgelegt wurde, sie habe die Kriegsschuld Hitler-Deutschlands in Frage stellen wollen.  Sie hatte darauf hingewiesen.  dass Polen  Monate vor dem deutschen &#220;berfalll  mobil gemacht habe und das sei &#8220;ein Faktum&#8221;. Obwohl sSteinbach offensichtlich  keinen Zweifel daran liess, dass Nazi-Deutschland den Kriegsausbruch provoziert hat, wurde sie scharf kritisiert.</p>
<p>Erika Steinbach hat - wie gesagt - auf eine historische Tatsache hingewiesen: Polen hat am 23. M&#228;rz 1939  nach dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht in die &#8220;Rest-Tschechei&#8221;  eine Mobilmachung  angeordnet. Die Tschechoslowakei  hatte im  &#8220;M&#252;nchner Abkommen&#8221;   das Sudetengebiet  an Deutschland abtreten m&#252;ssen. Polen annektierte laut M&#252;nchner Abkommen sogar das Olsa-Gebiet. Der Einmarsch deutscher Truppen in Polen erfolgte am 1. September 1939. Dies l&#246;ste den Zweiten Weltkrieg aus.</p>
<p>Der  franz&#246;sische Botschafter Robert COULONDRE in Berlin  - seit dem 02.11.1938 im Amt &#8212; schreibt in seinen Erinnerungen, die  &#8220;Friedensvorschl&#228;ge&#8221;,  die Frankreichs Pr&#228;sident  Edouard DALLADIER in Warschau unterbreitet habe, seien von der polnischen Regierung zur&#252;ckgewiesen worden.  Die Polen - so Coulondre - h&#228;tten vielmehr &#8220;die deutsche Minderheit in denkbar schlimmer weise mi&#223;handelt.&#8221;  Zu alledem habe  &#8220;die polnische Regierung  auch noch die allgemeine Mobilmachung angeordnet  und l&#228;&#223;t auf deutsche Flugzeuge schiessen, die den Korridor (nach Danzig) &#252;berquerten.&#8221;  Eine solche Handlungsweise sei &#8220;unertr&#228;glich&#8221;.</p>
<p>Vermutlich bezog sich Steinbach auf diese Aufzeichnungen Coulondres. Es ist und bleibt jedoch eine historiche Tatsache, dass Hitler den Krieg gegen Polen provozierte. Dar&#252;ber liess auch die BdV-Pr&#228;sidentin Erika Steinbach keinen Zweifel.</p>
<p>Polens Botschafter in Berlin, Marek PRAWDA, erkl&#228;rte, auch der NS-Propaganda sei es   darum gegangen, &#8220;die Kriegsschuld auf andere zu schieben&#8221;, sagte der Diplomat der <em>Passauer Neuen Presse.</em></p>
<p>Thomas OPPERMANN, Parlamentarischerr Gesch&#228;ftsf&#252;hrer der SPD-Bundestagsfraktion, wetterte:&#8221;Wer so unsensibel revisionistische Thesen verteidigt wie  sie, ist nicht geeignet, in wichtigen menschenrechtlichen und  historischen Fragen sachgem&#228;&#223; zu urteilen&#8221;, sagte er im <em>Spiegel Online.</em>.  Erika Steinbach sei eine  &#8220;Giftmischerin f&#252;r die deutsch-polnische Auss&#246;hnung&#8221;.</p>
<p>Wir meinen: Man sollte diese erneute Hetzjagd unterlassen und in die Zukunft blicken.
</p>
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		<title>Thilo Sarrazin tritt zu&#252;ck</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Sep 2010 00:15:04 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[GiNN-BerlinKontor.&#8212;Die Deutsche Bundesbank teilt uns mit: &#8220;Der Vorstand der Deutschen Bundesbank und das Vorstandsmitglied Dr. Thilo SARRAZIN sind sich ihrer Verantwortung f&#252;r die Institution Deutsche Bundesbank bewusst. Mit Blick auf die &#246;ffentliche Diskussion werden die Beteiligten ihre Zusammenarbeit zum Monatsende einvernehmlich beenden. Der Vorstand der Deutschen Bundesbank hat seinen Antrag vom 3. September 2010 zur&#252;ckgezogen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>GiNN-BerlinKontor</em>.&#8212;Die <em>Deutsche Bundesbank</em> teilt uns mit: &#8220;Der Vorstand der Deutschen Bundesbank und das Vorstandsmitglied Dr. Thilo SARRAZIN sind sich ihrer Verantwortung f&#252;r die Institution Deutsche Bundesbank bewusst. Mit Blick auf die &#246;ffentliche Diskussion werden die Beteiligten ihre Zusammenarbeit zum Monatsende einvernehmlich beenden. Der Vorstand der Deutschen Bundesbank hat seinen Antrag vom 3. September 2010 zur&#252;ckgezogen und h&#228;lt die wertenden Ausf&#252;hrungen aus seiner Pressemitteilung vom 30. August 2010 nicht aufrecht. Herr Dr. Sarrazin hat den Bundespr&#228;sidenten gebeten, ihn von seinem Amt zu entbinden. Der Vorstand der Deutschen Bundesbank dankt Herrn Dr. Sarrazin f&#252;r die von ihm als Mitglied des Vorstands geleistete Arbeit. Beide Seiten werden sich in dieser Angelegenheit nicht mehr &#228;ussern.&#8221;</p>
<p>Das Bundespr&#228;sidialamt teilte auf Anfrage mit,  Bundespr&#228;sident Christian WULFF werde das  R&#252;cktrittsgesuch Sarrazins annehmen. Er begr&#252;&#223;e die  &#8220;einvernehmliche  L&#246;sung mit der Deutschen Bundesbank&#8221;.
</p>
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		<title>DIE neue RECHTE: &#8220;Islamismus - nein danke!&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Sep 2010 12:43:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>d.peters</dc:creator>
		
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	<category>Innenpolitik</category>
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		<description><![CDATA[GiNN-BerlinKontor.&#8212;Die &#8220;B&#252;rgerbewegung Pro Deutschland&#8221; wehrt sich gegen die &#8220;b&#246;se Absicht in die rechtsextreme Ecke gestellt zu werden&#8221;, obwohl ihre Protagonisten nicht leugnen, ihr &#8220;Praktikum&#8221; bei den  Parteien  DVU, NPD oder Republikaner absolviert zu haben. Die neue Rechte - mit dem Slogan &#8220;Islamismus - nein danke&#8221;, die am 4. September 2011 auch in Berlin als &#8220;Pro [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>GiNN-BerlinKontor.</em>&#8212;Die &#8220;<em>B&#252;rgerbewegung Pro Deutschland</em>&#8221; wehrt sich gegen die &#8220;b&#246;se Absicht in die rechtsextreme Ecke gestellt zu werden&#8221;, obwohl ihre Protagonisten nicht leugnen, ihr &#8220;Praktikum&#8221; bei den  Parteien  DVU, NPD oder Republikaner absolviert zu haben. Die neue Rechte - mit dem Slogan &#8220;Islamismus - nein danke&#8221;, die am 4. September 2011 auch in Berlin als &#8220;Pro Berlin&#8221; antreten will, hofft auf die neu geborenen &#8220;Sarrazinaner&#8221;, die endlich  islamkritische B&#252;rger in die deutschen Parlamente entsenden sollen.  Die &#8220;Bewegung&#8221;  <em>Pro Berlin</em> wurde auch in Berlin bereits am 25.02.2010 gegr&#252;ndet.  Finanziert und unterst&#252;tzt wird die PRO-Gruppe von dem schwedischen Million&#228;r Patrick BRINKMANN.  Auch der aus der CDU-Fraktion im  Berliner Abgeordnetenhaus  gefeuerte  Abgeordnete René STADTWITZ will eine neue Partei  &#8220;rechts von der Union&#8221;  gr&#252;nden. Vermutlich schlie&#223;t er sich den PROs an. Stadtwitz war als CDU-Mitglied Vorstandsmitglied der anti-Moscheen-B&#252;rgerbewegung &#8220;<em>Pax Europa</em>&#8221; - auch das k&#246;nnte der Name seiner neuen Partei werden.<a id="more-12020"></a></p>
<p>Nein - so behaupten PROs -  sie seien  &#8220;kein braunes Panoptikum, das die &#214;ffentlichkeit entsetzt&#8221;. Und sie spannen sogar die Kanzlerin vor ihren Wagen, denn:  &#8220;Angela Merkel hat dem d&#228;nischen Karikaturisten Kurt Westergaard einen wichtigen Preis verliehen. Der Geehrte hat die Meinungsfreiheit verteidigt, er wird verfolgt und mit dem Tode bedroht. Denn Westergaard war der Zeichner jener Mohammed-Karikaturen, deren Ver&#246;ffentlichung in d&#228;nischen Zeitungen im Jahr 2005 Moslems in aller Welt gegen den Westen in Zorn versetzte.&#8221;</p>
