EZB: Leitzins unverändert – Erneut Bankenhilfe

GiNN-BerlinKontor.–-Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB), der am 06. Oktober 2011 in Berlin tagte, erklärte nach der Sitzung, die der scheidene Präsident Jean-Claude TRICHET zum letzten Mal leitete, auf der Grundlage seiner regelmäßigen wirtschaftlichen und monetären Analyse habe der EZB-Rat beschlossen, die Leitzinsen der EZB unverändert bei 1,5 % zu belassen. “Die Inflation liegt weiterhin auf erhöhtem Niveau und eingehende Daten haben unsere Einschätzung bestätigt, dass sie in den kommenden Monaten über der 2 %-Marke bleiben, aber danach zurückgehen dürfte.

Gleichzeitig ist die Grunddynamik der monetären Expansion nach wie vor moderat. Anhaltende Spannungen an den Finanzmärkten und ungünstige Auswirkungen auf die Finanzierungsbedingungen dürften sich in der zweiten Jahreshälfte 2011 dämpfend auf das Wachstumstempo im EURO-Währungsgebiet auswirken.

Der Wirtschaftsausblick ist weiterhin mit besonders hoher Unsicherheit und verstärkten Abwärtsrisiken behaftet. Zugleich bleiben die kurzfristigen Zinsen niedrig. Es ist weiterhin von entscheidender Bedeutung, dass die Geldpolitik Preisstabilität auf mittlere Sicht gewährleistet, um so sicherzustellen, dass die Inflationserwartungen im EURO-Raum fest auf einem Niveau verankert sind, das mit unserem Ziel im Einklang steht, die Preissteigerung mittelfristig unter, aber nahe 2 % zu halten.

Diese Verankerung der Inflationserwartungen ist eine Grundvoraussetzung dafür, dass die Geldpolitik ihren Beitrag zur Unterstützung des Wirtschaftswachstums und zur Schaffung von Arbeitsplätzen im EURO-Raum leisten kann. In nächster Zeit ist eine sehr genaue Analyse aller eingehenden Daten und Entwicklungen angebracht”. (EZB)
Der EZB-Rat beschloss zudem,  “zwei langfristige Refinanzierungsoperationen anzustoßen”, bei denen sich Banken bei der EZB mit Geld versorgen könnten. Ein Programm mit  einer Laufzeit von voraussichtlich 12 Monaten solle im Oktober starten, ein zweites im Dezember mit einer Laufzeit von voraussichtlich 13 Monaten. Ein Limit für die Finanzspritze gebe es nicht. Die aktuelle Situation des Bankensektors sei Anlass zu “besonderer Wachsamkeit”, so der EZB-Chef Trichet.  (Quelle: Info-Bundesbank).

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