FDP: Phantomdebatte über Euro-Bonds beendet

GiNN-BerlinKontor.—Zum deutsch-französischen Gipfeltreffen in Paris erklärte der Generalsekretär der FDP, Christian LINDNER: „Die Phantomdiskussion über EURO-Bonds ist beendet.“  Berlin und Paris hätten einen “Schlussstrich unter Gerüchte zur Einführung von Eurobonds” gesetzt. „Die Zukunft der Euro-Staaten sei eine Stabilitätsunion und nicht eine Transferunion, so der FDP-GS.  Auch der FDP-Chef und Bundeswirtschaftsminister Philipp RÖSLER begrüßte die Ergebnisse des Pariser Gipfeltreffens mit Blick auf die Finanzmärkte als „starkes Signal der Verlässlichkeit“.

Rösler betonte in den ARD-Tagesthemen EURO-Bonds wären  “der absolut falsche Weg”. Die Fraktionen von UNION  und  der FDP im Deutschen Bundestag hätten die EURO-Bonds bereits abgelehnt. Man werde sich für einen anderen Weg einsetzen, so wie es das Treffen in Paris bestätigt habe – eine “Stabilitätsunion” mit einer Schuldenbremse in den Verfassungen aller EURO-Staaten. Deren Umsetzung werde nicht einfach, sagte Rösler der ARD. Er sei aber sicher, dass sie gelingen werde. (Quelle: liberale.de)

Die SPD liess in Berlin erklären: “Ein wirkungsvoller Schuldenschnitt ohne Eurobonds ist nicht denkbar – darum ist das Eintreten der Bundesregierung für einen Schuldenschnitt, aber gegen Eurobonds, auch unglaubwürdig und widersprüchlich. Europäische Anleihen sind richtig und wichtig – aber nur als Teil eines Gesamtkonzepts. Sie lösen nicht alle Probleme der Währungsunion.” (Quelle: spd.de)
EU-Kommissionspräsident José Manuel BARROSO und Finanzkommissar Olli REHN sprachen von einem “wichtigen politischen Beitrag der politischen Führung der beiden größten Länder der Eurozone”. Es sei jetzt deutlicher als je zuvor, dass eine gemeinsame Währung auch gemeinsame Verantwortung bedeute und eine engere Koordinierung der Wirtschaftspolitiken erfordere. Ein festes Format für reguläre Gipfeltreffen der Eurozone trage zu einer “stabileren und stärkeren politischen Führung” bei. (eu-kommission)

Ein Gedanke zu “FDP: Phantomdebatte über Euro-Bonds beendet

  1. Der endgültige Zusammenbruch (globale Liquiditätsfalle)

    Die Unvermeidbarkeit einer erneuten Schrumpfung der Weltwirtschaft ergibt sich zwingend aus der Zinsumverteilung von der Arbeit zum Besitz, die sich seit dem Beginn der “Finanzkrise” keinesfalls verringert hat, sondern sowohl innerhalb der Nationalstaaten als auch zwischen den Staaten unvermindert anhält. Der dadurch bedingte Kaufkraftverlust der breiten Masse führt insbesondere in den Zinsverlierer-Staaten zu immer mehr Massenarmut und Hungersnöten. Das wird allerdings nicht der Auslöser für den Zusammenbruch sein, sondern genau wie im Herbst 2008 ein Vertrauensverlust der Anleger in den Kapitalmarkt, der bereits begonnen hat.

    Als das Vertrauen der Anleger vor drei Jahren erschüttert wurde, bestand immer noch Vertrauen in die Haushalte der Industrienationen, sodass viele Sparer in den “sicheren Hafen” der Staatsanleihen flüchteten, was die hohe Politik wiederum in die Lage versetzte, die Geschäftsbanken mit staatlichen Bürgschaften abzusichern und “Konjunkturpakete” zu finanzieren, um das kapitalistische System bis heute aufrecht zu erhalten. Der Bundesrepublik Deutschland geht es deshalb noch verhältnismäßig gut, weil sie als größte und exportstärkste Volkswirtschaft der größte Zinsgewinner innerhalb der Euro-Zone ist und sich seit Einführung des Euros auf Kosten einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Verhältnisse in den schwächeren Mitgliedsstaaten (Portugal, Irland, Griechenland, Spanien) einigermaßen gesund erhalten konnte. Als kaum zu vermeidende Gegenreaktion wurden die deutschen Steuerzahler von der hohen Politik dazu gezwungen, für Hilfskredite an die überschuldeten Mitgliedsstaaten zu bürgen.

    Heute gibt es keinen “sicheren Hafen” mehr für die Anleger, denn auch die Staatsanleihen gelten nicht mehr als sicher! Weitere staatliche “Konjunkturpakete” sind nicht mehr zu finanzieren, es kommt zu Bank-Runs, Massenentlassungen, allgemeiner Hoffnungslosigkeit, einem fortschreitenden Zusammenbruch der globalen Arbeitsteilung in rasendem Tempo, während die hohe Politik bis zur totalen Handlungsunfähigkeit gelähmt wird. Das wird nicht irgendwann passieren, sondern innerhalb der nächsten Monate:

    http://opium-des-volkes.blogspot.com/2011/08/666-tage.html

    Die globale Liquiditätsfalle (Armageddon) ist die Voraussetzung dafür, dass der kollektive Wahnsinn der Religion (Rückbindung auf den künstlichen Archetyp Jahwe = Investor) überwunden und der eigentliche Beginn der menschlichen Zivilisation, die Natürliche Wirtschaftsordnung (Marktwirtschaft ohne Kapitalismus), verwirklicht werden kann:

    http://www.deweles.de/willkommen/cancel-program-genesis.html

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