<p>Die PROs wollen nach eigenem Bekunden jetzt &#8220;die Gunst der Stunde nutzen&#8221; und vor dem Huntergrund des derzeit grassierenden &#8220;Sarrazinismus&#8221; eine bundesweite Kampagne starten. Denn:  &#8220;Wir m&#252;ssen das Eisen schmieden, so lange es hei&#223; ist&#8221;.  Sie berufen sich auf Umfragen, nach denen 18 % eine von Sarrazin-gef&#252;hrte Partei w&#228;hlen w&#252;rden.</p>
<p>Im &#8220;Grundsatzprogramm&#8221;  der PROs hei&#223;t es unter anderem:  &#8220;Ausl&#228;ndische Straft&#228;ter, die das deutsche Gastrecht mi&#223;brauchen, geh&#246;ren nach Verb&#252;&#223;ung ihrer Strafe unverz&#252;glich abgeschoben. Ihnen soll die erneute Einreise nach Deutschland lebenslang verweigert werden. Vereinigungen von religi&#246;sen Fanatikern, die das deutsche Grundgesetz mi&#223;achten, geh&#246;ren verboten und aufgel&#246;st. Islamistische Ha&#223;prediger m&#252;ssen unverz&#252;glich aus Deutschland ausgewiesen werden&#8230;.Die Asylverfahren m&#252;ssen gestrafft werden. Rechtsg&#252;ltige Abschiebungs-Verf&#252;gungen gegen Scheinasylanten m&#252;ssen – wie international &#252;blich – unverz&#252;glich umgesetzt werden.&#8221;</p>
<p>Dem &#8220;politischen Extremismus&#8221; erteilt die <em>B&#252;rgerbewegung pro Deutschland</em>  &#8220;eine scharfe Absage&#8221;. Die Teilnahme am politischen Wettbewerb in Deutschland setze die  &#8220;Anerkennung der Werte des Grundgesetzes voraus&#8221;. Das Recht auf freie Meinungs&#228;u&#223;erung stosse dort an eine Grenze,  &#8220;wo Gewalt als Mittel politischer Auseinandersetzungen gepredigt oder eingesetzt wird&#8221;. Die <em>B&#252;rgerbewegung pro Deutschland</em> fordert zudem  ein  &#8220;Verbot aller politischen Vereinigungen, die das Gewaltmonopol des Staates mi&#223;achten&#8221;.</p>
<p>Die <em>Berliner Morgenpost (08.09.)  </em>befragte Frank DECKER, Professor f&#252;r Politikwissenschaft an der Universit&#228;t Bonn, und Experte f&#252;r Rechtspopulismus, ob der Autor des Buches &#8220;Deutschland schafft sich selobst ab&#8221;, Thilo SARRAZIN, ein  &#8220;Rechtspopulist&#8221; sei. Decker: &#8220;Vieles von dem, was Sarrazin anspricht, ist ja richtig. Das andere – auch die Beispiele gelungener Integration – blendet er weitgehend aus. Seine Betonung gruppenbezogener Merkmale wirkt ausgrenzend. Von der Ideologie wie auch von der Rhetorik scheint mir das den Vorwurf des Rechtspopulismus durchaus zu rechtfertigen.&#8221;  Eine neue Partei am rechten Rand - so der Bonner Parteinforscher - h&#228;tte aber  &#8220;eine hohe Anziehungskraft f&#252;r Querulanten und Rechtsextremisten.&#8221;   18 % W&#228;hler einer solchen Partei seien  &#8220;keine &#220;berraschung, vor allem auch im Hinblick auf die abnehmende W&#228;hlerbindung und die vielen Wechselw&#228;hler in Deutschland.&#8221;</p>
<p>Zum Hinweis, dass auch in den linken Parteien SPD, Gr&#252;ne, Linke  viele Sarrazin-Fans sind, sagte Decker: &#8220;In linken Parteien, den ehemaligen Arbeiterparteien gibt es starke autorit&#228;re Grundhaltungen&#8230; Auf der kulturellen Ebene stehen deren W&#228;hler weit weniger links als ihre eigenen Parteien. Genau mit diesem Problem ist jetzt die SPD massiv konfrontiert. Bei Landtagswahlen in Ostdeutschland gab es auch immer wieder direkte W&#228;hlerwanderungen von der Linken zu den Rechtsextremen. Und als Oskar LAFONTAINE von Fremdarbeitern sprach, war das der bewusste Versuch, bestimmte Versatzst&#252;cke aus dem Rechtspopulismus in eine linkspopulistische Ideologie zu integrieren.&#8221;</p>
<p>Decker wies in dem Interview mit der<em> Berliner Morgenpost</em> jedoch darauf hin, dass &#8220;eine rechtspopulistische Partei in den Medien einen extrem schweren Stand h&#228;tte&#8221;. Alle Neugr&#252;ndungsversuche in der Vergangenheit seien gescheitert und deshalb  &#8220;halte ich eine neue Partei rechts von der Union auch f&#252;r eine Phantomdebatte&#8221;, so Decker.</p>
<p>Zum &#8220;Unterschied&#8221; zwischen Rechtspopulismus und Rechtextremismus sagte der Politologe Decker: &#8220;Der Rechtspopulismus &#252;berschreitet die Grenze zur Systemfeindlichkeit nicht. Rechtsextreme Parteien arbeiten gegen die Prinzipien der liberalen Demokratie, Rechtspopulisten strapazieren sie h&#246;chstens.&#8221;
</p>
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		<title>Im Zweifel immer   f &#252; r   Presse- und  Meinungsfreiheit</title>
		<link>http://www.berlinkontor.de/09.09.2010/im-zweifel-immer-f-ue-r-presse-und-meinungsfreiheit.html</link>
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		<pubDate>Thu, 09 Sep 2010 11:16:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>d.peters</dc:creator>
		
	<category>News</category>
	<category>Kultur</category>
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		<description><![CDATA[GiNN-BerlinKontor.&#8212;Bundeskanzlerin Angela MERKEL (CDU) hat die Bedeutung von Presse- und Meinungsfreiheit hervorgehoben. Sie w&#252;rdigte den diesj&#228;hrigen Tr&#228;ger des Medienpreises, den d&#228;nischen Karikaturisten Kurt Westergaard. Dieser muss f&#252;r seine Mohammed-Karikaturen seit 2005 um sein Leben bangen. &#8220;Europa ist ein Ort, in dem ein Zeichner so etwas zeichnen darf. Das ist im &#220;brigen kein Widerspruch dazu, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>GiNN-BerlinKontor</em>.&#8212;Bundeskanzlerin Angela MERKEL (CDU) hat die Bedeutung von Presse- und Meinungsfreiheit hervorgehoben. Sie w&#252;rdigte den diesj&#228;hrigen Tr&#228;ger des Medienpreises, den d&#228;nischen Karikaturisten Kurt Westergaard. Dieser muss f&#252;r seine Mohammed-Karikaturen seit 2005 um sein Leben bangen. &#8220;Europa ist ein Ort, in dem ein Zeichner so etwas zeichnen darf. Das ist im &#220;brigen kein Widerspruch dazu, dass Europa auch ein Ort ist, in dem die Freiheit des Glaubens und der Religion sowie der Respekt vor Glaube und Religion ein hohes Gut sind&#8221;, betonte Merkel in ihrer<br />
Rede  anl&#228;sslich der Verleihung des Medienpreises &#8220;M 100 Sanssouci Colloquium&#8221; am 8. September 2010 in Potsdam. <em>GiNN-BerlinKonto</em>r dokumentiert die Rede - wie vom BPA &#252;bermittelt.<a id="more-12019"></a></p>
<p>&#8220;Meine Damen und Herren,<br />
am 9. November 1989 referierte das Mitglied des Politb&#252;ros des Zentralkomitees der SED, G&#252;nter Schabowski, in einer Pressekonferenz &#252;ber die Ergebnisse der Sitzung des Zentralkomitees. Anschlie&#223;end stellte ein Journalist der italienischen Nachrichtenagentur Ansa eine Frage nach dem neuen Reisegesetz. Schabowski antwortete ausf&#252;hrlich und endete mit dem Satz: &#8220;Deshalb haben wir uns dazu entschlossen, heute eine Regelung zu treffen, die es jedem B&#252;rger der DDR m&#246;glich macht, &#252;ber Grenz&#252;bergangspunkte der DDR auszureisen.&#8221; Ein westdeutscher Reporter hakte nach und fragte, ab wann das neue Gesetz gelte. Es folgte ein Halbsatz – ich zitiere wieder Schabowski: &#8220;Das trifft nach meiner Kenntnis… ist das sofort, unverz&#252;glich.&#8221; Die Folgen sind bekannt: Zehntausende str&#246;mten zu den Berliner Grenz&#252;berg&#228;ngen. Kurz vor Mitternacht wurden sie ge&#246;ffnet. Die Mauer war gefallen – eben unverz&#252;glich.</p>
