EZB zum Bankkrediten-Zugang

GiNN-BerlinK0ontor.—Die Europäische Zentralbank (EZB) hat am 22.10. ihren Bericht zu den Ergebnissen der Umfrage über den Zugang kleiner und mittlerer Unternehmen (KMUs) des Euro-
Währungsgebiets zu Finanzmitteln („Survey on the access to finance of small and medium-sized enterprises in the euro area“) veröffentlicht. Die Erhebung wurde zwischen dem 27. 08. und dem 22. 09. 2010 unter Mitwirkung von 5 312 Unternehmen im Euroraum durchgeführt. Der EZB-Bericht  liefert Angaben zur Finanzlage und zum Finanzierungsbedarf von KMUs im Eurogebiet sowie zu deren Zugang zu Finanzmitteln im Vergleich zu Großunternehmen in den vergangenen sechs Monaten (d. h. von März bis September 2010).

Die Gesamtsituation der KMUs hinsichtlich ihres Zugangs zu Außenfinanzierungsmitteln auf Ebene des Eurogebiets hat sich dem Bericht zufolge erholt. Von März bis September 2010 hat sich der Anteil der KMUs, die von einer Verschlechterung des Zugangs zu Bankkrediten berichteten, gegenüber der vorherigen Umfrage nahezu halbiert (von 42 % auf 24 %). Gleichzeitig meldeten 12 % der KMUs eine Verbesserung, verglichen mit 10 % in der Umfragerunde zuvor. Die Faktoren, die sich auf die Verfügbarkeit von Außenfinanzierungsmitteln auswirken, haben sich verbessert; dies trifft insbesondere auf jene Faktoren zu, die mit den Konjunkturaussichten zusammenhängen.

Bei den großen Unternehmen, die im Rahmen der Umfrage als Referenzgruppe ebenfalls befragt wurden, blieb die Erfolgsquote bei der Beantragung von Bankkrediten
auf hohem Niveau stabil, und die allgemeine Finanzlage ließ deutliche Anzeichen einer Erholung erkennen, so der EZB-Bericht.

Insgesamt berichteten die KMUs des Euro-Währungsgebiets generell von einem weitgehend unveränderten Bedarf an Außenfinanzierungsmitteln von März bis September 2010. Per saldo meldeten 3 % der Unternehmen einen gestiegenen Bedarf an Bankkrediten, verglichen mit 16 % in der vorangegangenen Umfragerunde, die den
Zeitraum von Oktober 2009 bis März 2010 abdeckte.

Diese Umfrage wurde in Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission entwickelt. Eine gemeinsame Erhebung der EZB und der Europäischen Kommission findet alle zwei
Jahre statt. Die hier vorgestellte Umfragerunde wurde hingegen ausschließlich von der EZB veranlasst. Die EZB führt diese Umfrage in Teilen halbjährlich durch, um die jüngste
Entwicklung der Finanzierungsbedingungen von Unternehmen im Euro-Währungsgebietbeurteilen zu können.  (Quelle: Deutsche Bundesbank
Zentralbereich Kommunikation)

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