Ed Miliband neuer Labour-Chef

GiNN-BerlinKontor.—Nicht Ex-Außenminister David Wright Miliband (45), sondern sein jüngerer Bruder Edward Samuel MILIBAND (40)  ist neuer Chef der britischen Labour Party. Er setzte sich sehr knapp mit 51% zu 49 % der Delegiertenstimmen auf einem Parteitag in Manchester durch. Für Labour bedeutet seine Wahl einen Linksruck, dem Miliband jedoch widersprach.  Er sei ein Mann der “Mitte”, wobei man aber definieren müsste “was und wo die Mitte ist”, sagte er der BBC.  Ed wurde von den drei größten Gewerkschaften des Landes -  Unison, Unite and the GMG – unterstützt.  „Ohne Ideologie sind wir nichts als Technokraten der Macht“, erklärte er in seinem Programm. Er sass wie sein Bruder David im Kabinett von Gordon BROWN, wo er das Department of Energy and Climate Change leitete.

Angesichts wachsender Ängste über die kommenden finanziellen Kürzungen konnte Labour nach dem Wahlsieg der Liberal-Konservativen in den Umfragen mit 39 % wieder etwas aufrücken. Ed Miliband sprach sich nach seiner Wahl für eine “moderates Sparprogramm” aus.

Die Milibands kommen aus einem politisch linken Elternhaus. Vater Ralph war Marxist, auch die Mutter Marion Kozak gilt als Linksintellektuelle.  Seine Großeltern väterlicherseits lebten im jüdischen Ghetto in Warschau.  Der Vater Miliband konnte 1940 aus dem Exil in Belgien nach England flüchten.

Ed MILIBAND erklärte als Umweltminister schon vor drei Jahren im britischen Unterhaus:  “Der Klimawandel ist die größte langfristige Gefahr für die Menschheit. Sie könnte mehr menschliches Leid und mehr finanzielle Not verursachen als die beiden Weltkriege und die wirtschaftliche Rezession zusammen. Alle Länder werden davon betroffen sei, aber die ärmsten am meisten. Es kostet viel weniger, etwas zu tun, als nichts zu tun. Das Versäumnis, etwas gegen den Klimawandel zu tun, würde mindestens 5% des globalen Bruttoinlandsprodukts kosten – es könnten aber auch bis zu 20% des BIP sein. Die Chance, dass wir die Zunahme der globalen Emissionen rückgängig machen können, wird immer kleiner. Den wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Berechnungen zufolge muss der globale CO2-Ausstoß in den nächsten 10 bis 15 Jahren seinen höchsten Stand erreichen.”

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