Duales System exportieren

GiNN-BerlinKontor.—Die Partnerschaft zwischen Industrie und Schulen fasziniert Amerika. Das deutsche „duale Ausbildungssystem“ sei mitverantworlich dafür, dass in der Bundesrepublik die Arbeitslosenquote mit 6,5 % relativ niedrig sei.  Vor allem im Kampf gegen die Jugenarbeitslosigkeit habe sich die parallele Ausbildung bewährt, ist zu lesen.  Die Bundesregierung will denn  auch  das deutsche Berufsausbidungssystem – diese bewährte Kombination von Praxis und Theorie – zum Exportschlager machen.

Das Auswärtige Amt entwickelte gemeinsam mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung  ”Angebote, um die duale Berufsausbildung im Ausland zu unterstützen”, so Bundesaußenminster Guido WESTERWELLE.  Über 80 deutsche  Auslandsvertretungen nahmen bereits vor Ort mit den jeweiligen Auslandshandelskammern diesbezügliche Kontakte auf.

Denn: Jugendarbeitslosigkeit ist weltweit ein Problem. Rund ein Viertel der Jugendlichen in Europa ist arbeitslos, in Griechenland und Portugal beinahe 60 %, notieren das AA Amt und das BMFB.  In USA sind 16 % der Jugendlichen arbeitslos (Stand:November 2013). Mit nur rund 8 %  ist Deutschland immer noch „ein positiver Außenseiter“.  Die geringe Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland wird zu einem erheblichen Teil dessen weltweit anerkanntem Berufsbildungssystem zugeschrieben. Einige Länder wollen deshalb eine duale Ausbildung nach deutschem Muster einführen.

Die deutschen Unternehmen waren und sind  die wichtigsten Partner beim Export der weltweit anerkannten deutschen dualen Ausbildung. Längst spielen Außenhandelskammern und deutsche Unternehmen eine zentrale Rolle in der Zusammenarbeit regionaler Berufsbildungswerke mit Betrieben, Schulen und Kammern der Partnerländer.

Die duale berufliche Instruktion hat jetzt auch in den USA hohe Priorität. Das Engagement deutscher Unternehmen wie Siemens, BMW, WV, Mercedes, Bosch ect. Bosch und VW wurde von US-Präsident Barack H.  OBAMA mehrfach gelobt. Als beispielhaft“ bezeichnete er das deutsche System, weil es „die Jugendlichen auf die spezialiserten Anforderungen der Arbeitswelt so gut vorbereitet“.

Fakt ist: In Deutschland erhalten 60 % aller jungen Menschen ihre Berufsausbildung im dualen System.  In rund 350 Ausbildungsberufen werden die Fachkräfte von Industrie, Handwerk und freien Berufen von morgen ausgebildet. Wer einen Ausbildungsabschluss erreicht hat, kann sich durchaus mit Jugendlichen anderer Länder messen, die dort ein Studium absolviert haben.

The New York Times (02.12.) würdigte in einem ausführlichen Beitrag das „Model from Germany“ am Beispiel der Werke BMW Tognum im US-Bundesstaat South Carolina die dort seit Jahren erfolgreich praktizierte Ausbildung (apprenticeship).

NYT: “Inspired by a partnership between school and industrie that is seen as a key to Germany’s advanced industrial capacity and relativlely low unemployment  rate, projects like the one at Tognum are practically unheard-of in the United States.” (Quellen: AA/NYT)

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