ECB: Interest rate 0,00%

GiNN-BerlinKontor.— Die EUROPÄISCHE ZENTRALBANK (EZB) sinkt den Leitzins im EURO-Raum auf 0,00 % ( bisher 0,05 5%). EZB-Präsident Mario DRAGHI will es den Banken ermöglichen, der Wirtschaft Kredite zu noch attraktiveren Konditionen zur Verfügung zu stellen, um gleichzeitig die Wirtschaft zu stimulieren.

Die Banken müssen künftig zudem 0,4 % (bisher 0,3 %) Strafzinsen zahlen, wenn sie überschüssige Guthaben “über Nacht” bei der Notenbank parken. Auch das soll Banken dazu ermuntern, ihre Gelder an Unternehmen und Konsumenten zu verleihen, statt es zu “bunkern”.

Die EZB weitet überdies ihr Milliarden-Kaufprogramm (QE) für Staatsanleihen und andere Wertpapiere aus. Die EZB wird von April 2016 an € 80 Milliarden (bisher € 60 Mrd) pro Monat in den Markt pumpen.

Hier die EZB-Mitteilung:

10 March, 2016: At today’s meeting the Governing Council of the ECB took the following monetary policy decisions:

(1) The interest rate on the main refinancing operations of the Eurosystem will be decreased by 5 basis points to 0.00%, starting from the operation to be settled on 16 March 2016.

(2) The interest rate on the marginal lending facility will be decreased by 5 basis points to 0.25%, with effect from 16 March 2016.

(3) The interest rate on the deposit facility will be decreased by 10 basis points to -0.40%, with effect from 16 March 2016.

(4) The monthly purchases under the asset purchase programme will be expanded to €80 billion starting in April.

(5) Investment grade euro-denominated bonds issued by non-bank corporations established in the euro area will be included in the list of assets that are eligible for regular purchases.

(6) A new series of four targeted longer-term refinancing operations (TLTRO II), each with a maturity of four years, will be launched, starting in June 2016. Borrowing conditions in these operations can be as low as the interest rate on the deposit facility. (Quelle: ecb-europa-eu)

Die Deutsche Bundesbank wies daaruf hin, dass Bundesbankpräsident Jens WEIDMANN  in der Vergangenheit immer wieder darauf hingewiesen hat, dass die längerfristigen Risiken und Nebenwirkungen der ultra-expansiven Geldpolitik nicht einfach ausgeblendet werden dürfen.  Weidmann sei allerdings  bei der EZB-Ratssitzung am 10. März “turnusgemäß nicht stimmberechtigt” gewesen. Wie alle übrigen Ratsmitglieder habe er  jedoch an der Sitzung teilnehmen können “und seine Argumente vertreten”,  so die BUNDESBANK..

Hintergrund ist das Abstimmungsverfahren nach dem Rotationsprinzip, das Anfang 2015 mit der Erweiterung des Euro-Raums auf 19 Mitgliedstaaten in Kraft getreten ist. Danach verfügen die fünf größten Länder, also Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und die Niederlande, im Rat über vier Stimmen. Bei jeder Ratssitzung hat rotierend ein Mitglied der Gruppe kein Stimmrecht. Auf die übrigen 14 nationalen Notenbankpräsidenten entfallen insgesamt elf Stimmrechte, wodurch jeweils drei Mitglieder rotierend nicht mit abstimmen dürfen. Die sechs Mitglieder des EZB-Direktoriums haben immer Stimmrecht. (Quelle: Bundesbank.de)

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