<p>Sp&#228;ter jedoch stellte sich heraus, dass die Antwort Schabowskis ein Versehen war. Er h&#228;tte so noch gar nicht sprechen d&#252;rfen. Es sollte nicht unverz&#252;glich sein, sondern erst am n&#228;chsten Tag in Kraft treten. Die Entscheidung hatte also gleichsam eine Sperrfrist. Das hatte Schabowski &#252;bersehen – ein Versehen, das die Welt ver&#228;nderte.</p>
<p>Die Wirkung der pr&#228;zisen Frage zum richtigen Zeitpunkt, die Freiheit, sie stellen zu k&#246;nnen, und vor allem die Freiheit, &#252;ber die Antwort zu berichten, und zwar ungek&#252;rzt, unver&#228;ndert, unverz&#252;glich – welch hohes Gut. Niemals d&#252;rfen wir dieses hohe Gut als selbstverst&#228;ndlich ansehen – auch bei Themen nicht, die nicht sofort die Welt ver&#228;ndern, sondern Fragen des Alltags ber&#252;hren.</p>
<p>Umso wichtiger, dass sich Ihre Konferenz in diesem Jahr mit dem Thema &#8220;Pressefreiheit in Europa&#8221; besch&#228;ftigt. Keine Angst – meine Rede wird keine Sonntagsrede. Ich glaube, das w&#228;re Zeitverschwendung und auch nicht angemessen, noch dazu in Anwesenheit des heutigen Preistr&#228;gers Kurt Westergaard, der f&#252;r das Zeichnen und Ver&#246;ffentlichen von Karikaturen seit 2005 um sein Leben bangen muss. Das Gegenteil soll also der Fall sein. Reden wir also Klartext.</p>
<p>Noch eine Sperrfrist – eine, die mit zu einer Diskussion geh&#246;rt, die die letzten zwei Wochen bestimmt hat: Der &#8220;Spiegel&#8221; und die &#8220;BILD&#8221;-Zeitung ver&#246;ffentlichten als Vorabdrucke zeitgleich Ausschnitte aus dem Buch &#8220;Deutschland schafft sich ab&#8221;. F&#252;r Rezensionen durch Journalisten, die das Buch vor dem offiziellen Erscheinungstermin erhielten, habe, so hei&#223;t es, eine Sperrfrist von mehreren Tagen nach Erscheinen der Vorabausz&#252;ge in &#8220;Spiegel&#8221; und &#8220;BILD&#8221; gegolten. Die vorab gedruckten Buchausz&#252;ge jedenfalls l&#246;sten eine gro&#223;e &#246;ffentliche Diskussion aus.</p>
<p>In den Tagen nach den auszugsweisen Vorabdrucken schie&#223;t das Buch auf Platz 1 der Bestsellerlisten. Ungez&#228;hlte Talkshows besch&#228;ftigen sich mit seinen Analysen und Thesen. Aussagen, zum Beispiel von mir, m&#252;nden in eine Debatte, eine breite Debatte um Artikel 5 unseres Grundgesetzes. Er lautet: &#8220;Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu &#228;u&#223;ern und zu verbreiten und sich aus allgemein zug&#228;nglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gew&#228;hrleistet. Eine Zensur findet nicht statt. Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der pers&#246;nlichen Ehre. Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.&#8221; – So weit Artikel 5. Er ist es wert, gerade bei einer solchen Tagung zum Thema &#8220;Freiheit und Pressefreiheit&#8221; in G&#228;nze vorgetragen zu werden. Er ist das auch wert, weil er neben Artikel 1 zur Unantastbarkeit der W&#252;rde des Menschen, Artikel 2 zur freien Entfaltung der Pers&#246;nlichkeit, Artikel 3 zur Gleichheit aller Menschen vor dem Gesetz und Artikel 4 zur Freiheit des Glaubens f&#252;r mich zu den gr&#246;&#223;ten Sch&#228;tzen unserer Gesellschaft geh&#246;rt.</p>
<p>Die <em>BILD-Zeitung</em> machte letzten Samstag unter Bezug auf diese Debatte auf Seite 1 mit den Schlagzeilen auf: &#8220;<em>BILD</em> k&#228;mpft f&#252;r Meinungsfreiheit. Das wird man ja wohl noch sagen d&#252;rfen&#8221;. Nebenbei: Wenn ich mir hier gerade <em>BILD</em> rauspicke, dann erstens nur stellvertretend f&#252;r viele andere Medien mit &#228;hnlicher oder gleicher Sto&#223;richtung, und zweitens weil ich davon &#252;berzeugt bin, dass <em>BILD</em> das aushalten kann. Also weiter – auf Seite 2 schrieb <em>BILD</em> am Samstag dann: &#8220;Neun unbequeme Meinungen und die Fakten. Diese S&#228;tze muss man sagen d&#252;rfen, weil….&#8221; Es geht um S&#228;tze wie diese: &#8220;Ich will mich nicht daf&#252;r entschuldigen m&#252;ssen, Deutscher zu sein; wer arbeitet, darf nicht der Dumme sein; auf den Schulh&#246;fen muss Deutsch gesprochen werden; Kindersch&#228;nder geh&#246;ren f&#252;r immer weggesperrt.&#8221; Dem aufmerksamen Leser wird aufgefallen sein, dass S&#228;tze zu biologistischen oder vererbungstheoretischen Fragen in dem Artikel zur Verteidigung der Meinungsfreiheit nicht auftauchten. Aber das sei nur am Rande bemerkt.</p>
<p>Ich wei&#223;, Zeitungen drucken solche Seiten nicht aus dem hohlen Bauch heraus. Ich wei&#223;, dass diese Seiten zu einem gro&#223;en Teil das widerspiegeln, was die Redaktionen in gro&#223;er Zahl an Zuschriften erreicht – wie gesagt, wahrlich nicht nur eine Zeitung, die <em>BILD</em>-Zeitung. In allen Medien ging es schnell um die Frage, was man in Deutschland sagen darf und was nicht. Das Thema Sarrazin ist aber gerade kein Thema der Gef&#228;hrdung der Meinungsfreiheit, sondern es geht darum, ob und gegebenenfalls welche Folgen zum Beispiel ein Buch f&#252;r einen Autor in einer besonders wichtigen &#246;ffentlich-rechtlichen Institution haben kann oder nicht.</p>
<p>Meine Damen und Herren, es versteht sich von selbst, dass ich zu den rechtlichen Fragen dieses konkreten Falls hier keine Stellung nehme, und das ist auch f&#252;r unser Thema gar nicht n&#246;tig. Denn wir k&#246;nnen das aus eigenem Erleben diskutieren, auch zum Beispiel aus dem Bereich der Medien. So werden in der Unternehmenssatzung eines gro&#223;en deutschen Verlags f&#252;nf gesellschaftspolitische Unternehmensgrunds&#228;tze genannt, unter anderem zur F&#246;rderung der europ&#228;ischen Einigung, zur Sicherung des Existenzrechts Israels und zur Verteidigung der Sozialen Marktwirtschaft, um drei von ihnen zu nennen. Ein Problem mit der Meinungsfreiheit? Nat&#252;rlich nicht, vermute ich.</p>
<p>Der heutige Tag kann uns f&#252;r unser Thema &#8220;Pressefreiheit in Europa&#8221; – da bin ich mir sicher – Orientierung geben. Bei dem Mann, den Sie heute auszeichnen, dem d&#228;nischen Zeichner und Karikaturisten Kurt Westergaard, geht es um die Meinungs- und Pressefreiheit. Bei ihm geht es darum, ob er in einer westlichen Gesellschaft mit ihren Werten seine Mohammed-Karikaturen in einer Zeitung ver&#246;ffentlichen darf, ja oder nein; egal, ob wir seine Karikaturen geschmackvoll finden oder nicht, ob wir sie f&#252;r n&#246;tig und hilfreich halten oder eben nicht. Darf er das? Ja, er darf. Er ist ein Zeichner, wie es in Europa viele gibt. Europa ist ein Ort, in dem ein Zeichner so etwas zeichnen darf. Das ist im &#220;brigen kein Widerspruch dazu, dass Europa auch ein Ort ist, in dem die Freiheit des Glaubens und der Religion sowie der Respekt vor Glaube und Religion ein hohes Gut sind. Wenn ein fundamentalistischer evangelikaler Pastor in Amerika am 11. September den Koran verbrennen will, so finde ich das deshalb – kurz gesagt – schlicht respektlos, sogar absto&#223;end und einfach falsch.</p>
