Dohnen im Zivil-Einsatz

GiNN-Berlin-Kontor.-–Nicht-militärische „Drohnen“, diese pilotenlosen Luftfahrzeuge, die ohne Besatzung vom Boden aus über eine Fernsteuerung oder via Computer geflogen und navigiert werden, finden angeblich zunehmendes Interesse auch  in Wirtschaft und Industrie. Bisher wurden diese Luftfahrzeuge – genannt auch RPAS – Remotely Piloted Air Systems  oder UAV  - Unarmed Vehicle – vornehmlich im militärischen Bereich eingesetzt.

Ausgerüstet mit leistungsstarken Kameras und Mikrophonen übernahm die Drohne zunächst nur Kontroll- und Überwachungsaufgaben. Außer dem Aufklärungsbereich („reconnaissance“) sind Drohnen aber auch für zivile Zwecke im Einsatz, sowie in der Verkehrskontrolle und bei Polizei-Aktionen wie die Überwachung von Demonstrationen und Großveranstatungen.. Mit Raketen, Bomben und Flugkanonen bestückt sind die Drohnen immer noch an militärischen Operationen – zum Beispiel in Afghanistan und in Pakistan-  beteiligt.

Nun erlangen “civilan drones” immer größere Bedeutung. Im unternehmerischen Bereich werden Drohnen immer öfter eingesetzt. So konnte die Schiebel Elektronische Geräte GmbH in Österreich vermelden, dass “die Kommerzialisierung in diesen Bereich boomt”. Schiebel produziert die Helikopter-Drohne “Camcopter S-100″.

Das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie in Wien sorgte mit einem Gesetz dafür, dass gesetzliche Rahmenbedingungen für unbemannte Luftfahrzeuge geschaffen wurden. Es tritt am 01.01. 2014 in Kraft. “Flüge mit unbemannten Luftfahrzeugen nehmen zu, das ist ein internationaler Trend. Wir brauchen Bestimmungen im Sinne der Luftfahrtsicherheit. Wir wollen Rechtssicherheit schaffen”, so das Wiener Ministerium.

Dem Drohnen-Werk Schiebel GmbH in der Wiener Neustadt widmete The New York Times  (23.11.) einen fünfspaltigen Artikel, in dem konstatiert wird, dass man in Europa weniger Bedenken hegt gegen den privaten Einsatz von Drohen als in den USA.  In Europa gäbe es weitaus weniger “Angst und Zittern” gegen die Nutzung des Luftraums auch von kleineren, wendigen Zivil-Drohnen: “Little trepitation in Europe as Civilian Drones Take to its Skies”

Der österreichische  Hersteller des Camcopter S 100 produziere keine Kampfdrohnen, die in Kriegszonen Terroristen töten sollen – so die NYT - , sondern Schiebel Aircraft habe einen Markt gefunden, der sich auf die Industrie-Bereiche Öl und Gas, Energie, Bergbau, Schifffahrt und Landwirtschaft konzentriere.

futurezone schrieb: “Der Hersteller kann vielfältige Anwendungsmöglichkeiten für den Camcopter vorweisen. In Österreich wurden tagelang Hochspannungsleitungen kontrolliert. In Südostasien flog der Comcopter selbstständig Pipelines ab und untersuchte diese auf Schäden. Beim G-20-Gipfel 2010 in Seoul wurde der Camcopter in das Sicherheitskonzept integriert. Im April 2012 wurden Luftaufnahmen von Rallye-Szenen mit einer Cineflex-Kamera an Bord des Camcopter gedreht.”  futurezone erinnert zudem daran, dass Schiebel Weltmarktführer bei Minen-Detektoren ist.

Der Schiebel-Helkopter soll mit seinem Gewicht von nur 150 kg übrigens nicht mit den Auflagen der European Aviation Safety Agency “kollidieren”.

Die Europäische Agentur für Flugsicherheit  ist für die “Förderung der höchstmoglichen gemeinsamen Sicherheits- und Umweltstandards in der Zivilluftfahr” zuständig. Neben Schiebel soll es in Europa bereits ca. 400 ähnliche Drohnen-Produzenten geben.(Quellen: NYT/BMVIT/ futurezone.at)

 

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