Deutsche Wirtschaft ins Stocken geraten

GiNN-BerlinKontor.—Die Erholung der deutschen Wirtschaft ist Ende 2009 ins Stocken geraten: Wie das Stastische Bundesamt mitteilt, stagnierte das Bruttoinlandsprodukt (BIP)  im vierten Quartal auf dem Niveau des Vorquartals (+ 0,0%). Damit hat sich der leichte Aufwärtstrend der Wirtschaft aus dem zweiten (+ 0,4%) und dritten Quartal 2009 (+ 0,7%) nicht fortgesetzt.

Im Vorjahresvergleich war die Wirtschaftsleistung wie in allen Quartalen des Jahres 2009 rückläufig: Das preisbereinigte BIP ging im Vergleich zum vierten Quartal 2008 um 1,7% zurück. Kalenderbereinigt war der Rückgang mit – 2,4% noch stärker, da im Berichtsquartal 2,1 Arbeitstage mehr zur Verfügung standen als ein Jahr zuvor. Das Minus fiel dennoch deutlich schwächer aus als noch im dritten Quartal 2009 (– 4,7% gegenüber dem Vorjahresquartal, kalenderbereinigt – 4,8%).

Positive Impulse kamen im Vorquartalsvergleich (preis-, saison- und kalenderbereinigt) lediglich vom Außenhandel: Während die Exporte wieder zulegten, waren die Importe rückläufig. Die Konsumausgaben und die Investitionen gingen zurück und bremsten so das Wirtschaftswachstum.

Der sogenannte statistische Überhang des Jahres 2009 beträgt 0,5%. Dabei handelt es sich um diejenige Wachstumsrate, die sich für das Jahr 2010 ergäbe, wenn das saison- und kalenderbereinigte BIP im gesamten Jahr auf dem Niveau des vierten Quartals 2009 stagnieren würde. Es ist also der Teil der Wachstumsrate des gesamten Jahres 2010, der sich allein aus dem Wachstumsverlauf des abgelaufenen Jahres erklärt.

Die Wirtschaftsleistung im vierten Quartal 2009 wurde von 40,6 Millionen Erwerbstätigen erbracht, das waren 156 000 Personen oder 0,4% weniger als ein Jahr zuvor.

Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Rainer BRÜDERLE (FDP) erklärte in Berlin:  “Die Bundesregierung hat mit den Maßnahmen zur Wachstumsbeschleunigung den richtigen  Schritt getan, um der erwartet schwächeren Entwicklung im Winterhalbjahr zu begegnen. Die aktuell veröffentlichten Daten verdeutlichen, dass dies notwendig  und richtig war. Angesichts der ungünstigen Witterungsverhältnisse in den ersten Wochen dieses Jahres ist auch im laufenden Vierteljahr eine eher gedämpfte wirtschaftliche Entwicklung zu erwarten. Ich rechne jedoch damit, dass die witterungsbedingten Ausfälle schnell wieder aufgeholt werden.”

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