<p>In der Diskussion um die Ver&#246;ffentlichung der so genannten Mohammed-Karikaturen geht es also genau darum, ob wir in Europa mit unseren Werten – Sie haben die von mir genannten ersten f&#252;nf Artikel unseres Grundgesetzes sicher noch im Ohr – aus Angst vor Gewalt und Massendemonstrationen davon absehen, die Zeichnungen dieses Karikaturisten zu ver&#246;ffentlichen oder nicht, ob sie auch in anderen Zeitungen nachgedruckt werden oder nicht und, wenn nein, warum nicht.</p>
<p>Denen, die das seinerzeit aus welchen Gr&#252;nden auch immer nicht gemacht haben, werfe ich nichts vor. Jeden Tag stehen Sie bei Ihrer Berichterstattung vor Abw&#228;gungsfragen; sie geh&#246;ren zur Verantwortung der Medien in Aus&#252;bung ihrer Pressefreiheit ganz selbstverst&#228;ndlich dazu. Ich kenne solche Abw&#228;gungsfragen auch selbst: Soll die deutsche Bundeskanzlerin die Hauptrede anl&#228;sslich dieser Veranstaltung halten? Soll sie den Dalai Lama empfangen? Soll sie Briefe, die sie zum Beispiel von &#8220;Reporter ohne Grenzen&#8221; bekommt, ernst nehmen und den neuen ukrainischen Pr&#228;sidenten bei seinem ersten Besuch in Berlin auf die Einschr&#228;nkungen der Pressefreiheit in seinem Land ansprechen oder damit besser bis zur zweiten Begegnung warten?</p>
<p>Wie also verh&#228;lt es sich mit den Werten und den Interessen, den politischen wie wirtschaftlichen, die f&#252;r unser Land wichtig sind – f&#252;r Sie wie f&#252;r mich? Ich habe f&#252;r mich die genannten drei Fragen drei Mal mit Ja beantwortet, und zwar aus einem einzigen Grund, der mich seit Beginn meiner politischen Arbeit leitet: Deutsche Politik vertritt ihre Interessen wertegebunden – nach innen wie nach au&#223;en. Werte und Interessen geh&#246;ren zusammen. Wer einen Gegensatz aufmacht, hat sich bereits aufs Glatteis f&#252;hren lassen.</p>
<p>Also: Es sind Abw&#228;gungsprozesse. Aber die Arbeit eines Zeichners und die Folgen, die sie f&#252;r ihn und seine Familie bis heute hat, sie sollten uns mahnen, stets sorgsam mit unseren Einordnungen umzugehen, wie hoch die Zahl von Zuschriften und die Heftigkeit einer Diskussion zu welchem Thema auch immer sein m&#246;gen. Das kann nicht das alleinige Entscheidungskriterium sein.</p>
<p>Ja, geben wir den Menschen eine Stimme – in politischen Parteien genauso wie in den Medien. Aber &#252;berzeugen wir sie gleichzeitig, dass es in unserem Land am wenigsten darum geht, was gesagt werden darf. Richtige Entscheidungen, Taten statt Worte – das hingegen f&#252;hrt zum Kern dessen, was notwendig ist, zum Beispiel damit Integration gelingt und nicht scheitert, damit Parallelgesellschaften verhindert und nicht auch noch gef&#246;rdert werden, damit jugendliche Gewalt einged&#228;mmt und nicht hingenommen wird, damit der Sozialstaat denen hilft, die ihn brauchen, und nicht denen, die ihn missbrauchen, und vieles mehr.</p>
<p>Hier hat die Politik in der Vergangenheit Vers&#228;umnisse zu verantworten, da hat sie in den letzten Jahren zum Teil bereits richtige Konsequenzen gezogen und dort m&#252;ssen in der Zukunft weitere folgen – wahrscheinlich wie so oft in der Demokratie eher m&#252;hsam und mit Sicherheit h&#228;ufig als Kompromiss, der dann ein guter ist, wenn seine Vorteile die Nachteile &#252;berwiegen –, und zwar stets nach dem schon benannten Grundsatz: Deutsche Politik vertritt ihre Interessen wertegebunden, nach innen wie nach au&#223;en.</p>
<p>Erstens: Freiheit ist nicht bindungslos. Das gilt f&#252;r unser pers&#246;nliches Leben, das gilt in der Politik, das gilt f&#252;r die Verantwortung der Medien, das gilt f&#252;r uns alle. Freiheit ist stets und f&#252;r alle mit Verantwortung verbunden. Freiheit steht nie nur f&#252;r sich. Sie ist eine Medaille mit zwei Seiten: Auf der einen Seite steht die Freiheit von etwas, auf der anderen Seite die Freiheit zu etwas. Wenn wir also von Freiheit sprechen, dann sprechen wir tats&#228;chlich immer auch von der Freiheit des anderen. Was uns in Deutschland wie Europa auszeichnet, das ist der Umgang mit unserer Vielfalt, unserer Freiheit und der Freiheit der anderen. Wir Deutsche und Europ&#228;er haben in unserer Geschichte gelernt, aus der Vielfalt das meiste zu machen. Die Eigenschaft, die uns dazu bef&#228;higt, ist die Toleranz.</p>
<p>Zweitens: Die Toleranz ist eine anspruchsvolle Tugend. Sie braucht das Herz und den Verstand. Aber sie ist nicht mit Standpunktlosigkeit und Beliebigkeit zu verwechseln. Sie hat niemals das geringste Verst&#228;ndnis f&#252;r Intoleranz, f&#252;r Gewalt von Links- und Rechtsextremismus oder f&#252;r Gewalt im Namen einer Religion. Die Toleranz ist ihr eigener Totengr&#228;ber, wenn sie sich nicht vor Intoleranz sch&#252;tzt. Religionsfreiheit meint eben nicht, dass im Zweifelsfall die Scharia &#252;ber dem Grundgesetzt steht. Toleranz meint nicht Wegsehen oder das Messen mit zweierlei Ma&#223;. Und Respekt bedeutet nicht Unterwerfung.</p>
<p>Drittens: Freiheit in Verantwortung – das gilt auch f&#252;r die Wirtschaft. Eine auf Freiheit beruhende Soziale Marktwirtschaft bietet die Spielr&#228;ume, damit Menschen verantwortlich handeln k&#246;nnen. Die Lektion, die uns die Finanz- und Wirtschaftskrise schmerzhaft erteilt hat, muss &#252;berall ankommen. Seit Ludwig Erhard gilt, dass der Staat der H&#252;ter der Ordnung unserer Sozialen Marktwirtschaft ist.</p>
<p>Viertens: &#8220;Das Geheimnis der Freiheit ist der Mut.&#8221; Dieser Satz von Perikles ist heute noch genauso aktuell wie im 5. Jahrhundert vor Christus. Freiheit zu leben, erfordert Mut, und zwar jeden Tag aufs Neue, im Kleinen wie im Gro&#223;en – wenn ein Jugendlicher nicht mehr mitmacht beim Mobbing eines Klassenkameraden und den Ausschluss aus der Gruppe riskiert, wenn ein Manager nicht mehr mitmacht bei unlauteren Unternehmenspraktiken und daf&#252;r seine Karriere riskiert, wenn man in einer Diktatur versucht, jeden Tag in den Spiegel schauen zu k&#246;nnen; Joachim Gauck und ich wissen, wovon ich rede. Oder sagen wir es mit den Worten Wolf Biermanns, der einmal die so genannten aufm&#252;pfigen Angsthasen in Schutz genommen hat. Das sind f&#252;r Biermann diejenigen, die in der DDR die Fenster geschlossen und die Vorh&#228;nge zugezogen haben, bevor sie sich die Platte eines vom Staat verp&#246;nten Musikers angeh&#246;rt h&#228;tten. So einer leiste auch schon Widerstand, so Biermann, und sei es nur der Widerstand gegen seine eigene Verzagtheit. – Ja, so ist es: Mut f&#228;ngt mit der &#220;berwindung der eigenen Verzagtheit an. Das hat jeder von uns mit Sicherheit schon erlebt, auch ohne in der DDR gelebt zu haben.</p>
<p>F&#252;nftens: Die Freiheit wird durch die schier unbegrenzten M&#246;glichkeiten der digitalen Revolution geradezu herausgefordert. Auch ich bin fasziniert von den M&#246;glichkeiten des World Wide Web. Trotzdem werden Sie keine Fotos von meiner letzten Geburtstagsfeier im Internet finden – zumindest keine, die ich selbst eingestellt h&#228;tte. Im Ernst: Es macht mir Sorgen, wie leichtfertig Menschen ihre Privatsph&#228;re, den Hort individueller Freiheit, aufgeben und im Internet sensible pers&#246;nliche Daten preisgeben. G&#228;nzlich unverst&#228;ndlich ist mir das, wenn man bedenkt, wie erbittert wir in Deutschland &#252;ber die Video&#252;berwachung &#246;ffentlicher Pl&#228;tze oder eine Volksz&#228;hlung streiten k&#246;nnen. Politik und Medien m&#252;ssen hier weiter Aufkl&#228;rungs- und – ja, ich sage – Bildungsarbeit leisten, um in diesem Bereich zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Freiheit zu kommen.</p>
