Erwerbstätigkeit steigt – Erwerbslosigkeit sinkt

GiNN-BerlinKontor.—”Die Lage auf dem Arbeitsmarkt hat sich im September 2011 weiter verbessert. Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist zurückgegangen. Die Erwerbstätigkeit und die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wachsen weiter, und die Nachfrage nach Arbeitskräften ist nach wie vor hoch.”, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J. WEISE,  in Nürnberg.
Arbeitslosenzahl im September: -149.000 auf 2.796.000
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -231.000
Arbeitslosenquote im September: -0,4 Prozentpunkte auf 6,6 %.

Maßgeblich für diese gute Entwicklung ist der Konjunkturaufschwung, der zu einem deutlichen Zuwachs der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung geführt und damit tendenziell die Chancen erhöht hat, durch Aufnahme einer Beschäftigung die Arbeitslosigkeit zu beenden, so die Bundesagentur für Arbeit (BA). Die Arbeitslosigkeit habe sich in den letzten Jahren günstiger entwickelt, als dies bei gleicher Konjunktur noch vor zehn Jahren zu erwarten gewesen wäre.

Die Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit), die ein umfassendes Bild vom Defizit an regulärer Beschäftigung gibt, belief sich im September auf 3.935.000, 509.000 weniger als vor einem Jahr. Die Unterbeschäftigung ist damit stärker gesunken als die Arbeitslosigkeit. Dies hängt vor allem mit der Verringerung der entlastenden Arbeitsmarktpolitik zusammen. (Quelle: BA)

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, erreichte die Zahl der Erwerbstätigen mit einem Wohnort in Deutschland mit rund 41,08 Millionen Personen einen neuen Höchststand. Im August 2011 betrug die Zahl der Erwerbslosen 2,50 Millionen Personen, das waren rund 270 000 weniger als im August 2010.

Nach vorläufigen Ergebnissen der Erwerbstätigenrechnung stieg im August 2011 die Erwerbstätigenzahl im Vergleich zum Vorjahresmonat August 2010 um 521 000 Personen oder 1,3 %. Damit lag bisher in jedem Monat des Jahres 2011 die Zahl der Erwerbstätigen mit einem Wohnort in Deutschland um mehr als eine halbe Millionen Personen über dem jeweiligen Vorjahresergebnis.

Gegenüber dem Vormonat Juli erhöhte sich die Zahl der Erwerbstätigen im August 2011 um 58 000 Personen oder 0,1 %. Saisonbereinigt, das heißt nach rechnerischer Ausschaltung der üblichen jahreszeitlichen Schwankungen, errechnet sich ein im Vergleich zu den Vormonaten leicht abgeschwächter Zuwachs von 10 000 Personen.

Nach Ergebnissen der Arbeitskräfteerhebung fiel die Erwerbslosigkeit im August 2011 gegenüber dem Vormonat Juli leicht auf 2,50 Millionen Personen (– 20 000 Personen). Im Vergleich zum Vorjahresmonat August 2010 ging die Erwerbslosigkeit hingegen um 270 000 Personen beziehungsweise 9,7 % zurück. Bereinigt um saisonale und irreguläre Einflüsse (Trend-Konjunktur-Komponente) sank die Zahl der Erwerbslosen von Juli auf August 2011 um 30 000 auf 2,51 Millionen, was einem Rückgang von 1,2 % entspricht. Die bereinigte Erwerbslosenquote lag im August 2011 bei 6,0 % und blieb damit gegenüber dem Vormonat unverändert. Im Vergleich zum August 2010 ist sie um 0,9 Prozentpunkte gesunken.  (Quelle:Destatis)

Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Philipp RÖSLER, erklärrte in Berlin: “Die positiven Entwicklungen am Arbeitsmarkt setzen sich fort. Mit der einsetzenden Herbstbelebung kommen der Beschäftigungsaufbau und der Rückgang der Arbeitslosigkeit gut voran – auch bei Berücksichtigung saisonaler Einflüsse. Zum ersten Mal seit 1992 verzeichnen wir wieder eine Arbeitslosigkeit von unter 2,8 Millionen. Auch die Nachfrage nach Arbeitskräften bewegt sich weiterhin auf hohem Niveau. Damit sind die Zahlen ein weiterer Hinweis dafür, dass wir beim Thema Fachkräftesicherung vorankommen müssen. Hier geht es zum einen darum, das inländische Fachkräftepotenzial bestmöglich auszuschöpfen. Wir brauchen daneben aber auch mehr Zuwanderung von qualifizierten Fachkräften aus dem Ausland.

Die Zahlen sprechen dafür, dass die wirtschaftliche Entwicklung auch im dritten Quartal gut verläuft. Angesichts erhöhter Unsicherheit an den Finanzmärkten wirkt der Arbeitsmarkt damit erneut stabilisierend auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Angesichts der gestiegenen wirtschaftlichen Risiken muss unser Hauptaugenmerk weiter auf der Verstetigung von Wachstum liegen. Dazu gilt es, sowohl weiteres Arbeitskräftepotenzial zu heben als auch Anreize für Unternehmensgründungen und für Innovationen zu setzen.” (BMWi)

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