E.ON schaltet auf Grün

GiNN-BerlinKontor.—-Der Aufsichtsrat des größten deutschen Energiekonzerns E.ON folgt dem Vorschlag des Vorstands und wird sich künftig (ab 2016) auf die Produktion Erneuerbarer Energie, Energienetze und Kundenlösungen konzentrieren. E.ON will Beteiligungen an Atom-, Kohle- und Gaskraftwerken abstoßen und als eigenständige Firmen an die Börse bringen.

In einer Preseerklärung vom 31.11.2014 heißt es: “Die drastischen Veränderungen der globalen Energiemärkte, technische Innovationen und wachsende, individuellere Kundenerwartungen erfordern einen mutigen Neuanfang”, sagte E.ON-Aufsichtsratschef Werner WENNING.Das bisherige breite Geschäftsmodell von E.ON werde den neuen Herausforderungen nicht mehr gerecht. Deshalb wolle man sich “radikal neu aufstellen”.

E.ONwird sich Wachstumspotenziale aus der Umgestaltung der Energiewelt erschließen. Daneben schaffen wir ein solides, unabhängiges Unternehmen, das den Umba

In E.ON-Erklärung heißt es zudem: “E.ON stärkt zudem die finanziellen Spielräume zur Neuaufstellung des Konzerns durch die vereinbarte Abgabe des gesamten Geschäfts in Spanien und Portugal an den australischen Investor Macquarie zu einem Unternehmenswert (Enterprise Value”) in Höhe von € 2,5 Milliarden. Der neue Eigentümer wird sowohl die konventionellen als auch die erneuerbaren Aktivitäten in beiden Ländern fortführen und weiterentwickeln und ist künftiger Partner der dortigen E.ON-Kunden im Verteilnetz und Vertriebsgeschäft.”

“E.ON hat in der letzten Dekade führende Stellungen im Bereich der konventionellen Stromerzeugung in Europa und Russland aufgebaut. Durch die konsequenten Anpassungen des Stromerzeugungsparks und dessen Produktionskosten wurden in den letzten Jahren die Voraussetzungen für eine nachhaltige Profitabilität geschaffen. Mit einem starken Erdgas-Portfolio, das von der Exploration & Produktion über Transportleitungen nach Europa und langfristige Gasbeschaffungsverträge bis zu erheblichen Speicherkapazitäten in Deutschland reicht und die Energieversorgung absichert.”

E.ON erzeugt nach eigenen Angaben an mehr als 15 Standorten Strom aus konventionellen Energieträgern. Das Dax-gelistete Unternehmen hat etwa 60.000 Mitarbeiter und erzielte einen Umsatz von € 122 Milliarden. Zuletzt musste E.ON rund € 4,5 Milliarden abschreiben.

Im Zuge des Atomausstiegs, den die Bundesregierung 2011 beschlossen hatte, fordert E.ON Schadenersatz in Höhe von € 380 Millionen. (Quelle: e.on.com)

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