FDP kritisiert EU-Glühbirnenverbot

GiNN-BerlinKontor.–- Herkömmliche Glühbirnen mit 60 Watt sind ab dem 1. September verboten. Verbraucher müssen notgedrungen auf LED-, Energiespar- und Halogenlampen umsteigen. Nach Ansicht von FDP-Umweltexperte Horst MEIERHOFER handelt es sich bei dem Verbot um einen “Schildbürgerstreich”.  Solche Totalverbote diskreditierten das im Kern richtige Anliegen, Strom- und Energieverbrauch zu senken”, so der FDP-Politiker.

Der stellvertretende Vorsitzende des Umweltausschusses und zuständige Berichterstatter der FDP-Fraktion  Meierhofer verwies darauf, dass mittlerweile zwar nicht nur Energiesparlampen, sondern auch LED-Lampen im Einzelhandel erhältlich seien. Aber gerade diese LED-Lampen seien mit Preisen von bis zu € 45 immer noch zu teuer. Damit seien viele Menschen “praktisch gezwungen, giftige Quecksilberlampen in Küche, Kinder- und Schlafzimmer zu verwenden – und sollten hoffen, dass keine zu Bruch geht.”

Seiner Ansicht nach ist es vor diesem Hintergrund überlegenswert, für alle “Stromfresser” ein einheitliches Kennzeichnungssystem zu schaffen. Energie- und Ressourcenverbrauch könnten damit dem Kunden bewusst gemacht werden. Das sei in jedem Fall besser als ein Totalverbot.

Zur Erinnerung: Das Aus für die Glühbirne wurde 2009 auf EU-Ebene beschlossen. Durch die Umstellung auf Energiesparlampen will die EU den Energieverbrauch und CO2-Ausstoß bis 2020 um bis zu 20 Prozent senken. Seit dem 01.09.2009 gilt das Verbot für Glühbirnen mit 100 Watt oder mehr und seit letztem Jahr für 75 Watt und mehr. Jetzt folgt die nächste Stufe bis dann ab 2012 gar keine herkömmlichen Birnen mehr produziert werden sollen. Verbraucher können aber ihre vorhandenen Glühbirnen weiter nutzen und Händler dürfen Restbestände verkaufen.

Energiesparlampen können das auch in kleinen Dosierungen gesundheitsgefährdende Quecksilber enthalten. Zerbricht eine Lampe in einer Wohnung, sollten die Reste daher sofort entsorgt und für eine gute Lüftung gesorgt werden, raten Experten. (Quelle: liberale de)

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