EURO-Bonds keine Lösung ?

GiNN-BerlinKontor.—FDP-Parteichef Philipp RÖSLER betonte im Interview mit DIE WELT’, dass nicht nur die Liberalen, sondern die gesamte Regierung gegen die Einführung von EURO-Bonds sei. “EURO-Bonds führen zu gleichen Zinssätzen in der gesamten EURO-Zone und untergraben damit die Anreize für eine solide Haushalts- und Wirtschaftspolitik in den Mitgliedsstaaten. Deutschland und damit die deutschen Steuerzahler müssten höhere Zinsen zahlen. Das wäre nicht gut für Deutschland und Europa”, so Rösler.

Auch Clemens FUEST, Professor für Unternehmensbesteuerung an der Universität Oxford und Direktor des Finanzwissenschaftlichen Forschungsinstituts an der Universität zu Köln warnte im HANDELSBLATT vor einer Fiskalunion: “Viele Beobachter meinen, nur die Einführung von Staatsanleihen, für die alle Mitgliedstaaten gesamtschuldnerisch haften, könne die EURO-Zone stabilisieren. Was würde durch EURO-Bonds erreicht? Länder wie Deutschland müssten höhere Zinsen auf ihre Schulden zahlen. Länder mit schlechterer Bonität würden bei den Zinskosten hingegen entlastet, und es bestünde zumindest vorerst nicht die Gefahr, dass sie den Zugang zu neuen Krediten verlieren. Das Hauptproblem von EURO-Bonds liegt darin, dass einzelne Mitgliedstaaten ihre Schulden auf Kosten anderer ausdehnen können.” (liberale.de/Handelsblatt/Die Welt)

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat vergangene Woche für € 22 Milliarden Staatsanleihen von EURO-Ländern gekauft. Mit dem Kauf sollte der Markt für italienische und spanische Anleihen gestützt werden. Deren Zinsen sind seitdem gesunken.

Die Banken in der Euro-Zone haben sich nach einer Nitteilung der EZB  bei einem Refinanzierungsgeschäft fast € 50 Mrd. für die kommenden sechs Monate gesichert.

2 Gedanken zu “EURO-Bonds keine Lösung ?

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