Euro-Eurasische Union?

GiNN-BerlinKontor.—Auf dem Wirtschaftsgipfel in Davos/Schweiz hat Bundeskanzlerin Angela MERKEL (CDU) Gespräche zwischen Europäischer Union und der Eurasischen Union über “Möglichkeiten einer Kooperation in einem gemeinsamen Handelsraum” angeregt. “Dazu sind wir bereit”,  sagte Merkel, Voraussetzung sei jedoch eine “umfassende Friedenslösung in der Ukraine”.

Merkel zitierte den russischen Präsidenten Wladimir W.PUTIN, der bereits im November 2010 in einem Gastbeitrag für die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG  seine Ideen für eine europäisch- russische Zusammenarbeit dargelegt  und von einem Handelsraum “zwischen Lissabon bis  Wladiwostok” gesprochen hatte.Vor fünf Jahren hatte Putin noch beteuert,  Moskau wolle nunmehr “als Lehre aus der größten Krise der Weltwirtschaft seit acht Jahrzehnten” mit der Europäischen Union “wesentlich enger zusammenarbeiten.”

Merkel in Davos: “Es wäre wünschenswert, auf der Basis des Minsker Abkommens erst einmal eine gewisse Stabilität herzustellen und dann in einem größeren Rahmen zwischen der Europäischen Union und der Eurasischen Union zu überlegen, welche Kooperationsmöglichkeiten haben wir in einem Wirtschaftsraum, der ja selbst von Präsident Putin benannt wurde, von Wladiwostok bis Lissabon, zu kooperieren. Das muss ja unser Ziel sein. Ich hoffe, dass sich da Möglichkeiten ergeben.”

Putin lobte damals ausdrücklich Merkel und “Deutschland, welches ja als Lokomotive der europäischen Integration agiert, auch auf diesem Gebiet für eine richtige Führungsstärke beispielgebend auftritt.”

Auch Bundeswirtschaftsminister Sigmar GABRIEL (SPD) schlug in Davos “für die Zeit nach dem Krieg” eine Diskussion in der EU vor, “was man Russland anbieten könne”. Der nächste Schritt könnten dann Gespräche über eine “Freihandelszone” sein, so Gabriel. “Wir sollten Russland einen Ausweg anbieten.”

Merkel und Gabriel betonten jedoch erneut, Moskau müsse das Minsker Abkommen implementieren, in dem Russland, Ukraine und die prorussischen Separatisten einen Waffenstillstand vereinbart, aber  nicht eingehalten wird. hätten. Merkel verurteilte erneut die Annexion der Krim, was die “unvermeidlichen ” Wirtschaftssanktionen gegen Russland ausgelöst hätte. Diese könnten jedoch wieder aufgehoben werden, wenn die Voraussetzungen erfüllt würden,  so die Bundeskanzlerin in Davos. (Quellen: bundesregierung.de/SZ)

Russland, Kasachstan, Weißrussland und Armenien sind die Länder, die ab dem 1. Januar die neu gegründete Eurasische Wirtschaftsunion Eurasian Economic Community bilden. Die Mitgliedstaaten verpflichten sich zum Abbau von Handelshemmnissen und Zöllen und zu wirtschaftlicher Zusammenarbeit untereinander.

Die drei Mitgliedsstaaten der GUS=Gemeinschaft Unabhängiger Staaten Russland, Weißrussland und Kasachstan hatten zuvor eine Zollunion vereinbart, die am 1. Januar 2010 in Kraft trat. Die ZU war die Vorstufe für die Eurasische Union (EAU).

Die Deutsche Gesellschaft=DGAP meint, die wirtschaftliche Integration der euro-asiatischen Region  - nach dem Vorbild der EU – “nimmt Formen an”. Am Ende solle der freie Verkehr von Waren, Dienstleistungen, Arbeitskräften und Kapital stehen. Die Eurasische Union werde aber kein Konkurrent der EU, sondern ein “Bindeglied zwischen Europa und Asien” sein, so Tatjana VALOVYA. Ministerin und Kollegiumsmitglied der Eurasischen Wirtschaftskommission, “das sich in internationale Wirtschaftsinstitutionen integrieren möchte.” .(Quelle: dgap.org)

 

 

 

.

 

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

* Copy this password:

* Type or paste password here:

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>