Erstes “Duell” Schulz-Merkel

 

GiNN-BerlinKontor.—Im ARD–TV-Sommerinterview am 27.08. hat der SPD-Chef und Kanzlerkandidat seiner Partei, Martin SCHULZ, die Bundeskanzlerin und CDU-Vorsitzende Angela MERKEL scharf angegriffen. “Viele Leute” – so Schulz – hätten das Gefühl, Merkel sei “entrückt und abgehoben”. Er gebe die Bundestagswahl am 24.09. trotz schlechter Umfragewerte noch nicht verloren. “Jeder zweite Wähler ist noch unentschlossen. An die Unentschiedenen will ich ran”.

Acht Umfrage-Institute sehen die SPD vier Wochen vor der Wahl bei 22-24 %, die CDU/CSU bei 38-41%.

Mit Blick auf den aktuellen Streit um den Diesel und die Zukunft von Verbrennungsmotoren wirft Schulz der Regierungschefin vor, sie habe “keinen Plan”. Schulz betonte, Fahrverbote müßten vermieden werden und verwies auf einen “Fünf-Punkte-Plan der SPD”. Die Diesel-Technik müsse optimiert werden: “Natürlich brauchen wir Benziner und Diesel noch sehr lange.” Umrüstungen müssten die Hersteller bezahlen.

Auch Bundeskanzlerin Merkel will vorerst an Autos mit Verbrennungsmotoren festhalten. “Den Diesel wird es noch viele, viele Jahre geben – genauso wie den Verbrennungsmotor”, sagte sie im ZDF-Sommerinterview (27.08.).

Zur Möglichkeit von “Sammelklagen” auch in Deutschland behauptete Schulz, dies werde von der UNION und im Kanzleramt “blockiert. “Das tun wir nicht”, dementierte Merkel im ZDF. Die bisherigen Vorschläge der Minister seien bislang jedoch noch nicht ausreichend, diese müssten noch debattiert werden.

Zu den Provokationen der türkischen Führung sagte Schulz, die Kanzlerin sei zu zögerlich. “Wie lange wollen wir tatenlos zusehen, dass Herr Erdogan uns an der Nase herumführt?”, fragte Schulz mit Blick in der Türkei inhaftierte Deutsche. Schulz lobte nachdrücklich Außenminister Sigmar GABRIEL, der vor Reisen in die Türkei abgeraten hatte.

Zu dem Bildungsplan der SPD unterstrich Merkel, sie finde es “wichtig, dass sich alle Parteien mit dem Thema Bildung beschäftigen.” Deutschland habe noch nie so viel Geld für Bildung ausgegeben. habe. Die Kanzlerin kündigte einen “Digitalpakt” mit den Bundesländern an.

Merkel:. “Zusammenhalt, Wohlstand und Sicherheit sind für mich die ganz wichtigen Dinge. Ich glaube, dass ich Vorstellungen über die Zukunft habe und die Herausforderungen, vor denen wir stehen”, sagt Merkel. Sie habe Erfahrung und sei nach wie vor neugierig. Deshalb bewerbe sie sich nochmals für die Kanzlerschaft.

Zu den Vorwürfen, sie sei “entrückt und abgehoben” (Schulz)l, erinnerte Merkel an den von ihr geleisteten Amtseid, “dem Wohl des deutschen Volkes zu dienen”. Diesem Eid versuche sie, “wirklich gerecht zu werden”. Im Übrigen freue sie sich auf das TV-Duell mit Martin Schulz am kommenden Sonntag., (Quellen: ARD/ZDF)

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