DIE LINKE mit 377 Kandidaten in den Wahlkampf

GiNN-BerlinKontor.—DIE LINKE wird unter Führung von Gregor GYSI und Oskar LAFONTAINE mit folgenden Parolen/Forderungen in den Bundestagswahlkampf  2009 ziehen: “Reichtum besteuern” (das will die Steinmeier-SPD auch), “Hartz IV abwählen” und “Mindestlohn gerade jetzt”, “Gegen Rente erst ab 67″, sowie “Mehr Geld für Bildung – nicht für Banken”.  Die Sozialisten feiern sich selbst besonders “plakativ” als einzige deutsche Friedenspartei und fordern “Raus aus Afghanistan”.

Bundeswahlkampfleiter Dietmar BARTSCH  stellte die Wahlkampagne der Linkspartei in Berlin vor und betonte mit Blick auf die Finanz- und Wirtschaftskrise: “Viele Profiteure sind noch nicht zur Kasse gebeten worden”.  DIE  SOZIALISTEN, die sich deutlich von der SPD und den GRÜNEN absetzen wollen,  präsentieren bundesweit 377 Kandidatinnen und Kandidaten.  Bartsch: “Wir führen eine selbstbewusste und eigenständige Kampagne.”  Es gebe jetzt  “überall Gesichter, die für die Partei stehen”  Ein “kurzer Draht” – zu den Bürgerinnen und Bürgern sei unerlässlich.  Die künftigen Abgeordneten der Linkspartei wollten “Sachwalter” der Bürgerinteressen sein, so Bartsch.

DER SPIEGEL berichtet, ostdeutsche  Linksgenossen wollten nach den Wahlen eine erneute Führungsrolle von Oskar LAFONTAINE  in der Linkspartei verhindern. Sein Verschwinden von der Parteispitze könnte  “mögliche Koalitionsverhandlungen mit der SPD erleichtern”, wird spekuliert.   Man müsse deshalb den Ex-SPD-Vorsitzenden  “verdrängen und durch Gregor Gysi ersetzen”.   Lafontaine teilt sich derzeit mit Gysi den Bundestagsfraktionsvorsitz.  Parteiboss Lothar BISKY (68) liess sich ins Europa-Parlament wählen und scheidet 2010 als Parteivorsitzender aus.

Parteigenosse Bodo RAMELOW (53),  Spitzenkandidat der Linkspartei für die Landtagswahl in Thüringen am 30.08., brachte bereits öffentlich Petra PAU (46)  Bundestagsvizepräsidenten und stellvertretende Fraktionsvorsitzender der Partei DIE LINKE , als Bisky-Nachfolgerin ins Gespräch. Sie sei als  “klar positionierte ostdeutsche Frau” für den Parteivorstz geeignet.

Bodo Ramelow selbst stammt aus der Norddeutschen Tiefebene – aus Osterholz-Scharmbeck am Bremer Teufelsmoor.  Der gelernte Einzelhandelskaufmann und spätere Gewerkschaftssekretär in Hessen trat 1999  der PDS und 2007 der Partei DIE LINKE bei.  2004  war er bereits Ministerpräsidentenkandidat der PDS in Thüringen. Jetzt versucht er es erneut auf dem Ticket der Linkspartei.

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