EZB-Vize Stark tritt zurück

GiNN-BerlinKontor.–-Jürgen STARK, der deutsche Direktor und Vizepräsident der Europäischen Zentralbank (EZB) tritt zurück. Grund soll ein “vulminanter Streit” im Direktorium zu den  Anleihekäufen sein.  Die EZB-Leitung sprach von “persönlichen Gründen Starks, dieser aber  wollte wohl dem Vernehmen nach die Verantwortung für den Ankauf von Staatsanleihen durch die EZB nicht länger mittragen, wird gemeldet. Die EZB bestätigte auf Anfrage den Rücktritt Starks.

Seit Mai 2010 hat die EZB für mehr als € 130 Milliarden  Anleihen finanzschwacher EURO-Staaten gekauft. Schon zu Beginn des Programms hatte Stark gemeinsam mit dem damaligen Bundesbankpräsidenten Axel WEBER – er trat zurück -  gegen den Ankauf gestimmt.

Am 09. September 2011 hatte Jürgen STARK, Mitglied des Direktoriums und des Rats der Europäischen Zentralbank (EZB), Präsident Jean-Claude TRICHET  mitgeteilt, er werde sein Amt vor Ablauf der am 31. Mai 2014 endenden Amtsperiode aus persönlichen Gründen niederlegen. Stark werde bis zur Ernennung eines Nachfolgers im Amt bleiben. Gemäß dem Ernennungsverfahren wird diese bis zum Ende dieses Jahres erfolgt sein. Jürgen Stark gehörte dem Direktorium und dem EZB-Rat seit dem 1. Juni 2006 an.

EZB: “Nachdem Präsident Jean-Claude Trichet von Herrn Stark über dessen Entscheidung, aus persönlichen Gründen zurückzutreten, informiert worden war, würdigte er ausdrücklich dessen langjährige herausragende Leistungen im Rahmen des europäischen Einigungsprozesses. Der Präsident, der mit Jürgen Stark fast zwanzig Jahre zusammengearbeitet hat, drückte seinen besonderen Dank für dessen außergewöhnliches und unerschütterliches Engagement als Mitglied des Direktoriums und des EZB-Rats während der zurückliegenden mehr als fünf Jahre aus.” (Quelle: Bundesbank)

In den Statuten der EZB heißt es: “Die EZB ist völlig unabhängig. So dürfen weder die EZB noch die nationalen Zentralbanken des Eurosystems noch die Mitglieder ihrer Entscheidungsgremien Weisungen von anderen Stellen einholen oder entgegennehmen. Auch alle EU-Organe und nationalen Regierungen der EU-Mitgliedstaaten müssen diesen Grundsatz beachten.”

SPD-Chef Sigmar GABRIEL hatte die EZB eine “Bad Bank” genannt. (Quellen(EZB/spd.de)

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