DIHK: 13 % Wachstum

GiNN-BerlinKontor.—”Die Unternehmen bewerten ihre Geschäftslage Anfang 2016 so gut wie noch nie”; so Martin WANSLEBEN, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), am 10.02. in Berlin bei der Vorstellung der aktuellen DIHK-Konjunkturumfrage. Für 2016 erwartet der DIHK ein Wachstum von 1,3 %. Dies sei “eine solide Entwicklung, wenn auch nicht mehr so dynamisch wie im vergangenen Jahr mit 1,7 %.”

Gemeinsam mit DIHK-Konjunkturexperte Dirk SCHLOTBÖLLER präsentierte Wansleben die Resultate der Erhebung, die auf den von den Industrie- und Handelskammern ausgewerteten Antworten von mehr 27.000 Betrieben beruht.

“Vor allem Handel, Dienstleistungen und Bau machen derzeit gute Geschäfte”, sagte er. Der niedrige Ölpreis, der schwache Euro und die günstige Finanzierungssituation böten den meisten Unternehmen “ungewöhnlich gute konjunkturelle Rahmenbedingungen”. Das trage auch zur Stabilisierung der Erwartungen für die kommenden Monate bei.

Weitere Verbesserungen würden jedoch schwieriger, so der DIHK-Hauptgeschäftsführer. Denn: “Die wirtschaftliche Schwäche Chinas und vieler Rohstoff-Förderländer trübt den konjunkturellen Ausblick.” Zudem erreichten die Sorgen der Wirtschaft um die Faktoren “Wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen” und “Fachkräftemangel” Rekordwerte.

Die jüngsten Börsenentwicklungen zeigten zwar die Verunsicherung in den Märkten so Wansleben – unter dem Strich sprächen die positiven Geschäftserwartungen jedoch gegen einen Konjunkturabsturz.

“Auf dem Arbeitsmarkt haben wir durch die große Zahl von Flüchtlingen eine scheinbar gegenläufige Entwicklung”, sagte der DIHK-Hauptgeschäftsführer. Die Beschäftigung nehme 2016 zwar abermals um etwa 220.000 Stellen zu, gleichzeitig steige aber auch die Arbeitslosigkeit. “Fehlende Sprachkenntnisse und oft geringe oder fehlende Qualifikationen der Flüchtlinge machen die Arbeitsmarktintegration zu einer Aufgabe für die nächsten fünf bis zehn Jahre”, betonte Wansleben.

DIHK-Konjunkturexperte Schlotböller lenkte die Aufmerksamkeit auf die Baubranche, die nicht nur vom anhaltenden Boom beim Wohnungsbau profitiere, sondern auch vom wachsenden Bedarf an Flüchtlingsunterkünften. Von Asylbewerbern gingen darüber hinaus durch die Transfer- und Sachleistungen Konjunkturimpulse aus.

Schlotböller beleuchtete in Berlin zudem den Sachstand beim Export und die schwache Investitionsdynamik. Der Ölpreiseinbruch helfe der deutschen Wirtschaft, stellte er fest, sei aber auch ein Krisenindikator. (Quelle: dihk.de)

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