DIE GRÜNEN in Not

GiNN-BerlinKontor.—DIE GRÜNEN fallen in den Umfragen zur Bundestagswahl am 22.09. teilweise in den einstelligen Bereich. Die Süddeutsche Zeitung meint: ”Scheitert die Partei, werden viele den grüne Spitzenkandidat Jürgen TRITTIN dafür verantwortlich machen”. Nach der Bayern-Wahl am 15.09. mit dem schwachen 8,6 % für die bayerischen Grünen, ist  ”die Zeit der Höhenflüge der Partei von Jürgen Trittin und Katrin Göring-Eckardt  vorbei. Immer mehr bürgerliche Wähler wenden sich ab. Schuld daran – glauben Meinungsforscher – sind die forschen Steuererhöhungspläne der Grünen, ihr nerviger Verbotston – und die peinlichen Enthüllungen aus der Vergangenheit”, so die SZ. Die Pädophilie-Debatte eskaliert.

Die Vorsitzende der grünen Bundestagsfraktion, Renate KÜNAST, empörte sich im bayerischen Wahlkampf, die “ganze Chose” sei eine “Hetzkampgane der CSU”. Die SZ aber warf Künast vor, sie, würde “die real existierenden Opfer sexuellen Missbrauchs einer grünen Kommune in Nordrhein-Westfalen” sowie die bereits vorliegenden Forschungsergebnisse “mal eben übersehen.”

Wie eine Bombe schlugen “Erinnerungen” in den Medien ein, dass DIE GRÜNEN angeblich in den achtziger Jahren sexuelle Beziehungen zu Kindern erlauben und dies auch in ihr Grundsatzprogramm verankern wollten.  Darauf angesprochen würden grüne Politiker “äußerst gereizt und sichtlich verärgert” reagieren, wurde berichtet. Hat die grüne Parteiführung doch Politikwissenschaftler für angeblich € 200.000 beauftragt, den ” Einfluss pädophiler Aktivisten auf die politische Ausrichtung der Grünen in den Anfangsjahren der Partei” zu untersuchen. Der Bericht soll 2014 vorliegen, Auszüge aus der Studie wurden jedoch vorab bekannt.

So berichtet sechs Tage vor der Bundestagswahl  die Berliner taz, dass die Pädophilie-Debatte bei Bündnis 90/Die Grünen nun auch den Spitzenkandidaten der GRÜNEN, Jürgen TRITTIN, eingeholt hat. Franz WALTER, Parteienforscher und Professor für Politikwissenschaft in Göttingen, erforscht seit Monaten den Einfluss und die Verstrickungen pädophiler Gruppierungen auf die Partei DIE GRÜNEN Anfang der achtziger Jahre. Professor Walter enthüllt in der taz (16.09.), dass auch Jürgen TRITTIN 1981 das “Kommunalwahlprogramm der Alternativen-Grünen-Initiativen-Liste (AGIL)” in Göttingen gegengezeichnet hätte. In dem Programm sprach sich die AGIL unter anderem  für eine “strafrechtliche Freistellung von sexuellen Handlungen zwischen Kindern und Erwachsenen” aus.

GRÜNEN-Bundestagsfraktionschef Jürgen TRITTIN  sagte zu den Vorwürfen, die “entsprechende Passage” habe  mal im Grundsatzprogramm der Grünen gestanden.  Trittin räumte ein, die Grünen und auch er persönlich hätten sich in den 80er Jahren “falschen Forderungen von Aktivisten nicht ausreichend entgegen gestellt.”

„Trittin muss seine Spitzenkandidatur ruhen lassen“, hat zuvor CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt laut FOCUS. „Trittin war Teil des Pädophilie-Kartells bei den Grünen und ist als Frontmann untragbar“, so Dobrindt. „Statt sich selbst zu stellen und die Karten auf den Tisch zu legen, hat er gewartet, bis er enttarnt und überführt wurde. Der heuchlerische Umgang mit der Pädophilie-Vergangenheit ist mit ein Grund, warum die Wähler sich von der Grünen abwenden“, sagte der CSU-Generalsekretär.

Auch Philipp Mißfelder, Mitglied im Präsidium der CDU Deutschlands, forderte den GRÜNEN-Spitzenkandidaten auf, zurückzutreten. „Herr Trittin soll sich wirklich überlegen, ob er der Richtige ist für diese Führungsaufgabe bei den Grünen.“ (csu.de/cdu.de)

Die taz schreibt, die Sprachlosigkeit der grünen Führungsriege zu den Vorwürfen, konsterniere: “DIE GRÜNEN halten lieber den Mund, murmeln höchstens von einem besonderen Zeitgeist, raunen von Verirrten und Sektierern, die man längst hinter sich gelassen habe. Nein, mit dem Thema Pädophilie*)lässt sich für Grüne nicht gut wahlkämpfen. So ist das.” Der Versuch zu erklären, zu erläutern, auch zu historisieren, werde gar nicht erst unternommen, so die taz. Die Partei habe dafür doch “reichlich geeignete Zeitzeugen”. Bei den Grünen habe sich stattdessen “ein Gemisch aus Ratlosigkeit, Lähmung, ja: Furcht vor der Debatte breitgemacht.”

Die taz verweist auch auf die damalige Jugendorganisation der FDP, die auf einer ihrer Bundesdelegiertenkonferenz im März 1980 „Keine Bestrafung der freiwilligen und einvernehmlichen Sexualität” gefordert hatten.

Der deutsche Soziologe Rüdiger LAUTMANN (78) , der erste Professor einer deutschen Hochschule, der sich 1971 mit der Untersuchung der “Diskriminierung Homosexueller in Geschichte und Gegenwart” befasste, schrieb 1994 in seiner Abhandlung “Lust am Kind” über “die erotische Attraktion am Kind” unter anderem: “Der unmittelbar sexuelle Teil der Beziehung impliziert ex definitione den Körper einschließlich der genitalen Regionen. In der öffentlichen Wahrnehmung stehen diese Handlungen so sehr im Vordergrund, dass der Inszenierungscharakter der modellierten pädophilen Interaktion dahinter beinahe verschwindet oder als unnötige Vernebelung abgetan zu werden pflegt. Natürlich gehören körperliche Zärtlichkeiten (Streicheln, Küssen) und möglichst ein Orgasmus zum Kern des pädophilen Traums. Der aber bezieht Struktur und Festigkeit nicht allein aus einer Instrumentalisierung der Zuwendung, um das Kind schließlich sexuell «zu besitzen», sondern vielmehr aus einem komplexen und körperbezogenen Konzept.”

*) Das Hochkommissariat für Menschenrechte der Vereinten Nationen (Office of the United Nations High Commissioner for Human Rights spricht anstelle von “Pädophilie”  von  Pädokriminalität” (“child sexual abuse”,”pedophilic crime” oder “Crime on children” . (Quellen: taz/itp-arcados)

 

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

* Copy this password:

* Type or paste password here:

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>