Erbil: Bundeswehr hilft

GiNN-BerlinKontor.—Mit Waffen, Munition und Material aus Bundeswehrbeständen werden die Peschmerga-Truppen im Kampf gegen die ISIS-Milizen von der Bundesregierung unterstützt. „Ich möchte Ihnen versichern, dass wir fest an Ihrer Seite stehen bei dieser Aufgabe“, sagte Ministerin Ursula VON DER LEYEN (CDU) nach einem Treffen mit dem Präsidenten der kurdischen Regionalregierung, Massoud BARZANI. Der Kampf gegen ISIS werde von der Bundesregierung als eine langfristige Aufgabe angesehen. Sie stimme sich dabei eng mit den Partnern Deutschlands ab.

Die erste Lieferung mit Waffen und Munition ist in Erbil eingetroffen, wo unmittelbar eine Übergabe der Fracht an die kurdische Regionalregierung durch das deutsche Generalkonsulat erfolgte. Weitere Flüge mit Waffen, Munition und militärischer Ausrüstung von Leipzig nach Erbil sind bereits vorgeplant.

Die Transporte umfassen Lastwagen des Typs Unimog, Geländewagen vom Typ Wolf, sowie Panzerabwehrsysteme Milan mit den dazugehörenden Nachtsichtgeräten und Munition. Insgesamt werden rund 600 Tonnen Waffen, Munition und Material in mehreren Transporten nach Erbil geflogen.

Sieben Soldaten, sechs Fallschirmjäger und ein Sanitäter, sind ebenfalls gestern in Erbil eingetroffen, um Peschmerga-Kämpfer in die Handhabung von Waffen und Ausrüstung einzuweisen. Eine entsprechende Ausbildungseinrichtung der Peschmerga-Truppen hat von der Leyen bei ihrem Aufenthalt im Nordirak besichtigt.

Die Ministerin sprach  in Erbil auch mit den deutschen Soldaten des militärischen Verbindungselements am Generalkonsulat , um sich über die Koordinierung der Hilfslieferungen zu informieren. Sie traf auch  den chaldäischen Erzbischof Bashar Matte WARDA und besuchte ein Flüchtlingscamp auf dem Gelände der Diözese.. Es sei deutlich geworden, wieviel Hilfe noch benötigt werde.

Die Ministerin sagte, Gebiete von Minen der ISIS zu Räumen sei eine Grundvoraussetzung dafür, dass Flüchtlinge in ihre Heimat zurückkehren könnten. Im Rahmen der ersten Hilfslieferungen der Bundeswehr wurden bereits Werkzeug- und Geräteausstattungen zur Munitionsbeseitigung (IED und EOD) in den Nordirak geliefert. (Quelle. bmvg.de)

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen räumte im Gespräch mit der der “Bild am Sonntag”. Deutschland könne derzeit wegen gravierender Ausrüstungsmängel Zusagen an die NATO zu verfügbaren Waffensystemen nicht einhalten. So gebe es z.B. Engpässe bei Flugzeug-Ersatzteilen.

DER SPIEGEL hatte zuvor über Ausrüstungsmängel bei der Bundeswehr berichtet.. Dem Verteidigungsausschuss des Bundestages liegt eine Liste vor,  nach der derzeit unter anderem lediglich 38 von 89 Kampfjets des Typs Tornado einsatzbereit sind. Von 109 Eurofightern  der deutschen Luftwaffe könnten nur 42 eingesetzt werden.(Quellen: BamS/Der Spiegel)

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