Dynamik der Wirtschaft abgekühlt

GiNN-BerlinKontor.—Die Dynamik der deutschen Wirtschaft hat sich abgekühlt: Im zweiten Vierteljahr 2011 war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) – preis-, saison- und kalenderbereinigt – lediglich um 0,1 % höher als im ersten Vierteljahr, teilt das Statistische Bundesamt  am 16.08. mit. Das Ergebnis für das erste Quartal 2011 wurde leicht nach unten korrigiert auf nun + 1,3 %.

Positive Impulse kamen im Vorquartalsvergleich (preis-, saison- und kalenderbereinigt) von den Exporten und den Investitionen. Die Importe stiegen im zweiten Quartal 2011 allerdings kräftiger als die Exporte. Dieser starke Anstieg der Importe bewirkte einerseits einen vermehrten Vorratsaufbau. Andererseits führte dies dazu, dass sich der Außenbeitrag insgesamt negativ auf die Wirtschaftsentwicklung auswirkte. Auch die privaten Konsumausgaben und die Bauinvestitionen bremsten die deutsche Wirtschaft im zweiten Vierteljahr 2011.

Im Vorjahresvergleich hat die Wirtschaftsleistung dagegen wiederum deutlich zugelegt: Das preisbereinigte BIP stieg im zweiten Quartal 2011 gegenüber dem zweiten Quartal 2010 um 2,8 % (kalenderbereinigt: + 2,7 %). Die Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal 2011 wurde nach ersten vorläufigen Berechnungen von 41,0 Millionen Erwerbstätigen im Inland erbracht, das waren 553 000 Personen oder 1,4 % mehr als ein Jahr zuvor. Ausführliche Ergebnisse zur Erwerbstätigenrechnung werden am 18. August 2011 bekannt gegeben.(Quelle: Destatis)

Bundeswirtschaftsminister Philipp RÖSLER erkläre dazu in Berlin: “Die auf den ersten Blick schwache Entwicklung im zweiten Vierteljahr lag innerhalb unserer Erwartungen. Sie ist letztlich auch ein Reflex auf das nach wie vor außerordentlich positive erste Quartal. Dennoch unterstreicht das Ergebnis, wie wichtig es ist, das Wachstumspotential weiter zu stärken. Deutschland braucht jetzt klare politische Signale zur Verstetigung des Wachstums.

Dazu sind weitere Reformen notwendig. Eine der Hauptaufgaben ist es, Ressourcen zu sichern. Der in vielen Unternehmen vorherrschende Fachkräftemangel muss reduziert werden, etwa durch eine Absenkung der Gehaltsschwelle. Wir müssen neue Märkte für die deutsche Wirtschaft erschließen. Innovationen und moderne Technologien sind dabei Motoren für neues Wachstum. Hier kommt es mehr denn je darauf an, die Chancen neuer Technologien zu sehen, und nicht einseitig die Risiken in den Mittelpunkt zu rücken. Zugleich müssen wir Entlastungen auf den Weg bringen. Das betrifft die steuerliche Entlastung der mittleren und unteren Einkommen, aber auch die weitere Befreiung der Unternehmen von bürokratischen Lasten. Auch von der vereinbarten Senkung der Sozialversicherungsbeiträge werden die Unternehmen in Deutschland profitieren. Deutschland ist gut aufgestellt. Wenn wir jetzt die Chancen konsequent ergreifen, werden wir auf einen Wachstumspfad zurückkehren.” (BMWi)

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