FDP hätte das Finanzministerium übernehmen sollen

GiNN-BerlinKontor.—Die FDP hätte nach dem Wahlsieg der CDU/CSU/FDP 2009 nicht  das Auswärtige Amt, sondern das Bundesfinanzministerium übernehmen sollen,  so der frühere stellvertretende FDP-Bundesvorsitzenden  Walter DÖRING (56) im Deutschlandfunk (29.12.). Das Außenministerium zu besetzen sei ein  “Kardinalfehler” der Liberalen gewesen. Die FDP  habe gegenüber der CDU-Bundeskanzlerin  “nicht die volle Stärke ausgespielt”. Döring im DLF: “Wenn Sie zehn Jahre lang von einer Steuerreform reden und von Steuersenkungen – wovon heute glücklicherweise niemand mehr so laut spricht -, dann muss man das Ministerium nehmen, mit dem man diese Ziele umsetzen kann. Man darf nicht das Ministerium des roten Teppichs nehmen.”  Zudem müsse man  “wissen und merken, dass das Außenministerium mittlerweile an Bedeutung gewaltig verloren hat”, sagte der Ex-Wirtschaftsminister in Baden-Württemberg.

Die FDP unter Führung von Guido WESTERWELLE  sei wegen des Themas “Steuern” gewählt worden. Dann habe man das “ein bisschen verengt” gesehen. Nun müssten  “Leute wie der Daniel Bahr und Philipp Rösler in der Verbreiterung der Themen noch sichtbarer werden”, so Döring.

Zur Kritik an Westerwelle meinte Döring: “So wie man im Team gewinnt mit einem Leader, so verliert man im Team, und jetzt müssen wir es gemeinsam wieder rausziehen. Ich glaube aber, das gelingt. Ich erinnere mich zehn Jahre zurück: Umfragewerte genau so bescheiden, wie sie jetzt sind, FDP in Baden-Württemberg im Dezember bei 4 %, im unmittelbar darauf folgenden März, bei der Wahl, bei 9,6 % und nach 30 Jahren Opposition in der Regierung – also: es ist noch lange nichts verloren.”

Döring glaubt nicht, dass Westerwelle “schwächelt”. Der FDP-Chef werde auf dem traditionellen FDP-Dreikönigstreffen Anfang Januar 2011 “eine fulminante Rede halten”. Danach werde er wieder “jede Unterstützung erfahren”.  Der Ex-FDP-Vize fügte hinzu: “Von den ganzen Jungen, die da anscheinend in den Startlöchern stehen, also wer führen will, muss dann schon auch selber den Finger strecken und darf nicht warten, dass er auf der Sänfte ins Amt getragen wird. Und darum, ich glaube, dass der Guido Westerwelle länger überlebt, als viele glauben.”

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