<p>Sechstens: Auch unsere Au&#223;enpolitik ist wertegebunden. Ich sehe mit Sorge, dass Diktaturen und autokratische Staaten den Freiheits- und Toleranzbegriff missbrauchen. Denken wir zum Beispiel an die dritte Konferenz der Vereinten Nationen gegen Rassismus im Jahre 2001. Diese Anti-Rassismus-Konferenz und ihre Nachfolgetreffen wurden leider von Abgesandten aus Diktaturen und autorit&#228;r regierten L&#228;ndern bestimmt, die den Gedanken dieser Konferenzen in ihr Gegenteil verkehrt haben.</p>
<p>In Zusammenh&#228;ngen wie diesen wird oft gefragt: Ist es nicht eine kulturelle, westliche, europ&#228;ische, christliche Anma&#223;ung, dass wir unsere Werte und Freiheitsrechte f&#252;r universal g&#252;ltig halten? Meine Antwort ist eindeutig: Nein, es ist keine Anma&#223;ung. Fast alle Staaten sind Mitglieder der Vereinten Nationen und haben die Allgemeine Erkl&#228;rung der Menschenrechte anerkannt. Die gro&#223;artigen 30 Artikel der Menschenrechtserkl&#228;rung machen deutlich: Wer diese Rechte bestreitet, hat nicht das Wohl der Menschen im Blick. Kein kultureller Unterschied kann die Missachtung dieser Rechte rechtfertigen.</p>
<p>Ich bin im &#220;brigen &#252;berzeugt: Wenn wir selbstbewusst zu unseren Werten stehen, verschafft uns das weltweit mehr Respekt und Anerkennung, als wenn wir es nur versch&#228;mt tun.</p>
<p>Meine Damen und Herren, Freiheit – ich habe es schon oft gesagt – ist f&#252;r mich pers&#246;nlich die gl&#252;cklichste Erfahrung meines Lebens. Auch bald 21 Jahre nach dem &#252;berw&#228;ltigenden Geschenk der Freiheit mit dem Fall der Mauer und 20 Jahre nach der Vollendung der Einheit Deutschlands gibt es noch immer nichts, das mich mehr begeistert, nichts, das mich mehr anspornt, nichts, das mich st&#228;rker mit positiven Gef&#252;hlen erf&#252;llt als die Kraft der Freiheit.&#8221;</p>
<p>Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Ayyub Axel K&#214;HLER, sagte  der<em> „Mitteldeutschen Zeitung“</em>,  die deutsche Kanzlerin habe  &#8220;nur wieder &#214;l  ins Feuer gegossen“. Merkel gebe der Islamfeindlichkeit ebenso wie  Bundesbank-Vorstand Thilo SARRAZIN, der „Volksverhetzung“ betreibe,  „neue Nahrung“.<br />
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<p>Zu der Kritik mehrerer muslimischer Verb&#228;nde an der Rede von Bundeskanzlerin Angela MERKEL anl&#228;sslich der Auszeichnung des d&#228;nischen Karikaturisten Kurt Westergaard mit dem Medienpreis &#8220;M 100 Sanssouci Colloquium&#8221; erkl&#228;rte der  CDU-Generalsekret&#228;r Hermann GR&#214;HE  in Berlin:&#8221;Mit ihrer Kritik erweisen die muslimischen Verb&#228;nde dem Ansehen des Islams einen B&#228;rendienst. &#196;ngste vor dem Islam werden nicht durch ein klares Bekenntnis der Bundeskanzlerin zur Pressefreiheit gen&#228;hrt, sondern durch den Umstand, dass zwar islamkritische Karikaturen Massenproteste in der islamischen Welt ausl&#246;sen, nicht aber die Rechtfertigung brutaler Terrorakte unter Berufung auf den Islam.</p>
<p>Bezeichnend ist, dass die Fraktionsvorsitzende von B&#252;ndnis 90/Die Gr&#252;nen, Renate K&#220;NAST, in die Kritik an der Bundeskanzlerin mit einstimmt. Sie verschweigt dabei geflissentlich, dass die Laudatio auf den Morddrohungen ausgesetzten Preistr&#228;ger der einstige rot-gr&#252;ne Pr&#228;sidentschaftskandidat Joachim GAUCK gehalten hat. Offensichtlich sind Gaucks Freiheitsideale bei der UNION besser aufgehoben als bei der politischen Linken.&#8221;</p>
<p>e
</p>
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		<title>Sicherheitsma&#223;nahmen im Bereich der Informationstechnik</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Sep 2010 10:04:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>d.peters</dc:creator>
		
	<category>News</category>
	<category>Wirtschaft &amp; Finanzen</category>
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		<description><![CDATA[GiNN-BerlinKontor.&#8212;64 % der deutschen Unternehmen - Firmen und  Verb&#228;nde - haben trotz der Wirtschafts-. und Finanzkrise  ihre Sicherheitsma&#223;nahmen im Bereich der information technology (IT) aufrecht erhalten.  F&#252;r die Informations- und Datenverarbeitung sowie f&#252;r die daf&#252;r ben&#246;tigte Hard- und Software wurden keine Einsparungen vorgenommen. Dies geht aus einer Umfrage hervor, die der deutsche E-Mail-Sicherheitsdienstleister eleven GmbH  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>GiNN-BerlinKontor.</em>&#8212;64 % der deutschen Unternehmen - Firmen und  Verb&#228;nde - haben trotz der Wirtschafts-. und Finanzkrise  ihre Sicherheitsma&#223;nahmen im Bereich der <em>information technology (IT) </em>aufrecht erhalten.  F&#252;r die Informations- und Datenverarbeitung sowie f&#252;r die daf&#252;r ben&#246;tigte Hard- und Software wurden keine Einsparungen vorgenommen. Dies geht aus einer Umfrage hervor, die der deutsche E-Mail-Sicherheitsdienstleister <em>eleven GmbH</em>  mit der Fachzeitschrift <em>&#8220;IT-Sicherheit&#8221;</em> durchgef&#252;hrt hat. Lediglich 13 % der Befragten gaben an, ihre Ausgaben in diesem Bereich wegen der Krise gesenkt zu haben. &#8220;Die Umfrage zeigt, dass viele Unternehmen verstanden haben, dass es den dauerhaften Unternehmenserfolg gef&#228;hrdet, wenn sie im Bereich der IT-Sicherheit sparen&#8221;, so Robert ROTHE,  Gesch&#228;ftsf&#252;hrer der <em>eleven GMBH</em> in Berlin.<a id="more-12018"></a></p>
<p>Auch auf die Auslagerung der IT-Sicherheit an externe Dienstleister hatte die wirtschaftliche Lage nach dieser Umfrage keinen Einfluss: 60 %  der Befragten gaben an, die Wirtschaftskrise spiele keine Rolle bei der Entscheidung, ob sie ihre IT-Sicherheit ganz oder teilweise auslagern sollten. Wichtigste Motivation f&#252;r das Outsourcing war das Expertenwissen des Dienstleisters (29 %). Bei der Frage, in welchen Bereichen die Auslagerung der IT-Sicherheit am sinnvollsten sei, steht die  <em><strong>E-Mail-Sicherheit  </strong></em>mit 27 % an erster Stelle, gefolgt von <em>Web-Security</em> (22 %) und <em>Backup/Archivierung</em> (21 %).</p>
<p>Das Thema Datenschutz ist laut Umfrage bei der Entscheidung f&#252;r eine ausgelagerte E-Mail-Sicherheitsl&#246;sung von zentraler Bedeutung: 70 % der Befragten nannten den Standort des Dienstleisters als wesentliches Entscheidungskriterium. Dabei spielt vor allem eine Rolle, ob dieser in einem Land mit strenger Datenschutzgesetzgebung liegt. 16 % gaben sogar an, der Schutz ihrer Daten w&#228;re ein wichtiger Grund f&#252;r die Auslagerung von IT-Sicherheitsdienstleistungen.</p>
<p>&#8220;Wir beobachten derzeit in Unternehmen jeder Gr&#246;&#223;e einen klaren Trend hin zur Auslagerung der E-Mail-Sicherheit. Managed Services erh&#246;hen nicht nur die Sicherheit, indem sie Gefahren von Unternehmen fernhalten, sondern erm&#246;glichen auch eine h&#246;here Kosteneffizienz durch langfristig planbare Kosten und eine erhebliche Verringerung von Aufwand und Hardwareeinsatz&#8221;, so Robert Rothe.
