FDP im Umfragetief – Nur noch 4 %?

GiNN-BerlinKontor.—Seit der Bundestagswahl am 27.09.2009, die der FDP sagenhafte 14,6 % Wählerstimmen einbrachte, haben die Liberalen – so Forsa - sage und schreibe 10,6 % an Zustimmung verloren. Die Westerwelle-Partei kommt aus dem Umfragekeller nicht heraus. Nach der letzten Forsa-Umfrage im Auftrag von stern und RTL-TV sackte sie sogar auf nur noch 4 %.  Die FDP wäre also – wären heute nationale Wahlen – im Deutschen Bundestag nicht mehr vertreten.  Aus dem “glücklosen” Regierungsstart von Schwarz-Gelb ist inzwischen eine Vollbremsung geworden.

15 Monate nach der Bundestagswahl und Regierungsübernahme von CDU/CSU/FDP bewegt sich scheinbar nichts mehr beim ehemaligen Mehrheitsbeschaffer der UNION. Auch die  “Maulwurf-Affäre” um den “US-Informanten” aus dem Vorzimmer desParteichefs Guido WESTERWELLE  war sicherlich Mit-Ursache für die letzten miesen Umfragewerte der Liberalen. Dies bestätigte auch der  Forsa-Direktor Manfred GÜLLNER , als er laut SPIEGEL sagte, die Veröffentlichungen von US-Diplomatenberichten durch WikiLeaks sei für FDP-Wähler sicherlich ein “Störfaktor” gewesen. Westerwelle war in den “Geheimberichten”der Berliner US-Botschaft als “inkompetent” und “aggresiv” bezeichnet worden.  Der liberale Außenminister und Vizekanzler müsse  “seinen Job noch lernen”, so die Schulnoten aus der US-Botschaft in Berlin.  Besonders pikant: Später outete sich der Büroleiter Westerwelle als  angeblicher “messenger boy” oder “Interna-Lieferant”.

DIE GRÜNEN – die  gern auch am liberalen Ufer fischen gehen – zogen längst an der FDP vorbei.  Bei der BT-Wahl lagen die Liberalen noch 3,9 % vor den Grünen. Die wundern sich selbst über den grandiosen Stimmenzuwachs in den Umfragen, dem sie wohl auch ehemaligen FDP-Wählern verdanken. Die Grünen lagen laut Forsa bei nunmehr 21 %, verdoppelten also ihr Bundestagswahl-Ergebnis von 10,7 %.

Die CDU/CSU konnte ihr Ergebnis halten. Sie hatte bei der BT-Wahl 33,8 % der Stimmen erhalten und lagen laut Forsa Anfang Dezember 2010 bei 34 %.

Die Sozialdemokraten konnten – so scheint es – weder von der “Regierungschwäche” der CDU/CSU/FDP-Koalition Kapital schlagen, noch vom Umfragetief der Liberalen. Ende September 2009 hatten nur 23 % die SPD gewählt, heute liegen die Sozialdemokraten in Umfragen zwischen  22 und 25 %.

DIE LINKE  konnte ihr Wahl-Ergebnis von 11,9 % nicht ausbauen. Forsa sah die ehemalige PDS-Partei Anfang Dezember bei nur noch 10 %. Auch sie hatte mal weitaus bessere Umfragewerte. Im September 2009 wollten laut Forsa sogar 14 % die Sozialisten wählen.

Der FDP bleibt – so scheint es – nur noch die euphorische Erinnerung an den Februar 2009. Damals lagen sie in den Umfragen bei 18 % (!). Seit Juni 2010 taumelt die FDP in den Umfragen zwischen 4 und 5 %. Nicht nur die schwache “performance” in der Bundesregierung mögen Grund/Ursache für die FDP-Schwäche sein. Vor allem die internen Rempeleien waren – wie man sieht – regelrechte Symathiekiller.  So eskalierte die “Selbstzerfleischung-Orgie” mit einem vorbereiteten Parteitagsantrag, der die  Einberufung eines Sonderparteitags vorsah, um über die “Abwahl des Parteivorsitzenden Westerwelle” zu beraten.

Selbst der Ehrenvorsitzende der FDP, Hans-Dietrich GENSCHER, monierte, die Partei-Führung habe sich “in der öffentlichen Wahrnehmung zu sehr auf das Thema Steuersenkungen eingeengt”  Dies sei  “sicher ein Fehler.” gewesen. Auch der ehemalige FDP-Innenminister Gerhart BAUM sinnierte laut: “Wenn die FDP sich nicht aufrappelt, wird eine Personaldiskussion beginnen. Dann wird man auch über Ämter reden müssen”, so Baum im Handelsblatt. Zu den Umfragewerten erklärte er: “Das ist ein Tief, das die Parteiführung selbst mit verursacht hat.”

Vorneweg marschierte auch der hessische FDP-Vorsitzende Jörg-Uwe HAHN, der angesichts der schlechten Umfragewerte  eine “Neuausrichtung der Liberalen” forderte: “Wir müssen wieder als FDP erkennbar werden”. Hahn, der auch stellvertretender Ministerpräsident in Hessen ist, will die FDP “mehr als Partei der Freiheit”  ausrichten.

Inzwischen gibt es nun auch noch eine solche Partei mit den “Freiheits-Label”.  René STADTKEWITZ, Ex-Abgeordneter der CDU, hat “Die Freiheit” gegründet. Sie soll  “liberal und rechts sein, – aber anders als andere”.  Die “Bürgerrechtspartei für mehr Freiheit und Demokratie”   wird erstmals zur Berliner Abgeordnetenhauswahl 2011 antreten und später – nach eigenem Bekunden – bundesweit. Ihr Grundesatzprogramm könnte zum Teil von fast allen demokratischen Parteien abgekupfert sein: “Unverzichtbarer Bestandteil einer freiheitlichen Gesellschaft ist das Recht auf Meinungsfreiheit, auf Informations- und Pressefreiheit, auf  Versammlungs- und Demonstrationsfreiheit und auf Freiheit von Religion”, heißt es bei den “islamkritischen” Freiheitsgenossen. Auch von dieser “Sarrazin-Gedächnis-Partei” droht nicht nur den Liberalen ein weiterer Stimmenschwund.

-Ps

Ein Gedanke zu “FDP im Umfragetief – Nur noch 4 %?

  1. wer sich mit Verfehlten Geschichts-Phrasen (Spätrömiche Dekadenz),da sollte er nochmal nachschlagen im Lexikon bevor mann so einen Mist an die Öffentlichkeit bringt.Sogar von der Grössten Macht in der Welt (Amerika) ausgelacht wird und noch dazu Deutschlands unbelibester Politiker seit bestehen der BRD gewählt wurde.Braucht sich nicht zu wundern wenn man so angegangen wird.Solch Arrogante Grossmäuler kommen hir zu lande nicht gerade sehr gut weg.was auch gut so ist.Aber sein Monzi (Ehemann) wird ihn schon trösten :) !

    orphois21

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