Die Wahrheit über Afghanistan sagen

GiNN-BerlinKontor.—Das Bundesverteidigungsministerium teilt mit: Kommunikationschefs aller Staaten, die sich an der Internationalen Schutztruppe in Afghanistan (ISAF) beteiligen – 81 Teilnehmer aus 30 Nationen – trafen sich auf Einladung der NATO in Berlin, um über die Kommunikationsstrategie für ISAF zu sprechen. Man war sich einig, dass über die “Fortschritte” in Afghanistan die Öffentlichkeit sowohl in Afghanistan als auch in den Heimatländern der internationalen Gemeinschaft informiert werden muss. Eingeladen waren Kommunikationsberater von Regierungschefs, Sprecher von Außen- und Verteidigungsministerien der ISAF-Staaten, Afghanistans, der UN- und EUPOL-Mission, ISAF, NATO und SHAPE.

„”Nachrichten aus Afghanistan sind zu oft schlechte Nachrichten”“, so Steffen MORITZ, Pressesprecher des BMVg.  Es sei daher wichtig, die Erfolge der Mission herauszustellen. Vor allem auch, um  “der gegnerischen Propaganda zu widersprechen”. Gerade der Ansatz der Vernetzten Sicherheit, der den Wiederaufbau des Landes mit der Förderung von Sicherheit kombiniere, zeige Erfolge.

Brigadegeneral Josef BLOTZ, Sprecher der ISAF sagte, es müssten erst  “die richtigen Schritte gemacht werden, und danach könne man kommunizieren”. Es geht niche darum “die wahre Situation zu schönen.  “Es geht darum, dass die Leute in Afghanistan und zu Hause verstehen, was hier vor sich geht”, so Boltz.

Einig waren sich die Teilnehmer darüber, dass das Jahr 2011 ein entscheidendes Jahr für Afghanistan wird. Es stehe für den Beginn des „Übergangs“, währenddessen die Verantwortung für das Land Schritt für Schritt an die afghanischen Regierungsstellen übergeben werden soll. Gerade in so einer Phase sei Kommunikation entscheidend. Vertreter der afghanischen Regierung betonten wiederholt, dass die Afghanen Angst davor hätten, von der westlichen Welt verlassen zu werden. Eine Angst, die die Taliban stetig schürten.

Die internationale Gemeinschaft werde das Land weiterhin unterstützen, auch nach einem Abzug des Militärs. „Wir wollen nicht ewig in Afghanistan sein”, betonte  die Sprecherin der NATO, Oana LUGESCU: “Aber wir wollen den Afghanen helfen, selbst für ihre eigene Sicherheit zu sorgen.“ Deshalb hinge der Abzug der Truppen auch davon ab, wie die Bedingungen in der jeweiligen Region seien.

In den Heimatländern der ISAF-Truppen sei es wichtig zu erklären, warum Afghanistan wichtig für unsere Sicherheit ist. Afghanistan dürfe nie wieder eine  “Brutstätte für Terroristen” werden. (BMVg)

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