</p>
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		<title>Umfrage sieht GR&#220;NE in Berlin in Front</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Sep 2010 18:34:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>d.peters</dc:creator>
		
	<category>News</category>
	<category>Innenpolitik</category>
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		<description><![CDATA[GiNN-BerlinKontor.&#8212;In der deutschen Hauptstadt wird gemunkelt: Die Fraktionschefin der GR&#220;NEN im Deutschen Bundestag und Ex-Bundesministerin Renate K&#220;NAST (55) will gegen den Regierenden B&#252;rgermeister Klaus WOWEREIT (SPD) antreten und ihn aus dem Amt jagen. Eine aktuelle Umfrage gibt ihr nun klare R&#252;ckdeckung. Ein Jahr vor der Wahl des Berliner Abgeordnetenhauses haben DIE GR&#220;NEN - derzeit auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>GiNN-BerlinKontor.</em>&#8212;In der deutschen Hauptstadt wird gemunkelt: Die Fraktionschefin der GR&#220;NEN im Deutschen Bundestag und Ex-Bundesministerin Renate K&#220;NAST (55) will gegen den Regierenden B&#252;rgermeister Klaus WOWEREIT (SPD) antreten und ihn aus dem Amt jagen. Eine aktuelle Umfrage gibt ihr nun klare R&#252;ckdeckung. Ein Jahr vor der Wahl des Berliner Abgeordnetenhauses haben DIE GR&#220;NEN - derzeit auch in Berlin in der Opposition -  die SPD in der W&#228;hlergunst deutlich &#252;berholt. Nach  einer repr&#228;sentativen Umfrage von <em>Infratest dimap</em> im Auftrag der <em>rbb-Abendschau</em> und der <em>Berliner Morgenpost</em> w&#252;rden 28 % (!) der W&#228;hler den Gr&#252;nen ihre Stimme geben, w&#228;hrend sich nur 24 % f&#252;r die SPD entschieden, wenn am n&#228;chsten Sonntag Wahl w&#228;re. Damit liegen DIE GR&#220;NEN zum ersten Mal vor der SPD.<a id="more-12017"></a></p>
<p>Drittst&#228;rkste Kraft im Abgeordnetenhaus w&#252;rde die CDU mit 22 %, DIE LINKE liegt bei 16 % und die FDP w&#252;rde laut Umfrage  mit 4 % den Einzug ins  Berliner Abgeordnetenhaus verfehlen.</p>
<p>Nach wie vor bleibt die Partei DIE LINKE - die aus SED/PDS hervorging - im Ostteil Berlins mit 29 % der Stimmen st&#228;rkste Kraft, im Westteil der Hauptstadt erreicht Die Linke lediglich 7 %. DIE GR&#220;NEN dagegen gewinnen im Werstteil 7 % hinzu und kommen jetzt auf 32  % der Stimmen.</p>
<p>Die CDU liegt im Westen der Stadt mit 26 % sogar knapp vor der SPD.  Im Osten w&#228;re die CDU  mit 17 % nur viertst&#228;rkste Kraft.
</p>
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		<title>Bundesbank:Finanzsystem als Ganzes st&#228;rken</title>
		<link>http://www.berlinkontor.de/08.09.2010/neue-rahmenbedingungen-fuer-das-finanzsystem.html</link>
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		<pubDate>Wed, 08 Sep 2010 14:31:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>d.peters</dc:creator>
		
	<category>News</category>
	<category>Wirtschaft &amp; Finanzen</category>
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		<description><![CDATA[GiNN-BerlinKontor.&#8212;Axel A. WEBER, Pr&#228;sident der Deutschen Bundesbank, hat davor gewarnt, bereits jetzt  &#8220;das Ende der Finanzkrise auszurufen&#8221;. Die mittel- und unmittelbaren Folgen w&#252;rde  &#8220;uns n&#228;mlich noch &#252;ber Jahre hinweg besch&#228;ftigen&#8221;.  Vor allem das Finanzsystem als Ausgangspunkt der Krise m&#252;sse sich tiefgreifend und dauerhaft ver&#228;ndern. Getrieben w&#252;rden die dahingehenden Bem&#252;hungen von der Frage, wie solche Krisen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>GiNN-BerlinKontor.</em>&#8212;Axel A. WEBER, Pr&#228;sident der Deutschen <em>Bundesbank</em>, hat davor gewarnt, bereits jetzt  &#8220;das Ende der Finanzkrise auszurufen&#8221;. Die mittel- und unmittelbaren Folgen w&#252;rde  &#8220;uns n&#228;mlich noch &#252;ber Jahre hinweg besch&#228;ftigen&#8221;.  Vor allem das Finanzsystem als Ausgangspunkt der Krise m&#252;sse sich tiefgreifend und dauerhaft ver&#228;ndern. Getrieben w&#252;rden die dahingehenden Bem&#252;hungen von der Frage, wie solche Krisen in Zukunft vermieden werden k&#246;nnen,  sagte Weber auf der <em>Handelsblatt</em>-Jahrestagung in Frankfurt/Main.<a id="more-12016"></a></p>
<p>Die Finanzm&#228;rkte - so Weber - h&#228;tten sich zwar wieder beruhigt, seien aber noch immer von erh&#246;hter Unsicherheit gepr&#228;gt und nicht vor R&#252;ckschl&#228;gen gefeit.  Die Realwirtschaft entwickele sich zwar weit besser als zu Jahresbeginn erwartet und  Bef&#252;rchtungen einer Doppelrezession oder einer Deflation teile er daher nicht, betonte der Bundesbank-Pr&#228;sident.</p>
<p>Vorrangig sei es, das Finanzsystem als Ganzes widerstandsf&#228;higer zu machen. Nur so k&#246;nne dauerhafte Stabilit&#228;t bewahrt werden – unabh&#228;ngig davon, aus welcher Richtung die n&#228;chste Krise drohe. Um dieses Ziel zu erreichen, seien zahlreiche Reformen notwendig: sowohl mit Blick auf die Finanzinstitute selbst, als auch mit Blick auf den regulatorischen Rahmen, der sie umgibt. Es gehe dabei  auch um die Regulierung von Derivaten, von Rating-Agenturen oder Hedgefonds.  Entscheidend sei, dass die Reformen &#8220;international harmonisiert&#8221; erfolgten. Das Finanzsystem sei global, und ebenso global m&#252;sse seine Regulierung sein, so Weber.</p>
<p>Weber unterstrich, die Banken m&#252;ssten dazu verpflichtet werden, ihre Eigenkapital- und Liquidit&#228;tspuffer so zu st&#228;rken, dass im Krisenfall Verluste deutlich besser als bislang aufgefangen werden k&#246;nnten.  Dies verringere die Wahrscheinlichkeit, dass einzelne Banken zusammenbrechen, und schaffe eine  &#8220;erste Verteidigungslinie gegen&#252;ber Systemkrisen.&#8221;</p>
<p>Die Schieflage oder erst recht den Zusammenbruch einzelner Banken g&#228;nzlich auszuschlie&#223;en, sei jedoch weder m&#246;glich noch w&#252;nschenswert, sagte Weber.  &#8220;Damit w&#252;rden wir uns zu weit vom marktwirtschaftlichen Prinzip entfernen und die Anreiz- und Informationsfunktionen eines geordneten Marktaustritts au&#223;er Kraft setzen. Wir m&#252;ssen also daf&#252;r sorgen, dass der Zusammenbruch einzelner Banken keine Kettenreaktion ausl&#246;st, die sich zu einer Systemkrise ausweitet. Dazu ben&#246;tigen wir eine zweite Verteidigungslinie auf der makroprudenziellen Ebene.&#8221;.</p>
<p>Das zentrale Problem auf makroprudenzieller Ebene seien  systemisch relevante Institute. Diese seien besonders gro&#223;, besonders stark vernetzt oder &#252;bten Funktionen aus, die andere Marktteilnehmer nicht ohne weiteres &#252;bernehmen k&#246;nnten. &#8220;Der Zusammenbruch eines solchen Instituts kann eine gef&#228;hrliche Kettenreaktion ausl&#246;sen&#8221;warnte der Bundesbank-Pr&#228;sident..</p>
<p>Weber: &#8220;Da Schieflagen systemrelevanter Banken im Vorfeld nicht in jedem Fall zu verhindern sind, braucht die Aufsicht Werkzeuge, mit denen sie das Problem ex post anreizvertr&#228;glich l&#246;sen kann, also m&#246;glichst ohne den Steuerzahler zu belasten und Moral Hazard zu verursachen. Gelingt dies, geht davon auch eine im Vorfeld stabilisierende Signalwirkung aus. Das wichtigste dieser Werkzeuge ist ein Insolvenzverfahren, das eine geordnete und Markt schonende Abwicklung von Banken erm&#246;glicht. Einen entsprechenden Gesetzesentwurf hat die Bundesregierung Ende August gebilligt. Dieser gew&#228;hrt staatlichen Stellen mehr Eingriffsrechte, um eine geordnete Abwicklung von Banken zu vereinfachen. Gleichzeitig soll der Bankensektor &#252;ber eine Abgabe an den Kosten der Restrukturierung beteiligt werden. ´ Insgesamt begr&#252;&#223;e und unterst&#252;tze ich das Vorhaben der Bundesregierung. Um Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden, w&#228;re allerdings auch hier ein zumindest auf EU-Ebene abgestimmtes Vorgehen w&#252;nschenswert.&#8221;</p>
<p>Die Schwierigkeit liege darin, alle berechtigten, auch nationalen Interessen im Auge zu behalten, ohne dabei die notwendige Harmonisierung zu vernachl&#228;ssigen. Das erfordere einen sorgf&#228;ltigen und damit langwierigen Abstimmungsprozess. &#8220;Dabei ist es wichtig, dass der internationale Reformprozess nicht auf nationaler Ebene &#252;berholt oder gehemmt wird. Ich bin jedoch zuversichtlich, dass der internationale Ansatz sich letztlich durchsetzt und dass wir nach der Krise ein wesentlich stabileres und dennoch nicht weniger leistungsf&#228;higes Finanzsystem haben werden als vor der Krise&#8221;, sagte Bundesbank-Pr&#228;sident Weber..
