EURAS statt RUBEL ?

GiNN-BerlinKontor.–Der “Russland-Experte” der SPD, Gernot ERLER, Ex-Staatsminister im Auswärtigen Amt, stellt die Frage: “Was ist das politische Ziel? Will der russische Präsident tatsächlich weitere Teile der Ukraine annektieren, sie damit dem westlichen Einfluss entziehen, um sie vielleicht dann ab 2015 an der geplanten „Eurasischen Union“ (EAU) teilhaben zu lassen?” Was ist damit gemeint? (Quelle: spd.de)

Wladimir W. PUTIN, Präsident der Russischen Föderation, unterbreitete den Vorschlag zur Gründung einer Eurasischen Union (EAU)  im Oktober 2011. Diese Eurasische Wirtschaftsgemeinschaft (Eurasian Economic Community, EURASEC) soll angeblich nach Putins Vorstellungen ein wirtschaftspolitisches Bündnis europäischer und asiatischer Staaten der ehemaligen Sowjetunion (UdSSR) werden. Ziel: Die Mitgliedstaaten verpflichten sich zum Abbau von Handelshemmnissen und Zöllen und zu wirtschaftlicher Zusammenarbeit untereinander.

Die drei Mitgliedsstaaten der GUS=Gemeinschaft Unabhängiger Staaten Russland, Weißrussland und Kasachstan haben bereits eine Zollunion, die am 1. Januar 2010 in Kraft trat. Die ZU könnte als Vorstufe für die Eurasische Union (EAU) gesehen werden – mit einer neuen gemeinsamen Währung - dem EURAS.  Dies aber würde das Ende des RUBEL bedeuten. Der RUB ist seit über 400 Jahre die offizielle Währung in Russland. (Quelle: Diplomatisches Magazin”)

Die Deutsche Gesellschaft=DGAP meint, die wirtschaftliche Integration der euro-asiatischen Region  - nach dem Vorbild der EU – “nehme Formen an”. Am Ende solle der freie Verkehr von Waren, Dienstleistungen, Arbeitskräften und Kapital stehen. Die Eurasische Union werde aber kein Konkurrent der EU, sondern ein “Bindeglied zwischen Europa und Asien” sein, so Tatjana VALOVYA. Ministerin und Kollegiumsmitglied der Eurasischen Wirtschaftskommission, “das sich in internationale Wirtschaftsinstitutionen integrieren möchte.” Im Gegensatz zur EU gelt für EAU “das Prinzip Vertiefung vor Erweiterung“; die Qualität der Integration stehe im Vordergrund.

Frau Valovaya nannte damals übrigens die UKRAINE einen “Schlüsselstaat im postsowjetischen Raum”. Ohne die Ukraine könne in der Region keine Integration erfolgreich sein.(Quelle: dgap.org)

Die Ukraine-Nachrichten (15.04.) schrieben: “Putin betrachtet die Schaffung einer Eurasischen Union als sein Lebenswerk, mit dem er in die Geschichte eingehen will. Diese Imitation der Europäischen Union ist nach der – für den 1. Januar 2015 geplanten – Umwandlung der trilateralen Zollunion, bislang bestehend aus Russland, Belarus und Kasachstan, in die Eurasische Wirtschaftsunion keine Vision mehr, sondern ein realer Plan. Doch ohne die Integration der Ukraine in dieses Projekt bliebe Putins Eurasische Union ein Torso.”  (Quelle:Ukraine-Nachrichten)

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