Euroraum: BIP legt wieder zu

GiNN-BerlinKontor.—Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (Kiel Institute for the World Economy) teilt mit, “Stimmungs­indikatoren” deuteten auf ein Ende des Abschwungs hin und “das Bruttoinlandsprodukt dürfte bereits im ersten Quartal wieder zulegen”. Die Erholung werde jedoch “in der Grundtendenz zunächst wohl nur moderat ausfallen, da die strukturellen Anpassungsprozesse in den Krisenländern und die anhaltende Konsolidierung der öffentlichen Haushalte die Konjunktur nach wie vor bremsen.”

Weiter erklärt das IfW: “Der Prognose liegt die Annahme zugrunde, dass sich die Unsicherheit über die Stabilität des europäischen Bankensektors weiter verringern wird. Dies impliziert eine allmählich weiter abneh­mende Segmentierung der Finanzmärkte, die seit der Ankündigung des OMT seitens der EZB zu beobachten ist, und auch in dem Rückgang des von uns berechneten Indikators für den Stress an den Finanzmärkten zum Ausdruck kommt.

Es ist ferner unterstellt, dass die Unsicher­heit über den Fortgang der Staatsschuldenkrise nicht wieder sprunghaft steigt, ein Risiko, das vor dem Hintergrund der angespannten politischen Lage in einigen Krisenländern durchaus erheblich ist. Wir gehen aber davon aus, dass die jüngsten Konsolidierungserfolge in den Krisen­ländern die politischen Kräfte stärken, die den eingeschlagen Reformpfad nicht grundsätzlich zur Disposition stellen.

Alles in allem wird die gesamtwirtschaftliche Produktion im laufenden Jahr erneut zurückgehen, mit 0,2 Prozent allerdings nicht so stark wie im Jahr zuvor. Im Jahr 2014 wird sich die Erholung wohl festigen und die Produktion um 1 Prozent zulegen. Im Euroraum ohne Deutschland dürfte der Produktionsanstieg erneut schwächer ausfallen.

Der Inflationsdruck dürfte im Verlauf des Jahres weiter abnehmen, da die Produktionskapazitäten nach wie vor stark unterausgelastet sind und die Löhne merklich langsamer zulegen werden als im Jahr 2012. Gleichwohl wird die Inflationsentwicklung in diesem Jahr noch spürbar durch die jüngsten Verbrauchsteuererhöhun­gen nach oben verzerrt sein. Sowohl für dieses als auch für das kommende Jahr erwarten wir, dass die Verbraucherpreise im Euroraum um durchschnittlich 1,7 Prozent steigen.

Da sich der Euroraum nur mühsam aus der Rezession löst, wird die Arbeitslosigkeit weiter zunehmen. So dürfte die Arbeitslosenquote im Durchschnitt des Jahres 2013 rund 12,3 Prozent betragen. Die Konsolidierungspolitik wird dazu führen, dass die Budgetdefizite in den kommenden zwei Jahren weiter zurückgehen werden, wenngleich das Tempo der Konsolidierung abnehmen dürfte. Dieses Jahr wird das Defizit wohl unter die 3-Prozent-Marke sinken und gegen Ende des Prog­nosezeitraums bei 2,6 Prozent liegen.” (Quelle: ifk-kiel.de)

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