</p>
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		<title>Politischer Rahmen f&#252;r das Energiekonzept</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Sep 2010 10:18:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>d.peters</dc:creator>
		
	<category>News</category>
	<category>Wirtschaft &amp; Finanzen</category>
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		<description><![CDATA[GiNN-BerlinKontor.&#8212; Bundeskanzlerin Angela MERKEL (CDU)  verspricht f&#252;r Deutschland eine  effiziente und umweltvertr&#228;gliche Energieversorgung.  Merkel sprach mit Blick auf den Energiekonsens in der CDU/CSU/FDP-Koalition von einer  “Revolution im Bereich der Energieversorgung”.  Die CDU(CSU/FDPKoalition erinnerte daran, dass die rot-gr&#252;ne Bundesregierung bereits im Jahr 2002  die Laufzeiten f&#252;r die deutschen Kernkraftwerke auf durchschnittlich 32 Jahre seit Inbetriebnahme gesetzlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>GiNN-BerlinKontor</em>.&#8212; Bundeskanzlerin Angela MERKEL (CDU)  verspricht f&#252;r Deutschland eine  effiziente und umweltvertr&#228;gliche Energieversorgung.  Merkel sprach mit Blick auf den Energiekonsens in der CDU/CSU/FDP-Koalition von einer  “Revolution im Bereich der Energieversorgung”.  Die CDU(CSU/FDPKoalition erinnerte daran, dass die rot-gr&#252;ne Bundesregierung bereits im Jahr 2002  die Laufzeiten f&#252;r die deutschen Kernkraftwerke auf durchschnittlich 32 Jahre seit Inbetriebnahme gesetzlich festgelegt hatte.  Am 06.09.2010 wurde in Berlin ein  &#8220;Politischer Rahmen f&#252;r das Energiekonzept&#8221; vorgelegt.<a id="more-12015"></a></p>
<p>1. Die Bundesregierung wird am 28. September 2010 ihr Energiekonzept beschlie&#223;en. Deutschland soll in Zukunft bei wettbewerbsf&#228;higen Energiepreisen und hohem Wohlstandsniveau eine der energieeffizientesten und umweltschonendsten Volkswirtschaften der Welt werden. Ein hohes Ma&#223; an Versorgungssicherheit, ein wirksamer Klima- und Umweltschutz sowie eine wirtschaftlich tragf&#228;hige Energieversorgung sind zugleich zentrale Voraussetzungen, dass Deutschland auch langfristig ein wettbewerbsf&#228;higer Industriestandort bleibt. Das Konzept wird deshalb erstmalig den Weg in das Zeitalter der erneuerbaren Energien bis 2050 beschreiben und so die Grundlage f&#252;r die Umsetzung der Klimaschutzziele der Koalition schaffen.</p>
<p>2. Die Energieszenarien haben belegt, dass dieser Weg technisch und wirtschaftlich gangbar ist. Sie zeigen einen Entwicklungspfad f&#252;r Deutschland, der auf die Klima- und Energieziele hinf&#252;hrt und den notwendigen technologischen und strukturellen Wandel verdeutlicht: Die erneuerbaren Energien &#252;bernehmen langfristig mehr als 50 % der Energieversorgung, im Strombereich sogar mehr als 80 %. Der Energieverbrauch sinkt insgesamt – Strom, W&#228;rme und Verkehr – durch den Einsatz hocheffizienter Technologien auf etwa die H&#228;lfte. Gleichzeitig zeigen die Szenarien, dass dieser Pfad bei richtiger Gestaltung positive Impulse f&#252;r Wachstum und Besch&#228;ftigunggeben kann. Sie belegen schlie&#223;lich, dass die befristete Verl&#228;ngerung der Laufzeiten der Kernkraftwerke die Erreichung der drei energiepolitischen Ziele Klimaschutz, Wirtschaftlichkeit und Versorgungssicherheit in Deutschland in einem &#220;bergangszeitraum erleichtert.</p>
<p>3. Die Ziele und notwendigen Ma&#223;nahmen f&#252;r den Weg in die Zukunft der Energie wird die Bundesregierung mit ihrem Energiekonzept festlegen. BMWi und BMU haben einen gemeinsamen Entwurf f&#252;r dieses Konzept erarbeitet. Ausgehend von diesem Entwurf wird die weitere Abstimmung innerhalb der Bundesregierung sowie mit den Regierungsfraktionen bis zum 28. September 2010 durchgef&#252;hrt.</p>
<p>4. In diesem Rahmen schafft der Beschluss die politische Grundlage f&#252;r die befristete Laufzeitverl&#228;ngerung der 17 deutschen Kernkraftwerke. Die Kernenergie hat im Strommix Deutschlands eine Br&#252;ckenfunktion. Sie erleichtert den Weg in das Zeitalter der erneuerbaren Energien durch strompreisd&#228;mpfende Wirkungen, eine mittelfristige D&#228;mpfung der Stromimporte und eine Absenkung der energiebedingten Treibhausgas Emissionen.</p>
<p>5. Die Bundesregierung geht davon aus, dass die Laufzeitverl&#228;ngerung keine nachteiligen Wirkungen auf den Wettbewerb im Energiesektor zur Folge haben wird, zumal die neue Kernbrennstoffsteuer von 2011 bis 2016 und weitere Zahlungen der vier KKW-Betreiber von 2017 bis zum Ende der Laufzeitverl&#228;ngerungen den &#252;berwiegenden Teil der Zusatzgewinne absch&#246;pfen und damit einer wirtschaftlichen Besserstellung der KKW-Betreiber durch die Laufzeitverl&#228;ngerung vorbeugen. Gleichwohl wird das Bundesministerium f&#252;r Wirtschaft und Technologie in regelm&#228;&#223;igen Abst&#228;nden zur Entwicklung des Wettbewerbs im Energiesektor unter besonderer Ber&#252;cksichtigung der Laufzeitverl&#228;ngerung berichten und f&#252;r den Fall, dass es zu Verzerrungen des Wettbewerbs kommen sollte, geeignete Ma&#223;nahmen vorschlagen.</p>
<p>6. Die Laufzeit der 17 Kernkraftwerke in Deutschland wird um durchschnittlich 12 Jahre verl&#228;ngert. Die Verl&#228;ngerung wird nach dem Beginn des kommerziellen Leistungsbetriebs der Anlagen differenziert: Bei Kraftwerken mit Beginn des Leistungsbetriebs bis einschlie&#223;lich 1980 wird die Laufzeit um 8 Jahre verl&#228;ngert, bei den j&#252;ngeren Anlagen um 14 Jahre. Die Laufzeitverl&#228;ngerung wird f&#252;r jedes Kraftwerk (mengenscharf) wie folgt in Strommengen umgerechnet: Laufzeitverl&#228;ngerungen bis zum Jahr 2016 einschlie&#223;lich werden mit der im Atomgesetz (AtG) f&#252;r jedes Kraftwerk zu Grunde liegenden Jahresproduktionsmenge (diese entspricht etwa 95 % der Kraftwerksleistung) berechnet. In den Jahren von 2017 bis 2021 wird die durch die Laufzeitverl&#228;ngerung zugewiesene Strommenge um 5 % reduziert, ab dem Jahr 2022 um weitere 5 % gegen&#252;ber der dem AtG zu Grunde liegenden Jahresproduktionsmenge. Die Laufzeitverl&#228;ngerung beginnt mit Ersch&#246;pfung der bisher im Atomgesetz zugewiesenen Strommengen. Dies wird im Rahmen der 11. Novelle des Atomgesetzes (AtG) umgesetzt. (BPA)
</p>
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		<title>Deutschland hat zu wenig Hochschulabsolventen</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Sep 2010 10:05:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>d.peters</dc:creator>
		
	<category>News</category>
	<category>Kultur</category>
