“Die Freiheit schätzen und schützen”

GiNN-BerlinKontor.—-Bundespräsident Christian WULFF hat am 50. Jahrestag des Mauerbaus dazu aufgerufen, weltweit für Demokratie und Menschenrechte einzutreten. Am Ende sei die Freiheit unbesiegbar. Keine Mauer widerstehe dauerhaft dem Willen zur Freiheit. Die Gewalt der wenigen habe keinen Bestand gegen den Freiheitsdrang der vielen, so Wulff. Die Bürger der DDR hätten in den Revolutionstagen 1989  “heldenhaften Mut” bewiesen.

Der Versuch der komnmunistischen Sicherheitskräfte, die Freiheitsbewegung niederzuschlagen, sei gescheitert.  “Es triumphierte die Liebe der Menschen zur Freiheit.Nie in den Jahrzehnten der Teilung konnte diese Liebe zur Freiheit ganz unterdrückt werden”, sagte der Bundespräüsident.

Wulff erinnerte an die “vielen Menschen, die aus Freiheitssehnsucht unter Todesgefahr die Flucht über die Mauer und die innerdeutsche Grenze wagten”.

Das Ende der Geschichte der Mauer  am 9. November 1989 – so der Bundespräsident  “kann uns Mut machen: Denn die Geschichte dieses Endes haben Menschen geschrieben. Die Mauer fiel nicht – sie wurde umgestürzt.”

Der Präsident schloss mit den Worten: “Die Erinnerung an die Leben erstickende Mauer mahnt uns, die Offenheit unserer heutigen Welt und die Präsenz des Fremden in ihr auszuhalten, auch wenn es anstrengend ist. Offenheit und die Bereitschaft einer Gesellschaft, sich zu verändern, werden belohnt. All das erfordert Mut. Aber wir haben keinen Anlass, davor zu erschrecken.

Einigkeit und Recht und Freiheit – was das Lied der Deutschen in diesem August seit genau 170 Jahren ersehnt, das haben wir erst seit gut 20 Jahren. Ich wünsche mir, dass wir unser Glück von Freiheit und Einheit und Recht wirklich schätzen und unser wiedervereinigtes Deutschland immer neu zum Blühen bringen – eingebettet in ein einiges und starkes Europa, das dem Frieden in der Welt dient. Schätzen und schützen wir die Freiheit, die wir haben!”  (bundespräsidident.de)

Die Bundesvorsitzende der CDU und Bundeskanzlerin Angela MERKEL bezeichnete das Unrecht des Mauerbaus vor 50 Jahren als weltweite Mahnung, für Freiheit und Demokratie zu kämpfen. “Wir dürfen den 13. August 1961 und das Leid, das er über Millionen von Menschen gebracht hat, nie vergessen. Das Unrecht des Mauerbaus mahnt uns bis heute, bei uns zu Hause und weltweit für Freiheit, Demokratie und Bürgerrechte einzutreten.” (cdu.de)

Die Vorsitzenden der Partei DIE LINKE, Gesine LÖTZSCH und Klaus ERNST, erklärten anlässlich des 50. Jahrestages des Baus der Berliner Mauer: “Die komplette Abriegelung der Grenze nach Westberlin am 13. August 1961 und der anschließende Bau der Mauer dienten der Aufrechterhaltung des politischen Systems in der DDR. Die Führung der DDR gestand damit ein, dass sie den Wettbewerb der Systeme bei offenen Grenzen nicht bestehen konnte und entschied sich dafür, die anhaltende Übersiedlungs- und Flüchtlingsbewegung durch die Abriegelung der Grenze einzudämmen. Die Toten und Verletzten an der Berliner Mauer, die Einschränkung der Reisefreiheit und die Trennung zahlloser Familien haben sich tief in das Bewusstsein der Menschen eingebrannt. Das war ein nicht akzeptables Unrecht. Wir bedauern das tragische Schicksal, das viele Menschen erlitten haben.” (die-linke.de)

Die Antikapitalistische Linke (AKL) in der Partei DIE LINKE ist anderer Meinung.  Auf dem Parteitag des Landesverbands Mecklenburg-Vorpommern erklärte Arnold SCHOENENBURG (AKL),  der Bau der Mauer in Berlin durch die Kommunisten in Ostberlin und in Moskau sei damals  “ohne vernünftige Alternative“ gewesen”. Die Gefahr eines neuen Krieges sei im August 1961  “real” gewesen. Schoenenburg. „Heiligt die Verhinderung eines Krieges nicht die Sicherung einer Staatsgrenze?”

“Die SPD gedenkt der vielen Frauen und Männer, die in Sehnsucht nach Freiheit an der innerdeutschen Grenze ihr Leben lassen mussten. Fünfzig Jahre nach dem Beginn des Mauerbaus bekräftigen wir: Weder in Deutschland noch irgendwo sonst auf der Welt darf der Wille der Menschen zur Freiheit gewaltsam unterdrückt werden. Dies ist gerade für uns Deutsche eine dauerhafte Verpflichtung”, heißt es in einer Erklärung des SPD-Präsidiums. (spd.de)

Hans-Dietrich GENSCHER (FDP), ehemaliger Bundesaußenminister, erklärte in Berlin: “Keine Macht der Welt kann Menschenwürde und Freiheit auf Dauer stoppen. So gehören der 13. August 1961 und der 9. November 1989 untrennbar zusammen.” (liberale.de)

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