EZB-Präsident Draghi in Berlin

GiNN-BerlinKontor.—Der Präsident  der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario DRAGH, hält sich auf Einladung des BDI-Präsidenten  Hans-Peter KEITEL in Berlin auf. Er und Bundeskanzlerin Angela MERKEL sprechen auf dem diesjährigen BDI-Tag der Deutschen Industrie (TDI).  Die Veranstaltung steht unter dem Motto: “Wie kann das Industrieland Deutschland wetterfest gemacht und sein Wohlstand gesichert werden?”

Inhaltliche Schwerpunkte des Treffens sind die Rahmenbedingungen für Unternehmen, die Chancen und Risiken der Energiewende sowie Investitionsbedingungen am Standort Deutschland. Keitel: “Mit dem Inkrafttreten der Schuldenbremse sind Bund und Länder zu ausgeglichenen Haushalten verpflichtet. In einer solchen Situation wächst so genannten Reformen ohne Geld eine besondere Rolle zu. Durch sie lassen sich die Rahmenbedingungen für privatwirtschaftliche Investitionen verbessern, ohne die öffentlichen Haushalte weiter zu belasten.”

Vor allem die Energiewende stelle Deutschland vor große Herausforderungen. In nur wenigen Jahren – so der BDI – müsse das Industrieland Deutschland seinen “Energiemix auf den Kopf stellen”. Ein Masterplan zur Bewältigung fehle  bisher, kritisiert der Bundesverband der Deutschen Industrie.. Unter diesen Bedingungen sei eine verlässliche und bezahlbare Stromversorgung am Industriestandort Deutschland gefährdet.

Die deutsche Industrie hat sich nach der Weltwirtschaftskrise der vergangenen Jahre deutlich besser erholt als jene in der Europäischen Union insgesamt, heißt es unter Beruufung auf aktuelle Zahlen der europäischen Statistikbehörde Eurostat. Danach lag mit 26,2 % der Industrieanteil an der Bruttowertschöpfung 2011 sogar höher als zum Ausgangszeitpunkt 2006. Grund sei das Festhalten an industrieller Wertschöpfung entgegen dem Trend zur De-Industrialisierung in Westeuropa. “Dies beschert Deutschlands Volkswirtschaft weiteres Wachstum, während die anderen großen Volkswirtschaften in Europa sich in der Krise befinden. Allein 2012 wird der Anteil des produzierenden Gewerbes am Wirtschaftswachstum in Deutschland rund zwei Drittel betragen.”  .(Quelle: bdi.eu/ eurostat))

Wie verlautet, wird die Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine LAGARDE, zu einem “vertraulichen Gespräch” mit Bundeskanzlerin Merkel in Berlin erwartet. In einer Rede in Washington D.C. forderte Lagarde die Regierungen Europas und der USA zu “schnellen und entschlossenem Handeln” auf, um die Weltwirtschaft zu reanimieren. “My main message is the urgent need to implement the policy actions required to secure the global recovery.”

Die Weltwirtschaft erhole sich zwar allmählich, sagte Lagarde. Das Wachstum werde jedoch wohl geringer ausfallen als erwartet. Die Krise in der EURO-Zone bleibe das “größte Risiko für die Weltwirtschaft”, so die IWF-Chefin. Vor allem Europa als “Epizentrum der Krise” müsse handeln.

Lagarde lobte ausdrücklich die “Initiativen” der Europäischen Zentralbank (EZB), der US-amerikanischen Notenbank Fed und der Zentralbank Japans, Staatsanleihen aufzukaufen. Dies seien  ”großen politischen Signale in die richtige Richtung”.  Lagarde: “The initiatives by major central banks—the European Central Bank’s OMT bond-purchasing program, QE3 by the U.S. Federal Reserve, the Bank of Japan’s expanded Asset Purchase Program—are big policy signals in the right direction (imf)

 

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