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		<description><![CDATA[GiNN-BerlinKontor.&#8212;In Deutschland nehmen im internationalen Vergleich immer noch zu wenig ein Hochschulstudium auf.  Die Zahl derer, die ohne Abschluss die Hochschule verl&#228;sst, ist zu hoch, so der j&#252;ngste OECD-Bildungsbericht. Kinder aus bildungsfernen Familien h&#228;tten es immer noch deutlich schwerer aufzusteigen als in anderen L&#228;ndern.  &#8220;Ein Hochschulstudium sch&#252;tzt in den Industrienationen am besten vor Arbeitslosigkeit und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>GiNN-BerlinKontor.&#8212;In Deutschland nehmen im internationalen Vergleich immer noch zu wenig ein Hochschulstudium auf.  Die Zahl derer, die ohne Abschluss die Hochschule verl&#228;sst, ist zu hoch, so der j&#252;ngste OECD-Bildungsbericht. Kinder aus bildungsfernen Familien h&#228;tten es immer noch deutlich schwerer aufzusteigen als in anderen L&#228;ndern.  &#8220;Ein Hochschulstudium sch&#252;tzt in den Industrienationen am besten vor Arbeitslosigkeit und sichert zugleich ein deutlich h&#246;heres Einkommen&#8221;, zu diesem Schluss kommt der diesj&#228;hrige Bericht &#8220;Bildung auf einen Blick&#8221; der Organisation f&#252;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Danach liegen in Deutschland die Einkommen von Akademikern im Schnitt um 75 % &#252;ber denen von Besch&#228;ftigen mit betrieblicher Berufsausbildung.<a id="more-12014"></a></p>
<p>Bildung lohne sich f&#252;r den Einzelnen, so der OECD-Bericht - aber auch f&#252;r den Staat br&#228;chten Investitionen in Bildung hohe Ertr&#228;ge durch wirtschaftliches Wachstum und h&#246;here Steuereinnahmen. Angesichts des Geburtenr&#252;ckganges in fast allen Industrienationen sei eine weitere Steigerung des Qualifikationsniveaus unverzichtbar, um den Fachkr&#228;ftebedarf auch in Zukunft zu sichern.</p>
<p>So n&#228;hmen zum Beispiel in Deutschland  &#8220;trotz erheblicher Verbesserungen in den vergangenen Jahren&#8221;  im internationalen Vergleich immer noch zu wenig junge Menschen ein Studium auf.  Der Anteil junger Menschen, die ein Studium aufnehmen, konnte jedoch im Jahr 2009 auf 43 % gesteigert werden. Im OECD-Schnitt liegt die Quote aber bei 56 %.</p>
<p>Auch die Bildungsausgaben sind in Deutschland im internationalen Vergleich zu niedrig. Die gesamten &#246;ffentlichen und privaten Ausgaben f&#252;r Bildungseinrichtungen lagen laut OECD in Deutschland im Jahr 2007 bei 4,7 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Unter den 27 OECD-L&#228;ndern gaben nur die Slowakei, Tschechien und Italien einen geringeren Anteil der Wirtschaftsleistung f&#252;r Bildung aus. Bei den Spitzenreitern USA, Korea und D&#228;nemark lag der Anteil bei mehr als 7 % des BIP.</p>
<p>Der OECD-Bericht verdeutlicht: Das Ausgabenniveau weist sowohl in absoluter als auch in relativer Rechnung zwischen den L&#228;ndern erhebliche Unterschiede auf. Die OECD-L&#228;nder geben 6,2% ihres Gesamt-BIP f&#252;r Bildungseinrichtungen aus, konkret reichen die Ausgaben von &#252;ber 7% in D&#228;nemark, Island, Israel, den USA  und Russland  bis zu 4,5% oder weniger in Italien und der Slowakischen Republik .</p>
<p>In der gegenw&#228;rtigen Wirtschaftslage sei es besonders wichtig, genau zu untersuchen, wie gro&#223; der Anteil der &#246;ffentlichen Ausgaben ist, die f&#252;r Bildung aufgewendet werden. Selbst in OECD-L&#228;ndern, in denen die Staatsquote insgesamt niedrig sei, stelle die &#246;ffentliche Finanzierung der Bildung eine vorrangige gesellschaftspolitische Aufgabe dar. Im Durchschnitt wenden die OECD-L&#228;nder 13,3% ihrer &#246;ffentlichen Gesamtausgaben f&#252;r Bildung auf, wobei das Spektrum von weniger als 10% in Italien Japan und der Tschechischen Republik, bis zu nahezu 22% in Mexiko reicht.</p>
<p>Die in die Bildung investierten &#246;ffentlichen Mittel bringen laut OECD vielerlei Vorteile, so beispielsweise h&#246;here Steuereinnahmen. Im Durchschnitt der OECD-L&#228;nder d&#252;rfte ein m&#228;nnlicher Absolvent des Terti&#228;rbereichs im Lauf seines Berufslebens im Vergleich zu einer Person, die nur einen Sekundarstufe-II-Abschluss aufweist, zus&#228;tzliche Steuereinnahmen und Sozialversicherungsbeitr&#228;ge in H&#246;he von 119 000 US-$ generieren. Selbst nach Abzug des staatlichen Aufwands, der den Abschluss mitfinanziert hat, bleibt ein Nettoertrag von durchschnittlich 86 000 US-$, was nahezu dem Dreifachen des Betrags der &#246;ffentlichen Investitionen je Studierenden im Terti&#228;rbereich entspricht. Die gesellschaftlichen Ertr&#228;ge sind sogar noch gr&#246;&#223;er, da sich viele andere Nutzeffekte der Bildung nicht direkt in den Steuereinnahmen niederschlagen, so der OECD-Bericht.
</p>
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		<title>Keine LKW-Maut-Erh&#246;hung</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Sep 2010 09:38:37 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[GiNN-BerlinKontor.-&#8211;Die LKW-Maut wird nicht erh&#246;ht. Wie das Bundesverkehrsministerium mitteilt,  wird die f&#252;r 2011 vorgesehene LKW-Mauterh&#246;hung f&#252;r Euro-3-Fahrzeuge ausgesetzt. Offensichtlich will man das Transportgewerbe mit diesem Schritt  &#8220;finanziell geschonen&#8221;. Wie es hei&#223;t wurde im CDU/CSU/FDP-Koalitionsvertrag  ein  entsprechendes  &#8220;Mautmoratorium&#8221; vereinbart.
Die Lkw-Maut in Deutschland ist eine streckenbezogene Stra&#223;enbenutzungsgeb&#252;hr f&#252;r schwere Nutzfahrzeuge. Sie wurde in Deutschland zum 1. Januar [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>GiNN-BerlinKontor.-</em>&#8211;Die LKW-Maut wird nicht erh&#246;ht. Wie das Bundesverkehrsministerium mitteilt,  wird die f&#252;r 2011 vorgesehene LKW-Mauterh&#246;hung f&#252;r Euro-3-Fahrzeuge ausgesetzt. Offensichtlich will man das Transportgewerbe mit diesem Schritt  &#8220;finanziell geschonen&#8221;. Wie es hei&#223;t wurde im CDU/CSU/FDP-Koalitionsvertrag  ein  entsprechendes  &#8220;Mautmoratorium&#8221; vereinbart.<a id="more-12013"></a></p>
<p>Die Lkw-Maut in Deutschland ist eine streckenbezogene Stra&#223;enbenutzungsgeb&#252;hr f&#252;r schwere Nutzfahrzeuge. Sie wurde in Deutschland zum 1. Januar 2005 eingef&#252;hrt und gilt auf Bundesautobahnen und einigen stark frequentierten Bundesstra&#223;en  f&#252;r Kraftfahrzeuge oder Fahrzeugkombinationen, die ausschlie&#223;lich f&#252;r den G&#252;terkraftverkehr bestimmt sind oder eingesetzt werden und deren zul&#228;ssiges Gesamtgewicht mindestens 12 Tonnen betr&#228;gt .Die LKW-Maut war zum 01.01.2009 von 13,5 auf 16,3 Cent je Kilometer Mautstrecke erh&#246;ht worden.
</p>
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