EZB:€ 1,14 Billionen Staatsanleihen

GiNN-BerlinKontor.—Die Europäische Zentralbank (EZB) wird bis Ende September 2016 monatlich für € 60 Milliarden Staatsanleihen und andere Wertpapiere aus den EUR0-Länder aufkaufen. Das Kauf-Programm der EZB soll im März 2015  beginnen. werden. Es hat ein Gesamtvolumen von 1,14 Billionen, die zusätzlich in die Finanzmärkte gepumpt werden.”Die Inflationsdynamik ist anhaltend schwächer als erwartet”, begründete EZB-Präsident Mario DRAGHI den Beschluss.. Die EZB hofft, so die Gefahr einer Deflation in der EURO-Zone abwenden zu können. 

Die EZB am 22.01.2015: “ :D as Programm dient der Erfüllung des Mandats der EZB zur Gewährleistung von Preisstabilität Der EZB-Rat hat heute ein erweitertes Programm zum Ankauf von Vermögenswerten angekündigt. Ziel des Programms ist es, dass die EZB ihr Mandat zur Gewährleistung von Preisstabilität erfüllt. Es sieht vor, dass die EZB zusätzlich zu ihren bestehenden Programmen zum Ankauf von Vermögenswerten des privaten Sektors Staatsanleihen ankauft, um den Risiken einer zu lang anhaltenden Phase niedriger Inflation zu begegnen.

Der EZB-Rat hat diesen Beschluss in einer Situation gefasst, in der sich die meisten Indikatoren für die gegenwärtige und erwartete Inflation im Euroraum historischen Tiefständen angenähert hatten. Da die Gefahr bestand, dass mögliche Zweitrundeneffekte auf die Lohn- und Preissetzung die mittelfristige Preisentwicklung negativ beeinflussen, erforderte diese Situation eine starke geldpolitische Reaktion.

In einem Umfeld, in dem die Leitzinsen der EZB ihre Untergrenze erreicht haben, schaffen Ankäufe von Vermögenswerten monetäre Anreize für die Wirtschaft. Sie bewirken eine weitere Lockerung der monetären und finanziellen Bedingungen, sodass Unternehmen und private Haushalte günstiger Finanzmittel aufnehmen können. Dies stützt tendenziell die Investitionen und den Konsum, was letztendlich dazu beiträgt, dass sich die Teuerungsraten wieder dem Niveau von 2 % annähern.”

 

Die Entscheidung der EZB dürfe  “nicht davon ablenken, dass die eigentlichen Wachstumsimpulse durch vernünftige Rahmenbedingungen durch die Politik gesetzt werden müssen und auch gesetzt werden können“, sagte Bundeskanzlerin  Angela MERKEL (CDU) beim Weltwirtschaftsforum in Davos. Die EZB fälle ihre Entscheidungen in vollständiger Unabhängigkeit, betonte die deutsche Regierungschefin.

Die Kanzlerin würdigte die Reformen in Italien und den neuen Kurs in Frankreich. Sie lobte ausdrücklich die Reformanstrengungen der Programmländer Spanien, Portugal, Irland und Griechenland. Merkel: “Wir haben aber auch schon viel Zeit verloren. Jeder Tag, den die Anpassungsmechanismen und die Erlangung der Wettbewerbsfähigkeit auf sich warten lassen, ist ein verlorener Tag für Arbeitslose in Europa.”

Germany’s Chancellor, Angela MERKEL, called for urgent fiscal reform in Europe at a session of the 45th World Economic Forum Annual Meeting. Whatever the decision of the European Central Bank (ECB) on quantitative easing, she said that European leaders must not be diverted from continuing with meaningful structural reforms.

“Time is of the essence,” she said. “Every day we delay is a lost day. We need to promote growth and create long-term jobs.” Merkel was speaking at the Annual Meeting in Davos-Klosters, Switzerland, from 21 to 24 January 2015.

Europe has an opportunity to emerge stronger out of the crisis, the Chancellor said. While acknowledging progress by countries such as Italy, Spain and France, she stressed that Europe is not out of the woods yet. “The European single market needs to become less regulated and more open.” (Quelle: wefo.com)

Als riskant bewertet Martin WANSLEBEN, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), die  Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB), massenhaft Staatsanleihen und andere Wertpapiere aus den Euro-Ländern aufzukaufen.

Wansleben: “Die EZB ist zum Gefangenen der eigenen Ankündigungen geworden. Sie hat ohne Not nun ihren letzten Trumpf ausgespielt.

Dabei überwiegen eindeutig die Risiken: Die Wirkung des Ankaufs von Staatsanleihen auf die Preisentwicklung in der Eurozone ist unsicher. Zugleich schwächt er den Druck zu dringend notwendigen Reformen in den Mitgliedstaaten.

Auch die Gefahr von Spekulationsblasen an den Finanzmärkten lässt er weiter steigen. Die EZB muss deutlich machen, dass Geldpolitik die Reformanstrengungen der Mitgliedstaaten zwar unterstützt, nicht aber ersetzen kann.

Dass die nationalen Zentralbanken ihre eigenen Staatsanleihen größtenteils auf eigenes Risiko kaufen, sieht auf den ersten Blick gut aus. Aber die Fehlanreize für die Reformanstrengungen und Spekulationsblasen bleiben. Würde es wirklich zu einem Zahlungsausfall kommen, landeten die Lasten letztlich doch bei der gesamten EURO-Zone .“(Quelle: dihk.de)

Der EZB-Rat beschloss zudem, den Zinssatz für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte sowie die Zinssätze für die Spitzenrefinanzierungsfazilität und die Einlagefazilität unverändert bei 0,05 %, 0,30 % und -0,20 % zu belassen. (quelle: ecb.europa.eu)

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

* Copy this password:

* Type or paste password here:

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>