E.ON-Chef: “Keine Kungelei mit Regierung”

GiNN-BerlinKontor.-—Der Chef des Energie-Konzerns E.ON,  Johannes TEYSSEN, hat in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (12.09.)  Vorwürfe der Kungelei beim Abschluss des Energievereinbarung mit der CDU/CSU/FDP-Regierung in Berlin zurückgewiesen: “Von Kungelei kann überhaupt keine Rede sein. Alles ist öffentlich”, sagte er der FAS. Die SPD, Die Grünen und Die Linkspartei hatten behauptet, die Atomkonzerne hätten  sich gegenüber der Bundesregierung mit weitreichenden “sei Schutzklauseln abgesichert.”   So sei den deutschen Energieversorgern vertraglich zugesichert worden, künftige Nachrüstungen der Sicherheitstechnik von Kernkraftwerken durch Steuererleichterungen finanzieren zu dürfen. Außerdem seien künftige Änderungen der Laufzeiten von Kernkraftwerken – zum Beispiel nach einem Regierungswechsel -durch eine Art „Ewigkeitsgarantie“ ausgeschlossen worden.

Der CEO des Energieunternehmens E.ON versicherte, der STAAT werde in jedem Fall mehr als die Hälfte – zusammen mit der Kernbrennstoffsteuer sogar eher zwei Drittel der zusätzlichen Gewinne  – aus der Laufzeitverlängerung für die deutschen Atomkraftwerke kassieren. Sollte der Strom teurer werden, verlange der Staat nochmals einen Nachschlag, so Teyssen.

Der Konzernbchef  betonte, es werde “unter keinen Umständen” Abstriche bei der Sicherheit der AKWs geben. “Unabhängig davon darf man Kühe, die weiter Milch geben sollen, nicht schlachten”, sagte er der FAS. Die Grenzen der Belastbarkeit der Industrie seien mit dem Kernernergie-Kompromiss erreicht, so der E.ON-Chef.

Der SPD-Vorsitzende Sigmar GABRIEL blieb bei seiner Behauptung, die Bundesregierung habe „die Öffentlichkeit belogen”.  Der  “Vertrag” mit den Atomkonzernen offenbare, dass die alten Atommeiler entgegen den früheren Aussagen keinesfalls sicherer würden. Durch die Deckelung der Investitionen in die Sicherheit müsse letztlich der Steuerzahler für die notwendigen Verbesserungen aufkommen. Damit werde zugleich auch das Atomgesetz unterlaufen.

E.ON – Sitz in Düsseldorf – ist mit über 80.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von € 82 Milliarden weltweit eines der größten privaten Strom- und Gasunternehmen. In den Kerngeschäftsfeldern Strom und Gas “bedient” E.ON  rund 30 Millionen Kunden. Der Konzern ist in mehr als 30 Ländern präsent. E.ON ging  im Juni 2000 aus der Fusion der beiden Industrieunternehmen VEBA und VIAG hervor.

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