DIE GRÜNEN – umworben und imitiert

GiNN-BerlinKontor.—-DIE GRÜNEN haben der Bundesregierung bekanntlich Bedingungen für die angebotenen Konsensgespräche über die Energiewende gestellt.  Der Grünen-Vorsitzende Cem ÖZEMIR forderte Bundeskanzlerin Angela MERKEL (CDU) auf “als Beweis ihrer Ernsthaftigkeit ein Ausstiegsgesetz mitzubringen”. Darin müssten die “unverantwortliche Laufzeitverlängerung” zurückgenommen, die sieben deutschen Altmeiler sowie der Pannen-Reaktor Krümmel für immer abschaltet und der Weg freigemacht werden für einen schnelleren Atomausstieg bis 2017″. (Quelle: BamS)

Um den Ausstieg in den nächsten sechs Jahren zu schaffen, sprach sich Özdemir für einen forcierten Ausbau der Erneuerbaren Energien und Fortschritte bei der Energieeffizienz aus. Ein  “zügiges Aus für Atommeiler”  würde nach Ansicht des Grünen-Politikers auch den Protest gegen neue Stromtrassen reduzieren.

Merkel hat mehrfach betont, sie suche jetzt einen “breiten gesellschaftlichen Konsens in der neuen Energiepolitik”. Für Anfang Mai kündigte die CDU-Chefin ein Treffen mit Vertretern von Kirchen, Umweltgruppen und Gewerkschaften an. Im Juni will sie mit den im Bundestag vertretenen Fraktionen diskutieren. Merkel unterstrich, die Atom-Katastrophe von Fukushima habe auch ihre persönliche Haltung zur Kernkraft und ihren Risiken verändert: “Auch ich habe dazugelernt.” (BamS)

Vorneweg marschierte jedoch wieder mal Umweltminister Norbert RÖTTGEN (CDU). Der hat sich längst in die pole position der UNION geboxt. Er gibt nun die Signale zur radikalen Abkehr von der AKW-Laufzeitverlängerung. Das Angebot an die Opposition, einen Energiekonsens zu entwickeln, sei “sehr ernst gemeint” mahnte der CDU-Umweltminister in der SUPER ILU. CDU, CSU und FDP – so Röttgen – müssten nun deutlich sagen: “Wir korrigieren unsere Beschlüsse.”

Auch die einst als AKW-Partei verdächtigte FDP will plötzlich den “Ausstieg aus der Kernkraft beschleunigen.”  Nun wollen auch die 4%-Liberalen möglichst schnell  “mehr Windkraftanlagen und Biogas.”

Die SPD – von den Grünen erstmals in Baden-Württemberg überrundet – gratulierte der Anti-AKW-Partei übereifrig zum “Wahlsieg”, obwohl die gar nicht “gesiegt”- sondern nur Stimmen grandios hinzugewonnen hatten.

Laut Spiegel will die Kanzlerin Atomkraftwerke, die bei der Sicherheitsüberprüfung durchfallen, entweder direkt über eine “aufsichtliche Verfügung” im Konsens mit den Ländern vom Netz nehmen lassen oder – man höre und staune – über eine Änderung des Atomgesetzes durch das Parlament.

Nicht nur in Berlin raunt und staunt man über den blitzschnellen Gesinnungswandel der Regierungsparteien: Gestern waren die grünen Mehrheitsbeschaffer noch der SPD-Apendix, die “Angst fressen Seele auf”- Partei, “der Geist, der stets verneint”, notorische  Dauermotzer,   “hysterische Grünsocken-Populisten und pazifistische Rabatzmacher mit Trillerpfeifen.”  Nun beeilen sich CDU,CSU, SPD und FDP die GRÜNEN zu kopieren, zu imitieren – ja sie sogar nachzuäffen.

Man könnte auch konstatieren: Die Grünen haben sich hochgebaggert – neidisch beäugt von einer kompasslosen, sozialdemokratisierten CDU, einer abgemagerten, sozialistischen SPD und einer nostalgischen, kommunisen-freundlichen Linken.

Nicht mehr Schwarz-Blau-Gelb-Rot ist IN – sondern volksparteiliches KonsensGrün. Der Lichtkreis  beschreibt es so: “Grün ist die Farbe der Mitte. In seiner vollendeten Neutralität zwischen allen Extremen wirkt es beruhigend, ohne zu ermüden. Die Farbe Grün fördert Eigenschaften wie Hilfsbereitschaft, Ausdauer, Toleranz und Zufriedenheit.”

Fakt ist jedoch auch: GRÜN kann durch subtraktive Farbmischung aus Blau und Gelb (die Farben der FDP) “hergestellt” werden. Insofern vereint sie das Geistige der Farbe Blau mit der emotionalen Wärme der Farbe Gelb. Beides zusammen soll “Wachstum und Weisheit” schaffen.

Die Farbe Grün ist aber auch Symbol für Unerfahrenheit. Ein junger, unerfahrener Mensch ist ein “Grün-Schnabel”, er ist “grün hinter den Ohren” und “über die Ohren in sich selbst verliebt”. (n.Wikipedia)

Der neue Führer der Liberalen, Philipp RÖSLER, warnte eindringlich vor “Angst und Hysterie” und rief zu mehr Seriosität in der Atomdebatte auf. Den Grünen sagte er: “Politik, die sich von reinen Emotionen und Angst leiten lässt, kann nicht in der Lage sein, eine Gesellschaft zu leiten”. Die Atomkatastrophe in Japan habe zurecht bei den Menschen Sorgen ausgelöst. Wenn man diese ernst nehme, könne man Atomkraftwerke abschalten, “nicht aber den Verstand”.

Beim Ausstieg aus der Atomkraft sei auch die Versorgungssicherheit ein wichtiges Thema, so Rösler. “Es ist völlig unseriös, wenn man von Sofortabschaltung spricht, dann aber später Atomstrom aus Tschechien importieren muss”, sagte Rösler mit Blick auf die Grünen.

Die Deutschen, so heißt es, leiden an einem “Überschuss an Hysterie”. Andere Nationen hätten zum Beispiel eine viel realistischere Sicht der Risiken und Chancen der Kernenergie, sagte Rösler vor Parteifreunden in Braunschweig.

Wie dem auch sei: Bundesweit zu beobachten ist derzeit jedenfalls ein couleurbreites Heranrobben an DIE GRÜNEN. Schon wird kolportiert, dass die CDU/CSU/FDP-Regierungschefin die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen ins Bundeskanzleramt zum diesjährigen Grünkohl-Essen einladen will – im Gepäck erste Entwürfe für einen schwarz-grünen Koalitionsvertrag?!

Übrigens: In Darmstadt gibt es zum ersten Mal einen grünen Oberbürgermeister. Jochen PARTSCH  (48) gewann die Stichwahl mit über 69 % und schickte den SPD-Bürgermeister in Rente. Seit Kriegsende hatten nur die Sozialdemokraten in Darmstadt “regiert”.
-Ps

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